Coca-Cola sistiert aggres­siven Diver­sity-Plan nach Rück­tritt des Chefjuristen

„Woke Coke“ ist auf die Nase gefallen.

Coca-Cola hat seinen umstrit­tenen Diver­sity-Plan – der Strafen für externe Anwalts­kanz­leien vorsah, wenn diese die Quoten für die Rassen­viel­falt nicht erfüllten – nach heftigen Gegen­re­ak­tionen vorerst eingestellt.

Bradley Gayton

Die Einstel­lung erfolgte, nachdem der Initiator des Plans, der frühere Coca-Cola-Justi­ziar Bradley Gayton, im vergan­genen Monat nach weniger als einem Jahr im Amt abrupt zurück­ge­trat und die Kritik an den Quoten zunahm.

Dabei wurde die Frage rele­viert, ob Gaytons Richt­li­nien gegen Titel VII des Civil Rights Act von 1964 verstoßen, der besagt, dass Arbeit­geber Menschen nicht aufgrund ihrer Rasse unter­schied­lich behan­deln dürfen.

Ein Spre­cher von Coca-Cola erklärte, dass Gaytons Nach­fol­gerin, Monica Howard Douglas, den Plan überprüfe.

„Wenn es einen Wechsel in der Führung gibt, braucht die neue Führungs­kraft Zeit, um den aktu­ellen Zustand des Teams, der Orga­ni­sa­tion und der Initia­tiven zu über­prüfen“, sagte er. „Monica setzt sich voll und ganz für die Begriffe Gleich­be­rech­ti­gung und Viel­falt in der Anwalt­schaft ein, und wir erwarten, dass sie sich die nötige Zeit nimmt, um alle zukünf­tigen Pläne sorg­fältig zu prüfen.“

Im Januar machte Gayton Schlag­zeilen, als es Pläne vorstellte, externe Anwalts­kanz­leien zu bestrafen, die die neuen Diver­si­täts­quoten nicht erfüllen, indem sie ihre Hono­rare kürzen oder die Bezie­hungen zu ihnen ganz abbrechen.

Nach diesem Plan musste sich jede Anwalts­kanzlei, die mit dem Unter­nehmen Geschäfte machen wollte, verpflichten, dass mindes­tens 30 Prozent der abge­rech­neten Zeit von „diversen Anwälten“ und mindes­tens die Hälfte dieser Zeit von schwarzen Anwälten geleistet wird.

„Die harte Wahr­heit ist, dass unser Berufs­stand das Thema Viel­falt und Inklu­sion nicht als geschäft­liche Notwen­dig­keit behan­delt“, schrieb Gayton im Januar, als er den Plan vorstellte. „Wir haben es mit einer Krise zu tun und müssen uns zu konkreten Maßnahmen verpflichten, die die Viel­falt des Anwalts­be­rufs fördern werden.“

Doch Gaytons plötz­li­cher Rück­tritt im vergan­genen Monat ließ Zweifel an dem Plan aufkommen. Außen­ste­hende kriti­sierten den Plan und forderten Coca-Cola auf, diesen zu sistieren.

Die Rechts­bei­stand-Stif­tung Project on Fair Repre­sen­ta­tion veröf­fent­lichte letzte Woche einen offenen Brief an Coca-Cola, in dem sie davor warnte, dass Coca-Colas „Rassen­quoten“ für seine externen Berater „illegal“ seien.

In einem Treffen mit dem globalen Rechts­team von Coca-Cola sagte Monica Douglas, der neue Chef­syn­dikus des Unter­neh­mens, dass Coca-Cola „vorerst eine Pause einlegen“ würde, aber wahr­schein­lich Teile des Diver­sity-Plans beibe­halten würde, wie Law.com berichtete.

Coca-Cola stellte Gayton im September 2020 ein, nachdem er fast 30 Jahre als leitender Anwalt bei Ford tätig war. Obwohl er nunmehr Coca-Cola als General Counsel verlassen hat, hat er immer noch eine Bezie­hung zu dem Unternehmen.

Er hat einen neuen Vertrag als Berater von Coca-Cola CEO James Quincey unter­zeichnet. In dieser Posi­tion wird er nächstes Jahr 12 Millionen Dollar verdienen. Dieser Betrag beinhaltet eine Voraus­zah­lung in Höhe von 4 Millionen US-Dollar und eine monat­liche Bera­tungs­ge­bühr in Höhe von 666.666 US-Dollar, wie aus einer Wert­pa­pier­an­mel­dung vom 21. April hervor­geht. Es ist unklar, wie Gayton in seiner neuen Posi­tion den Diver­sity-Plan des Unter­neh­mens für externe Anwalts­kanz­leien beein­flussen kann.

Dies ist jedoch bei weitem nicht der erste Weckruf für Coke.

Im Februar wurden die Mitar­beiter im Rahmen des soge­nannten Diver­sity-Trai­nings des Unter­neh­mens aufge­for­dert, „weniger weiß“ zu sein. Der frag­liche „Confron­ting Racism“-Kurs wurde von LinkedIn Educa­tion ange­boten und wurde Berichten zufolge von dem Soft­drink-Giganten genutzt.

Coca-Cola ist wegen Diver­sity-Trai­nings in die Kritik geraten, die Mitar­beiter dazu ermu­tigten, „weniger weiß“ zu sein:

„In den USA und anderen west­li­chen Ländern wurden weiße Menschen derart sozia­li­siert, dass sie denken, sie seien von Natur aus über­legen, weil sie weiß sind,“ liest sich auf einer der Folien, die angeb­lich von einem „internen Whist­leb­lower“ der YouTube-Kommen­ta­torin Karlyn Bory­senko zuge­spielt wurde.

Eine andere Folie schlägt vor, „zu versu­chen, weniger weiß zu sein“, mit Ratschlägen wie „weniger unter­drü­ckend sein“, „zuhören“, „glauben“ und „mit der weißen Soli­da­rität brechen“. Der Tweet, in dem Bilder des Kurses geteilt wurden, ging viral.

In jüngster Zeit haben repu­bli­ka­ni­sche Gesetz­geber Coca-Cola dafür kriti­siert, dass es sich demo­kra­ti­schen Posi­tionen zu stark anschließe. Der in Atlanta ansäs­sige Konzern machte im April Schlag­zeilen, weil er sich gegen ein Gesetz des Bundes­staates Georgia aussprach, das laut Kriti­kern Schwarze und andere Farbige am Wählen hindere.

Quelle: New York Post / Fdes­ouche


3 Kommentare

  1. Diesen Abfall benutze ich inzwi­schen nicht mal mehr als Toilet­ten­rei­niger und Rost­löser, obwohl das ja durchaus zu guten Ergeb­nissen geführt hat! 

    Cola ist doch für etwas gut – 12 Anwen­dungen im Haushalt:

    Rost­fle­cken, rostige Schrauben…
    Ange­brannte Töpfe…
    Kalk in der Toilette…
    Fens­ter­scheiben putzen…
    Flecken auf der Kleidung…
    Auto­scheiben enteisen…
    Kompost verbessern…
    Kaugummi entfernen…
    weiterlesen:

    www.smarticular.net/clevere-anwendungen-fuer-cola-im-haushalt/

  2. .…dann gibt es ab sofort keine Produkte von Coca-Cola mehr.…ganz einfach !
    …es hat jeder selbst in der Hand, dieser Firma sein Geld zu geben…

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  3. Wie können schwach­sin­nige Idioten in den Hier­ar­chien von Politik und Wirt­schaft so weit aufsteigen?
    Wahr­schein­lich deshalb, weil die Masse noch mehr verblödet ist!

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