Für Lauter­bach wäre Ende der Masken­pflicht im Fern­ver­kehr noch „zu früh“

Derart undisziplinierte Personen gehören laut Lauterbach aus den Zügen entfernt oder abgestraft.

Von PATRICK REITLER | Wenn es allein nach der FDP ginge, wäre die bundes­weite FFP2-Masken­pflicht im öffent­li­chen Fern­ver­kehr spätes­tens im Februar passé. Auch der grüne Gesund­heits­mi­nister Baden-Würt­tem­bergs ist dafür. Karl Lauter­bach (SPD) hält das noch für verfrüht.
 

Gesund­heits­mi­nister Karl Lauter­bach (SPD) hat in einem Gespräch mit der Illus­trierten „Stern“ am 11. Januar 2023 nicht ausge­schlossen, die Masken­pflicht im Fern­ver­kehr und in medi­zi­ni­schen Einrich­tungen schon vor dem 7. April zu kippen. Derzeit aber sei es wegen der ange­spannten Lage in den Kran­ken­häu­sern noch zu früh dafür, erklärte Lauter­bach. Die Kran­ken­häuser seien über­füllt. Die Gefahr, dass sich in den Kliniken neue Vari­anten des Corona-Virus entwi­ckeln könnten, solle nicht unter­schätzt werden, auch wenn das Risiko dafür „nicht groß“ sei.

Laut Infek­ti­ons­schutz­ge­setz (IfSG) gilt noch bis zum 7. April 2023 eine Pflicht zum Tragen einer FFP2-Schutz­maske im öffent­li­chen Fern­ver­kehr und in Gesund­heits­ein­rich­tungen. Die Bundes­re­gie­rung könnte dies mit einer einfa­chen Verord­nung ändern.

Bundes­ge­sund­heits­mi­nister Karl Lauter­bach (SPD) mit FFP2-Maske.Foto: über dts Nachrichtenagentur

FDP macht Druck

Bundes­ver­kehrs­mi­nister Volker Wissing (FDP) forderte am Abend des 11. Januar 2023, die bundes­weite FFP2-Masken­pflicht in öffent­li­chen Fern­bussen und Fern­zügen „so schnell wie möglich“ zu beenden. In der ARD-Talk­show „Maisch­berger“ erin­nerte Wissing daran, dass die Kontrolle in den Zügen der Bahn „auch eine Belas­tung für das Personal“ bedeute. Er sei über­zeugt, dass „wir das früher hinkriegen können“. Derzeit liefen Gespräche. Bundes­jus­tiz­mi­nister Marco Busch­mann (FDP) vertritt schon seit Längerem die Meinung, dass sämt­liche Corona-Maßnahmen vor dem 7. April beendet werden sollten.

Chris­tian Dürr, der Vorsit­zende der FDP-Frak­tion im Bundestag, verlangte nun eben­falls ein Ende der bundes­weiten Masken­pflicht im öffent­li­chen Personen-Fern­ver­kehr. Spätes­tens zum 1. Februar solle es so weit sein, sagte er in einem Inter­view mit den Zeitungen der Funke-Medi­en­gruppe. Dürr forderte Bundes­ge­sund­heits­mi­nister Karl Lauter­bach (SPD) auf, die Pflicht durch eine Empfeh­lung abzu­lösen. Es sei nicht mehr nach­zu­voll­ziehen, warum die Menschen „im ICE nach München“ eine Maske tragen müssten, „in der U‑Bahn vor Ort“ aber nicht, erklärte Dürr. Die FDP-Frak­tion habe aber stets den Stand­punkt vertreten, „dass Maßnahmen verständ­lich sein“ müssten, um auch akzep­tiert zu werden.

Grüner GMK-Chef für Ende im Februar

Auch der baden-würt­tem­ber­gi­sche Gesund­heits­mi­nister Manne Lucha (Grüne) macht sich mitt­ler­weile für ein Aus der Fern­ver­kehrs­mas­ken­pflicht im Februar stark. Es müssten möglichst einheit­liche Regeln in ganz Deutsch­land gelten, sagte er den Zeitungen der Funke Medi­en­gruppe. In seinem Bundes­land werde es im öffent­li­chen Nahver­kehr zum 31. Januar 2023 keine Trage­pflicht mehr geben. „Wenn jetzt die Masken­pflicht im Nahver­kehr fällt, sollte sie parallel auch im Fern­ver­kehr fallen“, forderte Lucha.

In medi­zi­ni­schen Einrich­tungen solle es aber bis auf Weiteres bei der Maske bleiben: „Vulnerable Gruppen brau­chen weiterhin einen beson­deren Schutz“, argu­men­tierte Lucha. Der grüne Gesund­heits­po­li­tiker hatte zum 1. Januar den Vorsitz in der Gesund­heits­mi­nis­ter­kon­fe­renz der Länder (GMK) übernommen.

