Karpatenvorland: Autonomie-Forderung löst Untersuchung des Inlandsgeheimdiensts aus

Mihajlo Rivisz (Foto: karpathir.com)

Der ukrainis­che Inlandsgeheimdienst SBU (Sluschba bespeky Ukrajiny = Sicherheitsdienst der Ukraine) unter­sucht eine Eingabe des Karpatenvorländischen Komitatsrates, die vor kurzem an den Staatspräsidenten, den Premierminister und den Parlamentspräsidenten der Ukraine gerichtet wurde und worin der Komitatsrat ein größeres Maß an Autonomie von Kiew forderte.

Die Eingabe rief einen Aufschrei der Empörung unter den nation­al­is­tis­chen Medien der Ukraine her­vor, sodass sich Mihajlo Rivisz, der neue Vorsitzende des Karpatenvorländischen Komitatsrats, zu der Erklärung ver­an­lasst sah, seine Eingabe sei von den Journalisten missver­standen wor­den. Laut Rivisz hät­ten die Abgeordneten des Komitatsrats lediglich ihren Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass der Dezentralisierungsprozess weiter fort­ge­setzt wer­den solle. Rivisz beze­ich­nete das Verhalten der nation­al­is­tis­chen ukrainis­chen Medien als poli­tis­che Spekulation und betonte, dass seiner Ansicht nach das Karpatenvorland sich nicht von Ukraine lösen und einen Weg der Sezession gehen wolle.

Dessen ungeachtet will sich nun der ukrainis­che Inlandsgeheimdienst SBU mit der Angelegenheit befassen und die Eingabe des Karpatenvorländischen Komitatsrates über­prüfen. In einer SBU-Mitteilung heißt es dazu lakonisch, man werde in Übereinstimmung mit den Gesetzen vorge­hen.

Quelle: karpathir.com/2016/04/07/az-szbu-is-foglalkozik-a-megyei-tanacs-autonomia-kovetelesevel/

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