162 Milliarden Forint Gewinn brachte das Niederlassungsanleihenprogramm für Fidesz-nahe Firmen

Quelle: MTI

Nach fast zwei Jahre andauernden Gerichtsprozessen bekam der Journalist des Webportals G7 vom Staatlichen Staatsschuld-Koordinationszentrum (ung. ÁKK) die genauen Zahlen bezüglich des Niederlassungsanleihenprogramms. Aus diesen wird es klar, dass die Fidesz-nahen, an Offshore-Orten registrierten (abgesehen von einer) Vermittlerfirmen dank des massenhaften Einwanderungsprogramms der Orbán-Regierung einen Gewinn von 162 Milliarden Forint (cirka 500 Millionen Euro) verbuchen konnten –  schreibt G7.hu.

Davon waren 102 Milliarden Forint (~310 Millionen Euro) die Dienstleistungsgebühren, die von den Ausländern bezahlt wurden, hinzu kamen noch 60 Milliarden Forint an Zinsen (182 Millionen Euro), die die ungarischen Steuerzahler einbüßen. Die ersten Staatspapier-Serien verfielen letzte Woche, der ungarische Staat überwies 34,7 Milliarden Forint (106 Millionen Euro) an die Konten solcher Unternehmen, die auf den Kaimaninseln, in Liechtenstein, auf Zypern, Malta und in Singapur eingetragen sind. Zum Weihnachtsgeschenk der Offshore-Firmen trugen die ungarischen Steuerzahler in Höhe von mehr als 4 Milliarden Forint (12 Millionen Euro) bei.

Aus dem Niederlassungsprogramm profitierte der Staat nicht, sondern wegen den zu hohen Zinsen verlor er etliche Milliarden Forint, laut der Studie von Transparency International betrug der Verlust exakt 21 Milliarden Forint, was Ungarn infolge des Niederlassungsprogramms einzubüßen hat. Einen Gewinn machten damit ausschließlich Fidesz-nahe Vermittlerfirmen (in Wert von 63 Millionen Euro).

Durch das Niederlassungsprogramm erlangten durch den Ankauf durch die Vermittlerfirmen 6543 Ausländer eine lebenslange Aufenthalts- und Niederlassungserlaubnis. Weitere 13 312 Personen bekamen in der Kategorie „Familiennachzug” ungarische Dokumente ausgestellt.

Bekannt wurde auch, dass die Statistiken des ÁKK und des Asylamtes nicht im Einklang stehen: aus dem System fehlen 332 Staatspapiere. Beim AKK wurden Anleihen im Namen von 6543 Personen in den letzten vier Jahren eingetragen, aber das Asylamt weiß nur von 6211. Das könnte die abweichenden Daten der zwei Organe erklären, jedoch nach der Schätzung der Online-Zeitung G7 sind weitere 30 Anleihen auch physisch spurlos verschwunden.

Quelle: https://index.hu/gazdasag/2018/12/21/162_milliardot_hozott_fidesz-kozeli_cegeknek_a_letelepedesi_kotvenyprogram/

Mehr dazu: http://unser-mitteleuropa.com/2016/11/05/ungarn-orban-regierung-wirbt-weiterhin-mit-residenzanleihen-um-reiche-zuwanderer/

Die Einwanderungsanleihen Orbáns bedrohen den ganzen europäischen Raum