Weitere Stimmen für Lockerungen

Dirk Flege, der Geschäfts­führer des Bran­chen­ver­bands „Allianz pro Schiene“, spricht sich schon seit Monaten gegen eine Masken­pflicht in Fern­zügen und ‑bussen aus. „Spätes­tens am 2. Februar, wenn mit Berlin und Bran­den­burg zwei weitere Bundes­länder die Masken­pflicht im Nahver­kehr aufheben, sollte sie auch im Fern­ver­kehr auslaufen“, sagte Flege dem Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­lands (RND). Flege wies darauf hin, dass die Masken­pflicht für Flug­reisen schon länger gefallen sei und die Mehr­zahl der Bundes­länder sie bereits für ihren ÖPNV abge­schafft hätten.

Martin Burkert, der Chef der Eisen­bahn- und Verkehrs­ge­werk­schaft (EVG), hatte sich nach einem Bericht der Zeitung „Welt“ bereits vor Wochen für ein bundes­weites Ende der Masken­pflicht in der Bahn stark­ge­macht. Ähnlich wie Verkehrs­mi­nister Wissing sieht er eine Belas­tung für das Bahn-Personal, das sich immer wieder Über­griffen zur Wehr setzen müsse. Zudem sei der „Regel-Flicken­tep­pich […] schlicht nicht mehr nachzuvollziehen“.

Der Viro­loge Prof. Hendrik Streeck hatte bereits vor einigen Tagen „die Masken­pflicht im Fern­ver­kehr“ als „nicht ziel­füh­rend“ und „Augen­wi­scherei“ bezeichnet. Im Fern­ver­kehr seien „nie große Infek­ti­ons­herde beob­achtet worden“ – „ganz im Gegen­satz zum Beispiel zu Bars oder Restau­rants, wo längst keine Einschrän­kungen mehr gelten“, sagte Streeck.

Er sei dafür, Kran­ken­häuser und Alten- oder Pfle­ge­heime „ihre eigenen Regeln“ für den Schutz ihrer Pati­enten erstellen zu lassen und auf bundes- oder landes­weite Rege­lungen zu verzichten. Aus viro­lo­gi­scher Sicht sei die Pandemie vorbei. Dass in Deutsch­land nur noch eine ende­mi­sche Lage besteht, hatten auch STIKO-Chef Thomas Mertens und der Charité-Chef­vi­ro­loge Prof. Chris­tian Drosten festgestellt.

Deutsch­land im Nahver­kehr zweigeteilt

Im Bereich des öffent­li­chen Personen-Nahver­kehrs (ÖPNV) liegt die Macht über eine Masken­pflicht bei den Bundes­län­dern. In Bayern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein exis­tiert schon seit Tagen bzw. Wochen keine solche Pflicht mehr. Die Landes­re­gie­rungen in Berlin, Bran­den­burg, Thüringen, Meck­len­burg-Vorpom­mern, Baden-Würt­tem­berg und Sachsen wollen sie bis spätes­tens Anfang Februar abschaffen.

Seit dem 12. Januar 2023 ist das poli­ti­sche Deutsch­land also in zwei große Regionen geteilt, was die Meinungen zur Abschaf­fung der Masken­pflicht im ÖPNV angeht: In sieben Bundes­län­dern im geogra­fi­schen Westen (Bremen, Hamburg, Nieder­sachsen, Nord­rhein-West­falen, Hessen, Rhein­land-Pfalz, Saar­land) gibt es noch keine konkreten Pläne für eine Abschaf­fung, im geogra­fi­schen Osten schon.

Noch kurz vor Weih­nachten hatten sich knapp zwei Drittel der Menschen in Deutsch­land gegen ein Ende aller Corona-Maßnahmen ausge­spro­chen. Das hatte eine YouGov-Umfrage ergeben. 52 Prozent wollten damals auch die Masken­pflicht im ÖPNV beibehalten .

Dieser Betrag erschien zuerst auf EPOCH TIMES


Bitte unter­stützen Sie unseren Kampf für Frei­heit und Bürgerrechte.
Für jede Spende (PayPal oder Bank­über­wei­sung) ab € 10.- erhalten Sie als Danke­schön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „CORONA-DIKTATUR? NEIN DANKE“ porto­frei und gratis! Details hier.


12 Kommentare

    • Und das ist noch Peanuts im Vergleich zu den viel­fa­chen Milli­arden die an die Phar­mafia gingen. Wann wird das endlich ange­pran­gert und samt Schul­digen beseitigt?

  1. Es ist unfaßbar, was die mit der ausge­dachten Krank­heit und der Maul­korb­pflicht welt­weit ange­richtet haben. 1. zeigt es ihre Macht, denn auch Königs­häuser tragen Maul­korb, das Zeichen der Unter­wer­fung und 2. die Erge­ben­heit aller Medien gegen­über diesem Narrativ und 3. die Dumm­heit der Masse bis auf wenige Aufklärer. Ich kenne Leute, die die Gesichts­windel „zu ihrem eigenen Schutz“ tragen. Einer solch willigen Masse kann man den Befehl geben, gemeinsam vom Hoch­haus zu springen.
    Und schauen wir auf den Befehls­geber: Eine nicht legi­ti­mierte Bundes­re­gie­rung, denn Wahlen sind seit 1956 ungültig, gibt die Befehle, an der Spitze des Gesund­heits­amtes ein solch elendes Häuf­lein Mensch wie dieser Lauter­bach. In was für eine bekloppte Zeit wurde ich hineingeboren!!!

