Die ideo­lo­gi­schen Krisen der EU lassen die Preise steigen

Während die Energiepreise dank "grüner" Energie steigen, kämpft die Wirtschaft ums Überleben. | Bild: shutterstock

Von REDAKTION |Die derzei­tigen Krisen der EU lassen sich alle­samt auf ideo­lo­gi­sche Krisen zurück­führen. Anders ausge­drückt fährt die EU gerade wegen ihrer unsin­nigen Para­digmen gegen die Wand.

Das „Liefer­ket­ten­pro­blem“

 

Dieses Problem ist eine unmit­tel­bare Folge der absurden Auswüchse der „Globa­li­sie­rung“. Globa­li­sie­rung im weitesten Sinne gab es seit ewigen Zeiten, jedoch war es in der Vergan­gen­heit nie der Fall, dass die Wirt­schaft derart extrem von Zulie­fe­rungen aus anderen Welt­ge­genden abhängt. Beispiels­weise ist es derzeit nicht einmal möglich in Europa Fahr­räder auf tech­ni­schem Letzt-Stand zu produ­zieren. Selbiges gilt für die Auto­in­dus­trie, die ohne Mikro­con­troller aus Asien keine Fahr­zeuge produ­zieren kann. Die Beispiele lassen sich endlos fort­setzen. Doch wie kam es dazu?

Diese Entwick­lung begann Anfang der Neun­ziger Jahre – etwa zur selben Zeit wie die Grün­dung des IPCC (Inter­go­vern­mental Panel on Climate Change) durch die Elimi­nie­rung der Zoll­schranken, wodurch asia­ti­sche Produ­zenten mit ihren billigen Arbeits­kräften extrem begüns­tigt wurden. Einer­seits steckte das alte Geschäfts­mo­dell dahinter, irgendwo billig einzu­kaufen und woan­ders teurer zu verkaufen.Andererseits offen­barte sich aber auch die Idee einer globalen Welt­ord­nung bis hin zu einer Welt­re­gie­rung hinter dieser Entwick­lung. Die EU begreift sich ja als Keim­zelle dieser neuen globalen Ordnung. In dieser globalen Welt­ord­nung ist es dann aber, abge­sehen von den Distanzen, egal wo etwas produ­ziert wird. Offen­sicht­lich wurde versucht, den Gedanken der ‚Einen Welt‘ und einer Welt­re­gie­rung über die erzwun­gene wirt­schaft­liche Verzah­nung der welt­weiten Produk­tion auf Schiene zu bringen.

Die UNO verfolgt ja über den IPCC durch die Propa­gie­rung des Klima­schwin­dels (siehe www.klimaschwindel.net) das gleiche Ziel: Durch die Postu­lie­rung einer globalen Gefahr durch den fälsch­lich behaup­teten menschen­ge­machten Klima­wandel soll die Notwen­dig­keit einer globalen Gover­nance insi­nu­iert werden.

Viel­fach wird die Corona „Pandemie“ für das Liefer­ket­ten­pro­blem verant­wort­lich gemacht, jedoch ist sie nur ein Auslöser, der die Anfäl­lig­keit dieser globalen wirt­schaft­li­chen Verzah­nung offen­kundig gemacht hat. Eine kurz- oder mittel­fris­tige Lösung gibt es nicht. Insbe­son­dere die Chip­pro­duk­tion lässt sich nicht inner­halb weniger Jahre in Europa ausweiten. Im Endef­fekt wird dieses Problem auf stei­gende Preise dieser Bauteile hinauslaufen.

