„Wir schaffen es nicht“: Eine Flüchtlingshelferin erklärt, warum die Flüchtlingskrise Deutschland überfordert

Am 31. August 2015 sagte Angela Merkel den Satz, der zum Leitmotiv ihrer Flüchtlingspolitik wer­den sollte: „Wir schaf­fen das!“ Heute, nach­dem Hunderttausende Menschen mehr nach Deutschland gekom­men sind, sehen viele diese Aussage kri­ti­sch.

Nicht zuletzt die Menschen, die den Flüchtlingen aktiv bei ihrem Neuanfang hel­fen. Katja Schneidt ist eine von ihnen. Sie erlebt jeden Tag die Realität der Erstauffangeinrichtungen: Als Ansprechpartnerin für die Flüchtlinge beglei­tet sie diese bei Behördengängen, gibt Deutschkurse, ver­sucht, ihnen zu ver­mit­teln, was Leben in Deutschland bedeu­tet.

Dabei zieht sie eine ernüch­ternde Bilanz und sagt: „Wir schaf­fen es eben nicht, all diese Menschen zu inte­grie­ren.“

Die Gründe dafür sind viel­fäl­tig: eine Integrationspolitik, die zu wenig auf Hilfe zur Selbsthilfe setzt, son­dern eine teil­weise über­zo­gene Erwartungshaltung der Flüchtlinge wei­ter för­dert; man­gelnde Integrationsbereitschaft unter den Flüchtlingen; zu wenige pro­fes­sio­nelle Strukturen inner­halb der Flüchtlingshilfe. Katja Schneidt ist alles andere als aus­län­der­feind­lich oder rechts, aber sie sagt, wo es hapert und was sich ändern muss, damit unsere Gesellschaft eine Chance bekommt.

Ihr Buch ist eben erschie­nen:

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Beiztragsvideo: https://​www​.youtube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​F​B​U​2​Y​b​BMYic (YouTube Standard-Lizenz)

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