    7
    1
    • Wer Sabber­latz trägt schützt sich in der Tat selbst – vor über­eif­rigen Bahn-Kontrol­leuren die als Gesin­nungs­täter einem nicht mal allein im Abteil einen ange­messen genos­senen Kaffee ohne Filter­tüte gönnen.
      Geht ja schließ­lich nur um Gesundheit!

      Und was Wahlen betrifft:
      Das ist wie im Super­markt. Es ist im Grunde nur eine Schein­aus­wahl aus der ausge­wählt werden kann, die eigent­liche Vorauswahl haben schon andere getroffen.
      So kommt es dann daß trotz vieler bunter Wahl­mög­lich­keiten das was man wirk­lich will und braucht nicht zu finden ist und einem nur ein großer Haufen Mist mit hoch­ge­ju­beltem Namen unter­ge­ju­belt werden soll.

    • Es gab immer diese ver-rückten Zeiten seit meines Erach­tens die AN-UNNA-KI hier auf den Plan traten – nur waren die Methoden damals anders und die Menschen weniger an der Zahl. Die Ver-rückten entwi­ckelten mit ihren Schergen ihre Methoden immer weiter und heute sind sie eben am heutigen Punkt ange­langt – Wahn­sinn kennt keine Grenzen in der Umset­zung seiner wahn­sin­nigen Ideen.

      Der Schlange muss der Kopf abge­schlagen oder zertreten werden – alles andere ist wie Symptom­be­hand­lung bei einer Krank­heit ohne die Wurzel der Krank­heit herauszureißen.

      Meines Erach­tens.

  2. „Noch kurz vor Weih­nachten hatten sich knapp zwei Drittel der Menschen in Deutsch­land gegen ein Ende aller Corona-Maßnahmen ausge­spro­chen. Das hatte eine YouGov-Umfrage ergeben. 52 Prozent wollten damals auch die Masken­pflicht im ÖPNV beibehalten.“

    Traue keiner Umfrage die man nicht selbst opti­miert hat, sondern lieber dem was man selbst draußen in urbaner Wild­bahn sieht:
    Selbst im stark schwatz­grün domi­nierten südwest­li­chen Ballungs­raum trägt kaum noch jemand den Sabber­fänger wenn es nicht (wie in Bus & Bahn) vorge­schrieben ist, und das gilt auch in den gutmensch­li­chen Hochburgen.
    Man muß schon in die anti­fan­tischrotz­grünen Brenn­punkte gehen wenn man noch ernst­hafte Coro­noia-Fana­tiker sehen will.

    Es ist aber schon auffällig daß die roten Hoch­burgen bis in den Unter­gang kein Ende finden wollen, während die ehema­ligen süddeut­schen Will­kür­re­gi­me­hoch­burgen von K‑Gruppen-Krätsch­ge­schwür & Södogan mitt­ler­weile ganz plötz­lich nichts mehr von ihren letzt­jäh­rigen Schand­taten wissen wollen.

    Abr es war sowieso eine rien poli­ti­sche Entschei­dung anno 202 von den Sabber­fän­gern abzu­raten, dann nur einfache 08/15-Teile zu empfehlen, um dann zum Kaffee­fil­ter­tü­ten­diktat selbst im Freien zu wech­seln. Ob die nun einen selbst oder andere schützen ist auch unklar, und daß man sie nun wieder abschafft ist auch völlig beliebig.
    Ging ja eh nie um Gesund­heit, sonst hätte man von Anfang an nicht um Gesund­heit, denn dann hätte man Medizin und Wissen­schaft betrieben anstatt durch­schau­bare Behaup­tungen als abso­lute Wahr­heit darzu­stellen und erkennt­nis­ori­en­tierte Experten wie Pürner konse­quent auszuschalten.

  3. Er kann gerne weiter Maske tragen.

    Am besten für alle Deut­schen zu selben Zeit.
    Also, wenn er 82 Millionen Masken über­ein­ander trägt, dann ist er gut gegen denn Coro­na­virus geschützt.
    Und ja nicht vergessen: Alle 3 Monate eine neue Schutz­imp­fung für Karlchen.
    Hilft zwar real gesehen nix, aber wenn er es glaubt…

    10
    • Nur alle 3 Monate? Nein, alle 3 Minuten!
      Die massen­haft von ihm bestellten Spritz­mittel müssen schließ­lich weg, und nirgendswo schützen sie die Volks­ge­sund­heit stärker als wenn man sie im Karlatan endlagert.

  4. Lauter­bach würde viel­leicht auch noch eine Masken­pflicht beim Geschlechts­ver­kehr einführen, zumin­dest in bestimmten Etablissements.

    7
    1

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein