Chine­si­scher Contai­ner­ver­kehr nimmt weiter zu

"东风" 中欧班列 (China-Europa-Express "Ostwind") · Bildquelle: Magyar Nemzet

Von Gyula Jámbor
 

Der Schie­nen­ver­kehr zwischen China und Europa ist in der ersten Jahres­hälfte um fünfzig Prozent gestiegen, wobei der Mai beson­ders stark war und das höchste Verkehrs­auf­kommen aller Zeiten brachte.

Um die wach­sende Zahl von Contai­nern zu bewäl­tigen, bauen die Schie­nen­lo­gis­tik­un­ter­nehmen in der eura­si­schen Region ihre Trans­port­ka­pa­zi­täten weiter aus, entwi­ckeln Tech­no­lo­gien zur Bereit­stel­lung digi­taler Dienst­leis­tungen und sorgen für erschwing­liche Trans­port­preise, sagte Alexey Grom, CEO der United Trans­port and Logistics Company – Eura­sian Rail Alli­ance (UTLC ERA), in einem Inter­view, das von XinhuaNet.com veröf­fent­licht wurde.

In der ersten Jahres­hälfte 2021 wurden insge­samt 336.500 TEU (Container in Stan­dard­größe) trans­por­tiert, rund 50 Prozent mehr als im Vorjahr, so die Daten der UTLC ERA, die von der russi­schen, kasa­chi­schen und weiß­rus­si­schen Eisen­bahn gemeinsam betrieben wird.

Im Mai dieses Jahres erreichte das monat­liche Trans­port­vo­lumen 61 500 TEU, ein Rekord für die Anzahl der in einem Monat beför­derten Container seit Bestehen des Unternehmens.

Chine­si­sche Container auf dem Weg zum BILK-Fracht­ter­minal in Buda­pest · Bild­quelle: Magyar Nemzet

- Wir gehen davon aus, dass sich das jähr­liche Verschif­fungs­vo­lumen in diesem Jahr 700.000 TEU nähern wird, was einen neuen Jahres­re­kord bedeuten könnte. Gleich­zeitig sind die Aufrecht­erhal­tung der Trans­port­ge­schwin­dig­keit, die Wett­be­werbs­fä­hig­keit, die Zuver­läs­sig­keit und die Sicher­heit eben­falls sehr wichtig“, erklärte Grom. Nach Angaben des Unter­neh­mens trans­por­tieren die Container Elek­tronik, Maschinen und Auto­teile, die 80 Prozent der zwischen China und Europa verschifften Waren ausma­chen. Auch das Volumen der Medizin- und Gesund­heits­pro­dukte zeigte eine starke Wachstumsdynamik.

Alexey Grom sagte, dass die Entwick­lung des elek­tro­ni­schen Handels eine posi­tive Rolle für das Wachstum des Güter­ver­kehrs zwischen China und Europa spielt. Das Betriebs­mo­dell des elek­tro­ni­schen Handels erfor­dert eine schnel­lere Liefe­rung von Waren, was ein sehr viel­ver­spre­chender Bereich ist, auf den sich das Unter­nehmen derzeit konzen­triert und seine Dienst­leis­tungen weiter ausbauen wird. Um die stei­gende Zahl von Zügen zwischen China und Europa zu bewäl­tigen, hat das Unter­nehmen eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, wie die Verlän­ge­rung von Güter­zügen und die Entwick­lung neuer Contai­ner­ter­mi­nals. Laut Grom hat sich die Zuver­läs­sig­keit und Sicher­heit des Schie­nen­ver­kehrs während der Coro­na­virus-Epidemie beson­ders bewährt. Für viele Unter­nehmen, die in Europa und China Handel treiben, wurde der Schie­nen­trans­port zu einer prak­ti­ka­blen Alter­na­tive zum See- und Straßentransport.

Über Russ­land nach Mitteleuropa

Rail Cargo Logistics-RUS, die russi­sche Toch­ter­ge­sell­schaft der Öster­rei­chi­schen Bundes­bahnen (ÖBB) mit mehr als 60 Spezia­listen, plant, in naher Zukunft die Anzahl der Züge von Xi’an (China) und einigen anderen chine­si­schen Städten zum BILK-Logis­tik­zen­trum in Buda­pest zu erhöhen, von wo aus die Fracht verteilt und in euro­päi­sche Städte trans­por­tiert wird. Russ­land erstreckt sich mit einer Fläche, die zwei­hun­dertmal so groß ist wie Öster­reich, über zwei Konti­nente. Die russi­sche Toch­ter­ge­sell­schaft der ÖBB Rail Cargo Group hat das Ziel, die Wirt­schafts­zen­tren Mittel- und West­eu­ropas mit den asia­ti­schen Regionen zu verbinden.

Quelle: Magyar Nemzet


3 Kommentare

  1. Hoffent­lich über­nimmt China auch morgen den BRD-Schie­nen­ver­kehr! Das Gewirr aus Bahn­firmen Fahr­kar­ten­ta­rifen verstehen die Mitar­beiter längst schon selbst nicht mehr. Dieses chao­ti­sche Gewirr wurde eigens einge­führt, um BRD-Deppen zu entmün­digen und vor allem zu kriminalisieren!

  2. Wenn man bedenkt, wie das anfing … mit den legen­dären 1‑Euro-Arti­keln.

    Das Abspritzen der Menschen wird man später viel­leicht wieder mit so einer 1‑Euro-Aktion in Verbin­dung bringen. Jeder Impf­ling kriegt ja eine kosten­lose Brat­wurst. Seitdem stehen die Leute mancher­orts Schlange.

    • Belt and Road, ein Paral­lel­pro­jekt auf dem Weg zu „One World“.
      Warum wohl wird aktuell der größte Hafen Chinas wegen eines einzigen „Delta-Falles“ geschlossen? 

      Auf dem Landweg gibt es keine inter­na­tio­nalen Hoheits­ge­wässer. Dort ist jeder Stre­cken­meter unter der jewei­ligen Landes­ho­heit – und diese wiederum sitzen vereint in ein und den selben „Runden“ vereint. 

      Während die zerfal­lenden (Noch)-Industrienationen die Produk­tion nach China verla­gerte, begann der „Westen“ zuneh­mend und gezielt gegen all die Länder zu stän­kern, die den Silk Road Economic Belt aufbauten.
      Dessen nicht genug, wurden die Tief­see­häfen der Mari­time Silk Road über meist chine­si­sche „Inves­ti­tionen“ verkümmelt.
      Was das ökono­misch bedeutet, läßt sich in Geschichts­bü­chern nachlesen. 

      Erstaun­lich ist dabei der vergleichs­weise kurze Umset­zungs-Zeit­raum von nur 10 Jahren.
      Chapeau!

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