Ungarische Schüler können künftig gratis ins Ausland fahren

Die ungarische Regierung hat eingelenkt: ungarische Schüler können jetzt gratis ins Ausland fahren

Das Program „Határtalanul!” („Ohne Grenzen“) soll für Schüler ganz gratis wer­den. Früher gab es Probleme damit, dass an der Teilnahme inter­essierte Schüler die Verpflegung, Eintrittskarten oder auch die Reiseversicherung nicht bezahlen kon­nten. Auf nach­haltiu­gen Druck der Jobbik hat das zuständige Ministerium jetzt offen­bar ein­ge­lenkt und wird zukün­ftig auch diese Kosten übernehmen.

Im Rahmen des Programmes „Határtalanul!” wurde seit Jahren ungarischen Schülern der siebten Klasse die Möglichkeit geboten, sich für eine gren­züber­schre­i­t­ende Reise in die Gebiete der von Ungarn abges­pal­teten (aber eth­nisch ungarischen) Landesteile zu bewer­ben, um auf diese Weise diese Gebiete ken­nen­zuler­nen sowie Bekanntschaften und Freundschaften für die Zukunft zu schließen. Das Program war aber bisher nicht ganz umsonst, da Verpflegung, Eintrittskarten und vor allem die nicht eben bil­li­gen Reiseversicherungen von den Eltern bvezahlt wer­den mussten. Diese Mehrkosten von oft mehreren zehn­tausend Forint haben für manche Schüler bedeutet, dass sie an dem Program nicht teil­nehmen kon­nten.

Der Parlamentsabgeordnete der Jobbik István Szávay hatte sich bere­its öfters an das zuständige Ministerium mit der Forderung gewandt, die Regierung möge auf­grund des  Gleichheitsgrundsatzes alle tat­säch­lich entste­hen­den Kosten der Schüler übernehmen. Im Mai ver­sprach Staatssekretär Bence Rétvári, dass das Ministerium bei der Ausschreibung im kom­menden Schuljahr auch die Rückerstattungsansprüche für Verpflegungs-, Eintritts- und Reiseversicherungskosten übernehmen werde, sofern die Schulen darum ansuchen.

István Szávay schrieb daraufhin alle ungarischen öffentlichen Lehranstalten, die sich an der Ausschreibung des Programmes „Határtalanul!” beteili­gen, an, um die Schulleiter dazu zu motivieren, dass sie diese Finanzierungsfragen kün­ftig in ihren Anträgen berück­sichti­gen mögen. Wie es scheint, hat diese Aufforderung nun­mehr konkrete Früchte her­vorge­bracht.

Während der Plenarsitzung des ungarischen Parlamemts am ver­gan­genen Mittwich antwortete Bence Rétvári auf die Anfrage von István Szávay, dass man die ver­rechen­baren Posten erweit­ern werde und im Ministerium eben an den let­zten Details eines entsprechen­den Projektplanes arbeite.

István Szávay schreibt dazu auf seiner Homepage, dass es das Ziel der Jobbik sei, dass jedes ungarische Kind min­destens ein­mal in seinem Leben vol­lkom­men kosten­los eine ungarische Volksgruppe ausser­halb der Grenzen des heuti­gen Ungarns besuchen könne; dies solle jedoch weder die Familien noch die Pädagogen mit zusät­zlichen admin­is­tra­tiven oder finanziellen Belastungen belas­ten.

Ein wichtiger Schritt zur Erhaltung des vok­s­tumsmäßi­gen Zusamnmenhangs trotz tren­nen­der Staatsgrenzen, meinen wir!

Quelle: alfahir.hu/belement_a_kormany_teljesen_ingyenesen_mehetnek_kulhonba_a_magyar_diakok

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