Italienischer EU-Politiker befürchtet 30 Millionen afrikanische „Flüchtlinge“

Foto:flickr.com/ Piotr Drabik(CC BY 2.0)

Der Politiker der kon­ser­v­a­tiv eingestuften Partei „Forza Italia“, Antonio Tajani, befürchtet einen noch nie dagewe­se­nen Ansturm von „Flüchtlingen“ aus Afrika, wie er in einem Interview mit der deutschen Tageszeitung „Welt“ zugibt.

Die Quelle allen Übels sieht er in den sich häufenden Problemen der Afrikanischen Staaten, die er fol­gen­der­maßen benennt: „Die Wüste frisst Agrarland, die Terrororganisation Boko Haram ver­folgt Christen und gemäßigte Muslime, in Nigeria und Niger herrscht Armut, in Somalia Dürre und Bürgerkrieg.“ Als Lösungsansatz schlägt er vor, pro­vi­sorische Städte in Nordafrika zu errichten, in denen Krankenhäuser, und schulis­che Einrichtungen für Kinder und Jugendliche gebaut wer­den sollen. Nur so könne man die dro­hende Völkerwanderung, die ohne Gegenmaßnahmen hor­rende Ausmaße annehmen kön­nte, – Tajani spricht von bis zu 30 Millionen Afrikanern – stop­pen.

Hierfür möchte der Politiker mehrere Milliarden in die Hand nehmen, denn mit den Flüchtlingen kom­men die Terroristen, wie er am Anfang des Interviews fes­thält. „Der soge­nan­nte Islamische Staat ver­sucht, Terroristen unter die Flüchtlinge zu mis­chen. Sie erk­lären ihnen, dass es doch ganz leicht sei, mit einem Messer oder einem Auto in europäis­chen Städten zuzuschla­gen.“ Anschließend erk­lärt er einen „Qualitätssprung“ in der Terrorismusprävention für notwendig.

Antonio Tajani ist Präsident des Europäischen Parlaments seit 17. Jänner 2017, er tritt damit die Nachfolge von Martin Schulz an.

 

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