Tsche­chen sind kriti­scher gegen­über der EU-Mitglied­schaft als andere V4-Staaten

EU-Flagge wird am Hradschin gehisst · Bildquelle: radio.cz

Die Öffent­lich­keit in Tsche­chien, Ungarn, Polen und der Slowakei unter­scheidet sich auch in ihrer Haltung gegen­über den Verei­nigten Staaten und Russland

Die Bürger der Visegrád-Gruppe, einem Zusam­men­schluss der Tsche­chi­schen Repu­blik, der Slowakei, Ungarns und Polens, haben unter­schied­liche Ansichten über die Mitglied­schaft ihrer Länder in der Euro­päi­schen Union, wobei die Tsche­chen die am wenigsten posi­tive Meinung vertreten. Die Öffent­lich­keit in allen vier Ländern hat auch eine unter­schied­liche Einstel­lung zu den Verei­nigten Staaten und Russ­land, so die Meinungs­um­frage des Insti­tuts für öffent­liche Ange­le­gen­heiten (IVO) in Bratislava.

Nur 41 Prozent der Tsche­chen bezeich­neten die Mitglied­schaft ihres Landes in der EU als eine gute Sache, in der Slowakei waren 57 Prozent dieser Meinung, in Ungarn 59 Prozent und in Polen bis zu 68 Prozent der Bevölkerung.

„Die tsche­chi­sche Öffent­lich­keit hebt sich auch mit einem hohen Anteil ausdrück­lich nega­tiver Meinungen zur EU-Mitglied­schaft vom Gesamt­bild der Visegrád-Gruppe ab – fast 30 Prozent der Befragten halten sie für eine schlechte Sache“, so die Autoren der Studie.

Die Visegrád-Gruppe wird von ihren Bürgern als wichtig angesehen

Die V4-Länder unter­scheiden sich auch in ihrer Haltung gegen­über den USA und Russ­land. In Polen genießen die USA das größte Vertrauen in der Bevöl­ke­rung, während die Slowakei auf der anderen Seite der Skala steht. Im Gegen­satz dazu wird Russ­land von den Slowaken am besten und von den Polen am schlech­testen wahr­ge­nommen. Die Umfrage bestä­tigt das hohe gegen­sei­tige Vertrauen von Tsche­chen und Slowaken.

Die meisten Einwohner der genannten Länder bezeich­neten die V4-Grup­pie­rung als wichtig und nannten Wirt­schaft und Handel als wich­tigsten Bereich der regio­nalen Zusam­men­ar­beit. Weitere Prio­ri­täten sollten nach Ansicht der Tsche­chen die Zusam­men­ar­beit im Bereich Sicher­heit und Vertei­di­gung sein, während die Slowaken und Polen die Möglich­keit sehen, den Tourismus zu entwickeln.

Die Umfrage unter einer reprä­sen­ta­tiven Stich­probe der Bevöl­ke­rung in den vier mittel­eu­ro­päi­schen Ländern wurde in diesem Früh­jahr durch­ge­führt, als die zweite starke Welle der Coro­na­virus-Infek­tion in der Region ihren Höhe­punkt erreichte. Die Leis­tung ihrer Regie­rung im Umgang mit der Covid-19-Epidemie wurde von der unga­ri­schen Bevöl­ke­rung am besten bewertet. Die Slowaken gaben die schlech­teste Bewer­tung für ihre Regie­rung ab, und zwar für das Kabi­nett von Minis­ter­prä­si­dent Igor Matovič, der nach der Koali­ti­ons­krise vom Amt des Minis­ter­prä­si­denten zurücktrat.

Quelle: Eurozpravy.cz


1 Kommentar

  1. In den Visegrad-Staaten wird sich die goldene Zukunft Europas entwi­ckeln. Der Westen Europas wird aufgrund seiner Tole­ranz, seiner sitt­lich und mora­lisch verwerf­li­chen „Werte“ untergehen.

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