Österreichische Ministerin fördert Muslime mit Nähe zur Muslimbruderschaft

Sophie Karmasin (Foto: bmfj.gv.at)

Parlamentarische Anfragen der FPÖ decken erneut Förderungen des „Bundesministeriums für Familien und Jugend“ (BMFJ) für die „Muslimische Jugend Österreich“ (MJÖ) auf. Die MJÖ gilt als eine der ein­flussre­ich­sten Organisationen junger Muslime in Österreich und wird großzügig mit Staatsgeldern finanziert. Mögliche Verbindungen zur islamistis­chen Muslimbruderschaft wer­fen allerd­ings Fragen auf. Die ÖVP-Ministerin ignori­ert Warnungen von Experten. Mitarbeiter aus dem Integrationsministerium schla­gen Alarm.

Die 1928 gegrün­dete Muslimbruderschaft ist eine weltweit agierende islamistis­che Organisation, deren Ziel die Umgestaltung von Staaten und Gesellschaften nach islamis­chen Kriterien ist. Über zahlre­iche Organisationen, soziale Projekte und Unterwanderungen von Parteien und NGOs ver­sucht die Muslimbruderschaft, sich in der west­lichen Gesellschaft zu ver­ankern und einen islamis­chen Staat zu schaf­fen. Teile der Bruderschaft grif­fen immer wieder zu Gewalt und Terror.

MJÖ und das Naheverhältnis zur Muslimbruderschaft

Medienberichten zufolge scheint auch die großzügig geförderte Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) der Muslimbruderschaft nahezuste­hen. Die MJÖ war nach Berichten des Kurier von 2003 bis 2005 Mitglied des FEMYSO. FEMYSO ist ein europäis­ches Netzwerk mus­lim­is­cher Jugend- und Studentenorganisationen, das ein Büro in Brüssel unter­hält und der Muslimbruderschaft zugerech­net wird. Nach Angaben der MJÖ wurde die Zusammenarbeit mit FEMYSO 2015 been­det.

Eine Unterorganisation der MJÖ – Junge Musliminnen Österreich – sprach aber 2015 noch von einer Zusammenarbeit mit dem islamistis­chen Jugend-Netzwerk und noch im Juni 2016 nahm die MJÖ an einer Konferenz in Sarajevo teil. Gemeinsam mit drei Organisationen, die ein­deutig dem Umfeld der Muslimbruderschaft zuzurech­nen sind.

Großzügige Unterstützung vom Familien- und Jugendministerium (ÖVP)

Wie die Beantwortung einer par­la­men­tarischen Anfrage der FPÖ nun zeigt, wurde Ende 2016 die Feier zum 20-jähri­gen Bestehen der MJÖ vom Familien- und Jugendministerium gespon­sert. Für das Großevent im Austria Center Vienna machte ÖVP-Ministerin Sophie Karmasin € 21.000,00 locker.

In den Jahren 2013, 2014 und 2015 erhielt die MJÖ Zuwendungen in der Höhe von jährlich € 154.345,60 aus dem ÖVP geführten Familien- und Jugendministerium. Aufgrund der beden­klichen Verbindungen wollte die FPÖ von Ministerin Karmasin (ÖVP) wis­sen, ob ihr die Verbindungen der MJÖ zur Muslimbruderschaft bekannt seien und stellte eine par­la­men­tarische Anfrage.

Die ÖVP-Ministerin gab an, von keinen Verbindungen zur Muslimbruderschaft zu wis­sen. Sie habe dies­bezüglich aber auch keine Analysen und Recherchen in Auftrag gegeben, da es „dafür kein­er­lei Gründe gegeben habe“, so die Ministerin in der Beantwortung.

Gleichzeitig hat Ministerin Karmasin die MJÖ um eine schriftliche Stellungnahme gebeten. Die kurze Antwort der MJÖ: „Die MJÖ war nie, ist nicht in der Nähe der Muslimbruderschaft und wird es niemals sein“. Für Ministerin Karmasin war das Thema damit erledigt.

Weiterlesen: info-direkt.eu/2017/01/25/foerdert-oevp-naehe-zur-muslimbruderschaft/

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