Ungarn will mit der Türkei zusammenarbeiten

Die Verteidigungsminister Ungarns und der Türkei disku­tierten am Donnerstag Möglichkeiten, die Zusammenarbeit zwis­chen ihren jew­eili­gen Ländern zu stärken. Massive ille­gale Migration und die damit ein­herge­hen­den Gefahren, ein­schließlich Terrorismus, seien bei den Gesprächen beson­ders her­vorge­hoben wor­den, sagte István Simicskó von Ungarn auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen.

Er bedankte sich bei seinem Kollegen für die Bemühungen der Türkei, die Sicherheit in Europa und Ungarn in den let­zten Jahren zu verbessern. Die Türkei betreut rund vier Millionen Migranten. Seit Beginn der Krisensituation seien in der Türkei rund 270.000 syrische Kinder geboren wor­den. Die Türkei ver­fügt über beträchtliche Erfahrung im Kampf gegen den Terrorismus und es liegt daher im Interesse Ungarns, die Zusammenarbeit zwis­chen den Geheimdiensten der bei­den Länder zu ver­stärken, sagte Simicskó.

Die Türkei habe eine der stärk­sten Armeen unter den Verbündeten Ungarns und fügte hinzu, dass sie sich darauf einigten, die Zusammenarbeit der Armee durch gemein­same Militärübungen und Trainingseinheiten zu verbessern. Simicskó informierte seinen Kollegen über einen zehn­jähri­gen Entwicklungsplan für Ungarn, der wichtige Entwicklungen der Verteidigungsindustrie berück­sichtigt. Die Türkei hat eine wichtige Verteidigungsindustrie, und Ungarn plant, sich auf türkisches Know-how und Erfahrung zu ver­lassen, sagte er.

Die his­torische Vergangenheit der bei­den Länder stand eben­falls auf der Tagesordnung, ein­schließlich der Ereignisse des Ersten Weltkriegs. Simicskó sagte, sein Kollege schlug vor, ein würdi­ges Denkmal in Gallipoli zu bauen, wo eine ungarische Einheit neben der türkischen Armee kämpfte. Nurettin Canikli sagte, die Türkei unter­stütze die Position Ungarns zur ille­galen Migration und werde alle Anstrengungen unternehmen, um den Migrationsdruck auf Ungarn zu ver­ringern.

Die Türkei kämpfe seit vierzig Jahren gegen den Terrorismus, sagte er. Die türkischen Streitkräfte wer­den nicht nach­lassen, bis alle Gebiete von Terroristen gere­inigt sind, fügte er hinzu. „Die Türken sind enge Freunde der Ungarn“ und die Beziehungen seien nicht von irgendwelchen Problemen belastet, sagte er. In allen aktuellen Angelegenheiten teilen die bei­den Länder die gle­ichen Ansichten, fügte er hinzu.

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