Corona und „Ener­gie­wende“ öffnen Geld­schleusen – eine Jahrhundertfehlspekulation

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Klima­rona, die Jahrhundertfehlspekulation

Die Wirt­schafts­wis­sen­schaftler werden nicht müde zu betonen, dass nur durch ein konti­nu­ier­li­ches Wirt­schafts­wachstum unser Wohl­stand gesi­chert werden kann. Unter­neh­mens­ge­winne resul­tieren groß­teils aus einer Stei­ge­rung des Umsatzes und somit des Geschäftsergebnisses.

Doch wie kann ein Unter­nehmen in einem begrenzten Umfeld seine Umsätze ständig steigern?

Eine einfache Möglich­keit besteht durch Zuwan­de­rung. Mehr Menschen benö­tigen einfach mehr Güter und Dienst­leis­tungen. Aus diesem Grund möchte der poli­ti­sche Main­stream so viele Menschen wie nur irgendwie möglich nach Europa oder in die USA verfrachten.

Lang­fris­tige Konjunktur beruhte immer auf tech­ni­sche Umwälzungen

Eine weitere Möglich­keit wären neue Produkte auf der Basis neuer Tech­no­lo­gien, für die sich neue Märkte eröffnen. Die Halb­lei­ter­tech­no­logie und darauf basie­rend die Auto­ma­ti­sie­rung und Compu­ter­technik war die letzte große Umwäl­zung, die im letzten halben Jahr­hun­dert unser Leben revo­lu­tio­nierte und für stän­diges Wirt­schafts­wachstum sorgte. Der poli­ti­sche Main­stream möchte dieses Pferd noch eine Weile weiter­reiten (Stich­wort „Digi­ta­li­sie­rung“), jedoch erscheinen die weiteren Anwen­dungs­mög­lich­keiten eher begrenzt und teil­weise zwang­haft (z.B. auto­nomes Fahren oder die elek­tro­ni­sche Haus­halts­hilfe „Alexa“). Diese zusätz­li­chen Anwen­dungs­mög­lich­keiten erweisen sich als ener­gie­in­tensiv und konter­ka­rieren eher die Klima­schwin­del­kam­pagne. Wäre das Internet ein „Land“, so wäre es schon jetzt das Land mit dem dritt­größten Ener­gie­ver­brauch (www.heise.de/tp/features/Stromfresser-Internet-4776573.html)! Die „Digi­ta­li­sie­rung“ stoßt offen­sicht­lich auf Grenzen.

Solche lang­an­hal­tenden Wirt­schafts­auf­schwünge auf der Basis einer neuen Tech­no­logie wurde zum ersten Mal von dem russi­schen Wirt­schafts­wis­sen­schaftler Kond­ratjew beschrieben. Man bezeichnet deshalb solche lang­an­dau­ernden Zyklen, die kurz­fris­tige Konjunk­tur­schwan­kungen über­la­gern, als Kond­ratjew-Zyklen (de.wikipedia.org/wiki/Kondratjew-Zyklus). Kond­ratjew quan­ti­fi­zierte die Dauer eines derar­tigen Zyklus mit 40–60 Jahre. Demnach steht also der Digi­ta­li­sie­rungs­zy­klus vor seinem Ende.

Die „Ener­gie­wende“ als neuer Motor der Konjunkturentwicklung?

Der poli­ti­sche Main­stream ist also schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einem neuen lang­fris­tigen Konjunk­tur­treiber und glaubt diesen in der soge­nannten Ener­gie­wende gefunden zu haben.