Die Ener­gie­krise

Die Ener­gie­krise, die sich momentan in exor­bi­tant stei­genden Strom und Gaspreisen an den entspre­chenden Börsen mani­fes­tiert, haben klarer Weise eben­falls ideo­lo­gi­sche Ursa­chen. Diese Ener­gie­börsen wurden durch die kartell­recht­liche Zerschla­gung der tradi­tio­nellen Versorger notwendig. Vorder­gründig sollten die Strom­preise dadurch trans­pa­renter werden, indem die natür­li­chen Mono­pole dieser Versorger elimi­niert wurden.
Der wahre Grund hinter dieser Zerschla­gung der tradi­tio­nellen Versorger lag darin, deren Markt­macht zu brechen und somit einen Durch­griff der Politik auf die Gestal­tung der Ener­gie­ver­sor­gung zu ermög­li­chen, was wiederum eine Grund­vor­aus­set­zung für die soge­nannte „Ener­gie­wende“ war. Insbe­son­dere ist die Einfluss­nahme des „Marktes“ und der Politik für die tech­nisch extrem komplexen Strom­netze kata­stro­phal für deren zuver­läs­siges Funk­tio­nieren, was wiederum eine Grund­vor­aus­set­zung für die Funk­tion der ganzen Wirt­schaft und unserer Gesell­schaft ist.

Der Gipfel der Dreis­tig­keit und Igno­ranz gegen­über tech­ni­schen Notwen­dig­keiten der Strom­netze war wohl die Imple­men­tie­rung des Erneu­er­bare-Ener­gien-Gesetz. Dieses rein ideo­lo­gisch mit dem Klima­schwindel begrün­dete Gesetz, gefährdet in letzter Konse­quenz die tech­ni­sche Funk­tio­na­lität der Stromnetze.

Die exor­bi­tant stei­genden Strom­preise sind wohl eine Reak­tion des „Marktes“, oder besser gesagt der Strom­ver­brau­cher auf die reale Gefahr von Netz­zu­sam­men­brü­chen oder zumin­dest lokalen Strom­ab­schal­tungen (Brow­nouts). Die innere Logik hinter diesen Strom­preis­er­hö­hungen ist letzt­lich die, dass der aus inter­mit­tie­renden Produ­zenten erzeugte Strom wegen der Notwen­dig­keit von Strom­spei­chern oder Reser­ve­kraft­werken extrem teuer werden muss, wenn man an dem unsin­nigen Glauben an einer Strom­ver­sor­gung aus Wind­rä­dern und Photo­vol­ta­ik­an­lagen festhält.

In wunder­samer Weise offen­barten die Staa­ten­lenker der EU plötz­lich einen Funken Rest­ver­stand, indem sie Gas und Atom­kraft als „grün“ taxierten. Zwar sind diese Ener­gie­träger im herkömm­li­chen Sinn alles andere als „grün“, aber offenbar hat es sich bis in den Brüs­seler Elfen­bein­turm herum­ge­spro­chen, dass den Strom­ver­sor­gern in Europa dank der „Ener­gie­wende“ das Wasser bereits bis zur Ober­kante der Unter­lippe steht. Insbe­son­dere Deutsch­land wird nach dem Abschalten seiner letzten drei Atom­kraft­werke zur Jahres­wende im heurigen Jahr zum Netto­strom­im­por­teur und somit zur Last für alle anderen Staaten der EU.

An der Strom­preis­rallye wird sich dadurch aller­dings nichts ändern, denn zusätz­liche Atom­kraft­werke sind in der nächsten Dekade bedeu­tungslos und Gas wird eben­falls brutal teurer, unter anderem auch wegen der Energiewende.

Trotzdem ist der Schwenk, den die EU-Kommis­sion in diesem Fall voll­zieht, beach­tens­wert. Schon wittern einige Kommen­ta­toren in den Main­stream-Medien eine Abkehr vom Pfad der Tugend (z.B.: www.rnd.de/politik/green-deal-grosser-schwindel-der-eu-atomkraft-und-erdgas-befristet-als-nachhaltig-eingestuft-TW2XGRYUAFAKTKGHQQB4YGRLP4.html).
Fällt einmal ein Domi­no­stein im ideo­lo­gi­schen Kanon, so könnten weitere folgen. Schon wird man unwill­kür­lich an das Ende der Sowjet­union erin­nert. Damals glaubte die große Mehr­heit der Funk­tio­näre nicht mehr an den Kommu­nismus. So war es Gorbat­schow möglich, die Kommu­nis­ti­sche Partei Schritt für Schritt zu entmachten. Es wird zwar keinen EU-Gorbat­schow geben, aber es gibt vor allem in den osteu­ro­päi­schen Staaten viele Abweichler, die man auf Dauer nicht igno­rieren kann.

