Orbán spielt in der Roma-Angelegenheit mit falschen Karten

Foto: Facebook-Seite von Viktor Orbán

Bei den Wahlen feilscht Fidesz wie auf dem Markt um die Roma-Stimmen, auch der aus dem Geld der Steuerzahler unter­stützte Geld-ver­schwin­den-las­sen-Zauberkünstler Flórián Farkas wird dafür gehal­ten, um die Zahl der Minderheitentimmen zu maxi­ma­li­sie­ren.  Am Donnerstag erwähnte Viktor Orbán jedoch die Miskolcer Ansiedlung der Roma als ein erschre­cken­des Beispiel.

„In Miskolc wis­sen die Menschen, was Einwanderung bedeu­tet. Hier gab es einen Präzedenzfall, als Menschen von außen in diese Stadt mas­sen­weise ein­wan­der­ten. Sie sahen, was sich dar­aus ergab. (…). Diese Menschen, die sich hier nie­der­lie­ßen, kamen aus dem Gebiet Ungarns nach Miskolc.” – erklärte der Ministerpräsident im Miskolcer Stadtfernsehen.

Dem Organ HVG reagierte der Vorsitzende der Miskolcer Roma-Nationalitätenselbstverwaltung auf die Worte Orbáns, wel­che er als „unver­tret­bare Hetze gegen die Roma” bezeich­nete.

„Ich bin dar­über zutiefst empört, dass der Ministerpräsident Ungarns das unga­ri­sche Zigeunertum Migranten nennt, und die­ses auf die­ser Weise stig­ma­ti­siert. (…) Alles beginnt mit Worten. Anschließend seien wir nicht über­rascht, wenn kör­per­li­che Angriffe, Überfälle auf die Roma-Bevölkerung nach die­ser Aussage pas­sie­ren” – sagte Váradi und ergänzte: er erwarte, dass sich der Ministerpräsident ent­schul­dige.

Dass Orbán und sein Kreis in der Roma-Angelegenheit tak­tisch vor­ge­hen, zeigt gut, dass das Webportal Alfahír ein Video auf ihrer Seite ver­öf­fent­lichte, auf dem zu sehen ist, dass der Vorsitzende der Roma-Selbstverwaltung von Sajószentpéter, der Politiker der Fidesz-nahen Roma-Organisation Lungo Drom, László Szilárdi einen Einheimischen zur Unterstützung von Fidesz bewegt.

„Nur Fidesz und Zoltán Demeter! Roma sol­len nur auf Fidesz abstim­men, das ist das Wesentlichste (…). Gábor Vona ist ein Faschist, der die Zigeuner ermor­den las­sen will (…). Gehen wir am 8. April zu den Wahlen, Fidesz und Zoltán Demeter, wir dan­ken viel­mals, nur so wei­ter!” – so lau­tet das im Video Gesagte.

Das beweist, dass wenn man Stimmen kau­fen muss, dann kom­men die „ver­steck­ten Ressourcen” Viktor Orbáns zu Gute, auch wenn Hetze gegen Andere für poli­ti­sches Kapital nötig ist. Außerdem ver­schwen­dete seit Jahrzehnten jede Regierung Forint-Milliarden für erfolg­lose Förderprogramme für die Roma-Bevölkerung.

Quelle: alfa​hir​.hu/​2​0​1​8​/​0​3​/​0​2​/​f​i​d​e​s​z​_​c​i​g​a​n​y​o​k​_​m​i​s​k​o​l​c​_​o​r​b​a​n​_​v​i​k​t​o​r​_​v​a​r​a​d​i​_​gabor

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