Ungarischer Außenminister Szijjártó: Die Aufrechterhaltung der V4 ist ein mitteleuropäisches Anliegen

Quelle: MTI

Die Visegráder Gruppe ist zur Zeit die  sich wirtschaftlich  am schnell­sten entwick­el­nde Region der Europäischen Union, die Aufrechterhaltung der Kooperation liegt im Interesse Mitteleuropas.

Der ungarische Außenminister, Péter Szijjártó führte eine Besprechung mit seinem Gastgeber, dem tschechis­chen Außenminister, Tomás Petrícek in Prag.

„Die Zusammenarbeit der Visegrád-Staaten ist auch weit­er­hin das stärk­ste und effek­tivste Bündnis der Europäischen Union: ihre Aufrechterhaltung ist ein­deutig ein mit­teleu­ropäis­ches Anliegen.”

Das Hauptthema der tschechisch-ungarischen Verhandlungen waren die Visegráder Kooperation, die Migrantenkrise und die bilat­eralen wirtschaftlichen Beziehungen. Wie Minister Szijjártó betonte, die wirtschaftliche Entwicklung der Europäischen Union würde in Zukunft aus der Visegráder Region her­vorge­hen, das sei leicht aus den sta­tis­tis­chen Zahlen nachzu­vol­lziehen.

Das Volumen des ungarisch-tschechis­chen Handels näherte sich schon an die Summe 10 Tausend Euro an – meinte der Minister. Er betonte , dass die tschechis­chen Investoren eine immer größere Rolle auch in der ungarischen Wirtschaft spiel­ten. Als Beispiel erwäh­nte Szijjártó die mit dem tschechis­chen Regierungschef ver­bun­de­nen Lebensmittelunternehmen. In Tschechien betreibt ja das ungarische Unternehmen Mol das zweit­größte Tankstellennetz.

Nach den Verhandlungen nan­nte Tomás Petrícek die Beziehung von Prag und Budapest prob­lem­los, und sagte, dass Tschechien ihre Entwicklung für außeror­dentlich wichtig hält. Auch Péter Szijjártó betonte,dass Ungarn in einem starken Tschechien inter­essiert sei.

„In den europäis­chen Debatten stell­ten wir klar, dass die Migration nicht organ­isiert, son­dern gestoppt wer­den soll”- stellte Szijjártó fest, laut ihm wür­den die Visegráder Länder in der Lösung des Problems der Migration eine Schlüsselrolle spie­len.

Der Chef der ungarischen Diplomatie kri­tisierte den Migrationspakt der Vereinten Nationen, das, laut ihm, eine enorme Gefahr bedeute: es bew­erte die Migration als Menschenrecht, und löse den Unterschied zwis­chen der ille­galen Migration und der legalen Einwanderung auf. Der Migrationspakt wurde bisher von fünf Ländern abgelehnt, darunter auch von Ungarn und Tschechien.

Am Treffen war die Rede auch von der Christenverfolgung . Laut Szijjártó ist es im 21. Jahrhundert unzuläs­sig, irgend­je­man­den wegen seiner Religion zu ver­fol­gen. Dagegen müsse man mit allen Mitteln auftreten – so der ungarische Außenminister.

Er erin­nerte daran, dass das Christentum die am meis­ten gefährdete religiöse Gruppe auf der Welt sei. „Es ist schreck­lich es bloß auszussprechen, aber 80% der weltweit getöteten und ver­fol­gten Menschen sind Christen” – wies der ungarische Außenminister auf diesen Brennpunkt hin. Er bemerkte, dass weltweit 215 Millionen Christen Verfolgung und Schikanen erlei­de­ten.

Die Analysen zeigten – führte Szijjártó aus – dass im Hintergrund der Verfolgung, in den meis­ten Fällen die unter­drück­ende Kraft  des religiösen Nationalismus und die stufen­weise, unun­ter­broch­ene Expansion des islamis­chen Radikalismus stünde.

Deshalb sei die Frustration der nach Europa kom­menden Massen ein schwieriges Problem . Da die Kultur der ille­galen Einwanderer völ­lig anders sei, als die der Europäer, wür­den par­al­lele Gesellschaften enste­hen, weil die Einwanderer Integration in die europäis­che Kultur ablehnen wür­den, und die hiesi­gen Regeln und Bräuche mis­sachten und ablehnen wür­den.

„Für uns Ungarn bedeutet das Christentum – neben den the­ol­o­gis­chen und dog­ma­tis­chen Traditionen – eine gesellschaftliche Einrichtung, welche seit mehr als Tausend Jahren die Frage der Würde, der Familie, der Nation und der Kirchen bes­timmt” – erk­lärte der ungarische Außenminister.

Quelle: 888.hu/article-szijjarto-a-visegradi-egyuttmukodes-fenntartasa-kozep-europai-erdek

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