Polni­sche Unter­nehmer wollen ihr Geschäft öffnen: „keine Rebel­lion, sondern Verzweiflung“

Beispielsbild · Foto: Karolina Grabowska / Pixabay

Der 17. Januar markiert in Polen das Ende der soge­nannten natio­nalen Quaran­täne. Die Regie­rung hat jedoch bereits eine Verlän­ge­rung der bestehenden Beschrän­kungen ange­kün­digt. Dies bedeutet, dass Hotels, Restau­rants, Schwimm­bäder und Skipisten weiterhin geschlossen bleiben. Viele Unter­nehmer sehen sich zuneh­mend mit der Gefahr eines Bank­rotts konfrontiert.

Die Unter­nehmen in den Goralen (das Winter­sport­ge­biet rund um Zako­pane) haben die Nase voll von den staat­li­chen Einschrän­kungen aufgrund der Epidemie. Kürz­lich fand in Zako­pane ein Protest von Unter­neh­mern aus Podhale statt, die ankün­digten, dass sie ihre Geschäfte trotz der Einschrän­kungen öffnen werden.

  • „Beschrän­kungen sind verfas­sungs­widrig und illegal. Wir stehen im Rahmen des Gesetzes, und die Regie­rung ist ein Rebell. Wir wollen uns nicht der Rebel­lion der Regie­rung anschließen“, kommen­tierte heute Sebas­tian Pitoń, der Initiator der Protest­ak­tion „Góral­skie Veto“.
  • „Das ist keine Rebel­lion, das ist Verzweif­lung. Diese Menschen haben nicht mehr die Mittel, um zu leben und ihre Unter­nehmen und Mitar­beiter zu unter­halten. Ich denke nicht daran, ein Geschäft wieder aufzu­sperren, denn diese Möglich­keit habe ich gar nicht. Mit den riesigen Krediten, die wir haben, könnte ich mir nur selbst schaden. Ich würde das Vertrauen in mich selbst verlieren, andere Menschen würden das Vertrauen in mich verlieren“, sagte Tadeusz Golę­biewski, Besitzer einer Hotel­kette, im Fernsehen.
  • „Nach den jüngsten Ankün­di­gungen der Regie­rung dachte ich, dass es sehr schwer sein würde, zu über­leben. Ich dachte auch, dass sie ein besseres Verständnis haben und wissen, ob es lebens­be­droh­lich ist oder nicht. Meiner beschei­denen Meinung nach ist es auf Skipisten eher schwierig, sich anzu­ste­cken, genau wie in Hotels, wo auf Hygiene und Sauber­keit geachtet wird. Natür­lich ist es leicht, sich in einer Disco anzu­ste­cken – es gibt solche Orte und solche Veran­stal­tungen. Es ist sehr schwierig, die Frage zu beant­worten, ob es besser ist, jemanden zu infi­zieren oder in Konkurs zu gehen“, fügte der Geschäfts­mann hinzu.

Quelle: Do Rzeczy


1 Kommentar

  1. Man darf nicht vergessen, daß auch die polni­schen „Eliten“, einschließ­lich der PiS, genauso am Gängel­band der Globa­listen laufen wie unsere Bonzen. Daß sie manchmal betont „natio­nale“ und konser­va­tive Töne spucken, ist poli­ti­sche Falsch­mün­zerei, um ihre patrio­ti­schen Wähler irrezuführen.
    Man willauch in Polen den gerade erst im Entstehen begrif­fenen ruinieren und die Menschen demü­tigen und versklaven – in dieser Hinsicht gibt es keinen Unter­schied zu Schland.

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