Der EU-Nomen­kla­tura geht es letzt­end­lich nur um den Macht­er­halt. Wenn die vorherr­schenden ideo­lo­gi­schen Para­digmen dazu nicht mehr taugen, ist man offenbar bereit, diese über Bord zu werfen.





3 Kommentare

  1. Einst gab es in jedem mittel­eu­ro­päi­schen Haus einen Vorrats­keller, und Wohnungen waren mit einer Vorrats­kammer ausge­stattet. Klein­firmen hatten ein Magazin und Groß­be­triebe ein Lager.

    Bis auf Elek­tri­zität wurden bevor­zugt vor allem die Teile bevor­ratet, die einen gere­gelten Ablauf unter­bra­chen, wenn sie ausfielen. Dabei fielen Lager­kosten an, die man ab 1960 künst­lich hoch rech­nete, und die man einsparen wollte. Kühne Betriebs­wirte gaben die Lager­kosten mit 20% der Produk­ti­ons­kosten an.

    Damals gab man im mittel­stän­di­schen Produk­ti­ons­be­trieb vor, daß von den Betriebs­kosten 2/5 für Mate­rial, 1/5 für Lohn, 1/5 für Gemein­kosten und 1/5 für das Lager entfallen. Heute gilt: 60% Produk­ti­ons­kosten, 20% Gemein­kosten und 20% Lohn­kosten. Demnach verdient der Malo­cher ohne Lager 5% mehr, als mit Lager, aber nur theoretisch.

    Um Lager­kosten zu sparen, hat man das Lager einfach auf rollende LKW verla­gert. Das fertige Mate­rial kommt von der Maschine auf den LKW und von dort , ohne Zwischen­halt, an den endgül­tigen Bestim­mungsort. Das Ergebnis sieht man Sonn­tags ab 22:00 Uhr auf der Auto­bahn, wenn kilo­me­ter­lange LKW-Schlangen anrollen, mal voll, mal leer.

    Wenn alle artig, fleißig und gesund sind, auch das Wetter und die Staus, dann klappt das mit dem „Rollenden Lager“. Wobei es hinsicht­lich der Kosten-Einspa­rung von 20% wohl eher beim Träumen und Wunsch­denken bleibt. Die LKW-Flotte ist einfach viel zu teuer und muß in Billig­lohn­länder verla­gert werden. Und die Stra­ßen­ver­kehrs­kosten wälzt man einfach auf die Bürger ab.

    Ich erlebte, wie vor Weih­nachten ein Klein­trans­porter wegen fehlender Magen­bitter in der Kauf­halle 60 km weit fahren mußte. Der Fahrer kam dann nach 3 Stunden mit nur 18 Mini­fla­schen retour. Weil es keinen Lager­leiter mehr gab, wurden zu Fasse­nacht statt 1.000 eben mal 10.000 Karne­vals­hüte ange­lie­fert. Tage­lang blockierten die Kartons den Verkauf. 

    Damals schüt­telten die einfa­chen Mitar­beiter noch mit dem Kopf. Diese Menschen wußten noch, daß man zwar Ware, aber nicht Energie spei­chern kann. Heute ist das alles ganz anders. Heute wird Elek­tri­zität im Lager gespei­chert, und die Ware kommt ganz entspannt aus der Steck­dose, äh dem LKW.

    • das ist wohl nur vorder­gründig das Haupt­pro­blem . Wenn ich sehe das z B China einen Mega Contai­ner­hafen stil­legt weil EIN Arbeiter auf Corona getestet ist und „zufällig“ ein Schiff lange den Suez­kanal blockiert und Mitar­beiter LKW Fahrer usw 2 Wochen in Karan­täne wegen Corona ausfallen und die „Unter­bre­chung der Liefer­ketten ein Punkt im Buch des Herrn Klaus Schwab ist , wundert mich nichts mehr = der große REset !

  2. Als die Schild­bürger erkannten das ihre Klug­heit sie ins Verderben führte, stellten sie sich dumm.
    Dumm­stellen kann man sich nur, wenn man klug ist.

    Nun ist die große euro­päi­sche Frage folgende: Sind die EU-Darsteller dumm, im Sinne eines natür­li­chen Mangel an Intel­li­genz, oder tun sie nur so?

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