100 Jahre Kärntner Volks­ab­stim­mung: Antifa beschmiert das Denkmal der „Kärntner Einheit“

Denkmal der „Kärntner Einheit“ · Foto: Twitter

Nach dem Ersten Welt­krieg sind die Grenzen in ganz Mittel­eu­ropa neu gezogen worden. In Südkärnten wurde die Bevöl­ke­rung am 10. Oktober 1920 gefragt, ob sie zum König­reich Jugo­sla­wien gehören oder bei Öster­reich bleiben wolle. Der Abstim­mung zugunsten des Verbleibs ging ein Abwehr­kampf voraus.

Details zur Geschichte: kaernten.orf.at/stories/3070397/

Plakate zur Kärntner Volks­ab­stim­mung, die in einem slowe­ni­schen Museum hängen. Links: „Mama, stimmen Sie nicht für Jugo­sla­wien, weil ich sonst für König Peter einrü­cken (ajnrukat) muss“

Die Volks­ab­stim­mung musste erkämpft werden. Bereits im Dezember 1918 drangen die ersten bewaff­neten Okku­panten aus Slowe­nien in Südkärnten ein und besetzten später sogar für eine kurze Zeit Klagen­furt. Nur der bewaff­nete Wider­stand von Studenten und Frei­korps, der etwa 300 Todes­opfer auf Deutsch­kärntner Seite forderte, erzwang das Zustan­de­kommen der Abstim­mung.

Kärnten feiert 100 Jahre Volks­ab­stim­mung mit Versöh­nung

Der slowe­ni­sche Präsi­dent Borut Pahor ist am Samstag zur Teil­nahme am Festakt zum 100. Jahrestag der Kärntner Volks­ab­stim­mung in Klagen­furt einge­troffen. Bundes­prä­si­dent Alex­ander Van der Bellen und der Kärntner Landes­haupt­mann Peter Kaiser (SPÖ) empfingen das Staats­ober­haupt des südli­chen Nach­bar­landes mit mili­tä­ri­schen Ehren. Pahor ist der erste Spit­zen­ver­treter Slowe­niens, der an den Kärntner Volks­ab­stim­mungs­feiern teil­nimmt.

Antifa beschmiert das Denkmal der „Kärntner Einheit“

Die „Stätte der Kärntner Einheit“, ein Denkmal im Klagen­furter Land­haushof, ist einen Tag nach den Feier­lich­keiten zum 100. Jahrestag der Kärntner Volks­ab­stim­mung in der Nacht auf Sonntag unter anderem mit kommu­nis­ti­schen Symbolen und der slowe­ni­schen Parole „Smrt fasizmu“ („Tod dem Faschismus“) beschmiert worden.

Das Denkmal war vor 22 Jahren in Abstim­mung mit dem Kärntner Heimat­dienst, dem Abwehr­kämp­fer­bund, dem Kame­rad­schafts­bund und der Ulrichs­berg­ge­mein­schaft aufge­stellt worden.

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