Schweinefleischverbot in Salzburger Kindergärten

flickr.com/ www.ocg.at (CC BY-ND 2.0)

Laut einem Beitrag des öster­rei­chi­schen Privatsenders „ServusTV“ wur­den in Salzburg auf unbe­stimmte Zeit sämt­li­che Speisen mit Schweinefleisch vom Menüplan der städ­ti­schen Kinderbetreuung gestri­chen. Grund dafür ist der „Respekt vor der mus­li­mi­schen Kultur“.

„Das Büro der zustän­di­gen Vizebürgermeisterin Mag. Anja Hagenauer (SPÖ) bestä­tigt diese angeb­lich schon län­ger gül­tige Vorgabe und ver­weist unter ande­rem auf die Bedürfnisse mus­li­mi­scher Kinder“, heißt es in einer Presseaussendung der „SERVUS Nachrichten“. Trotz mehr­fa­cher Anfragen des Privatsenders, konnte man die Vizebürgermeisterin nicht zu einer wei­te­ren Stellungnahme bewe­gen. Die Eltern der betrof­fe­nen Kinder reagie­ren über­wie­gend ableh­nend.

Die Reaktionen aus der Politik lie­ßen nicht lange auf sich war­ten. Von der FPÖ gab es wie zu erwar­ten große Empörung („Das ist ein Versuch, für Zuwanderer ein ent­spre­chen­des Essensangebot zu schaf­fen“), und auch die ÖVP zeigte sich kurz vor dem anste­hen­den Wahlkampf uner­freut über das „Schweinefleischverbot“ (Der nicht gerecht­fer­tigte „Schnitzel-Erlass“ muss „umge­hend“ zurück­ge­nom­men wer­den). Die SPÖ leug­nete zunächst die Vorwürfe und bezeich­nete die Berichterstattung als „fal­sche Story“.

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