Jobbik: der Freiheitskampf von 1956 dauert auch heute noch an, wir führen ihn mit denselben

György Szilágyi

Der Sprecher und Parlamentarier von Jobbik, György Szilágyi meinte, dass der Freiheitskampf des Jahres 1956 noch andauere, „den die Ungarn bis heute gegen die Kommunisten führen”. Darüber sprach er let­zte Woche bei einer Pressekonferenz vor dem Hauptsitz der Fidesz-Partei in Budapest, während­dessen die Aktivisten der Partei „kom­mu­nis­tis­che Mitgliedsausweise” mit den Fotos mancher Fidesz-Politiker an den Zaun der Niederlassung der ungarischen Regierungspartei deponierten, bzw. Molinos auss­pan­nten, worauf zu lesen war: „Öffnen wir die Akten der ehe­ma­li­gen kom­mu­nis­tis­chen Geheimagenten!” oder „Entziehen wir die Luxusrenten!” sowie „Entlassen wir die Bediensteten der Diktatur!”

Szilágyi hat die Ereignisse von der Revolution her­auf­beschworen, und an die anschließend fol­gende Kádár-Ära erin­nert, im Folge darauf die Ungarn – laut den Worten des Abgeordneten – in der Zeit zwis­chen 1989 und 1990 es ver­spürten als hätte sich der Freiheitswille der Helden von ’56 endlich erfüllt und Ungarn könne als ein unab­hängiges Land seine Welt nun gestal­ten.

Zeitgleich sieht der Politiker, dass die ver­gan­genen Jahre bewiesen hät­ten, „dass es kein Systemwechsel son­dern nur ein Methodenwechsel geschah, auch weit­er­hin hat­ten die Kommunisten die Macht inne, die Kommunisten brachten ver­schiedene Organisationen zus­tande, und bloß das Einparteiensystem wurde für die Außenseiter aufge­hoben.”

Szilágyi führte im Weiteren aus: auch im Mehrparteiensystem waren die Kommunisten vertreten, und „sie leit­eten die auch bis heute andauernde Plünderung Ungarns ein”, bzw. ihre Kinder, Enkelkinder sowie Freunde beset­zten die ver­schiede­nen Segmente des poli­tis­chen und wirtschaftlichen Lebens, wo sie auch heutzu­tage zu finden sind. Szilágyi zog daraus die Konsequenz, dass der Freiheitswille der ’56-er sich nicht erfüllt hätte, wofür man auch heute noch kämpfen müsse.

Der Jobbik-Politiker betonte: auch heute sei das Land geteilt, es gäbe die zur Partei loyale Menschen und die Systemfeinde. Auch heute kämen nur diejeni­gen voran, die zur Partei treu sind, und die Macht ver­sucht die Anderen mit allen Mitteln zu zer­rüt­teln und unmöglich zu machen, damit sie den Kampf aufgeben, und das Orbán-System weit­er­hin beste­hen bleibt – sagte Szilágyi.

Quelle: alfahir.hu/2018/11/04/szilagyi_gyorgy_jobbik_november_4_1956_ner_kadar_rendszer_diktatura

 

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