Bildungsministerin gegen hohen Migrantenanteil in Schulen

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Der Migrantenanteil in Schulen und die damit verbundenen Probleme machen nun der deutschen Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) zu schaffen. Sie fordert im FOCUS, dass der Anteil von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund möglichst ausgewogen sein müsse.

Migranten sollen zu Hause Deutsch sprechen

Ein zu hoher Migrantenanteil könne dazu führen, dass Kinder nicht Deutsch, sondern in ihrer Muttersprache sprechen würden, was die Integration erschwere. Quoten lehnt Wanka aber ab. Die Ministerin fordert lediglich Eltern auf, dass zu Hause Deutsch gesprochen werden müsse. Das ist bei knapp zwei Drittel der vier- und fünfjährigen Kinder mit Migrationshintergrund, die derzeit Kindertagesstätten besuchen, nicht der Fall.

In Berliner Schule ist Deutsch Pflicht

Wanka sollte einen Blick in die Berliner Herbert-Hoover-Schule machen, wo der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund bei 92 Prozent liegt. Zuletzt im November 2016 berichtete Stern TV über diese Schule. Die Schüler aus 36 Nationen haben sich verpflichtet, durchgängig Deutsch zu sprechen – auch in der Pause. „Nur dann leben sie auch in dieser Sprache“, so das Argument der Schulleiterin Jane Natz. Deutsch als Sprache verlangt die Schulordnung, denn dort steht unter Punkt 6:

Ich spreche im Unterricht während der Schulzeit (auch in den Pausen und bei schulischen Veranstaltungen) ausschließlich Deutsch.

Hohe Akzeptanz für Deutschpflicht

Die Schülerinnen und Schüler der Hoover-Schule und deren Eltern haben das unterschrieben. „Das ist eine Selbstverpflichtung, der erste Vertrag, den die Schüler unterschreiben“, so Jane Natz. „Wer an diese Schule kommt, weiß das. Und wer nicht Deutsch sprechen möchte, müsste sich an einer anderen Schule anmelden.“ Und die Schüler akzeptieren diese Regelung. Bei einer Umfrage des Stern wurde die Deutschpflicht mit 93 Prozent klar befürwortet.

 

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