Tatsäch­lich würde der Umbau der Ener­gie­ver­sor­gung in den Indus­trie­staaten Dutzende, wenn nicht sogar Hunderte Billionen Euros oder Dollar mobi­li­sieren. Der Pfer­defuß dieser Ener­gie­wende ist bloß, dass diese auf keiner wirk­lich neuen Tech­no­logie beruht. Das Haupt­stand­bein der Ener­gie­wende ist das Windrad, also einer Jahr­hun­derte alten Tech­no­logie, das für eine konti­nu­ier­liche und verläss­liche Strom­erzeu­gung voll­kommen unge­eignet ist. Dass das Windrad im Vergleich mit anderen Möglich­keiten der alter­na­tiven Strom­erzeu­gung das „Rennen“ gemacht hat, liegt an der schlichten Tatsache, dass man Wind­räder fast unbe­grenzt instal­lieren kann. Andere Alter­na­tiven, die im Gegen­satz zum Windrad Band­strom oder sogar Spit­zen­strom erzeugen könnten, wie alle Strom­erzeu­gungs­arten basie­rend auf biogenen Substraten, sind natur­gemäß begrenzt. Ein lang­an­hal­tender Konjunk­tur­auf­schwung durch die Instal­lie­rung von Biogas­an­lagen oder auf Holz oder Stroh basie­rende Biomas­se­an­lagen ist nicht zu erwarten.

Das Förder­re­gime ist daher auch so gestaltet, dass derar­tige Anlagen früher oder später alle zusperren müssen!

Das Windrad ist für sich als Basis für eine Strom­erzeu­gung ungeeignet

Wind­räder machen über­haupt nur in Kombi­na­tion mit der Wasser­stoff­tech­no­logie einen Sinn. Nur über den Ener­gie­spei­cher Wasser­stoff kann in einfa­cher Weise der fluk­tu­ie­rende Wind­strom gespei­chert werden. Aller­dings ist der Wirkungs­grad der Umwand­lung von Wind­strom in Wasser­stoff und zurück über Brenn­stoff­zellen in Strom derzeit bescheiden (etwa 30%) und daher teuer.

Rechnet man also für die Kilo­watt­stunde fluk­tu­ie­renden Wind­strom  7–8 Cent, so kostet wegen des nied­rigen Wirkungs­grades über den Spei­cher­pro­zess über Wasser­stoff eine Kilo­watt konstanter Wind­strom etwa 25 Cent. Hinzu kommen die Kosten für die Brenn­stoff­zelle mit ca. 5–10 Cent/KWh und unbe­kannte Kosten für die Wasser­stoff­spei­che­rung. Man kommt also auf ca. 35–40 Cent für eine Kilo­watt­stunde konstanten Wind­strom. Das ist unge­fähr das Doppelte dessen, was Strom aus einer Biogas­an­lage kostet und das Zehn­fache dessen, was eine Kilo­watt­stunde derzeit am Strom­markt kostet! Somit ist nirgends ein Vorteil dieser Tech­no­logie zu erblicken!

Das Elek­tro­auto soll den Wind­strom nutzbar machen

In diesem Zusam­men­hang ist auch die „Mobi­li­täts­wende“ zu sehen: Die Elek­tro­mo­bile eröffnen die Möglich­keit, die Lade­sta­tionen mit Sperr­zeiten zu versehen: Strom gibt es dann nur wenn der Wind weht. Die Spei­che­rung des Stromes über­nimmt der Akku des Fahr­zeuges. Der Strom wird somit scheinbar billiger! Die Spei­cher­kosten über­nimmt der Autofahrer!

Öl und Gas ist in Hülle und Fülle vorhanden

Sinn würde diese Stra­tegie nur machen, wenn die globalen Vorräte von Öl und Gas in den kommenden Jahr­zehnten tatsäch­lich zur Neige gehen würden. Das wurde noch um die Jahr­tau­send­wende behauptet (siehe Peak Oil  de.wikipedia.org/wiki/Globales_%C3%96lf%C3%B6rdermaximum)

Davon kann aber derzeit keine Rede mehr sein. Auch dürfte die Annahme, das Öl und Gas fossilen Ursprungs sind, größ­ten­teils falsch sein. Methan kann im ganzen Weltall nach­ge­wiesen werden und somit kann man auch annehmen, dass Methan bei der Entste­hung unseres Planeten einen Anteil hatte. Durch Poly­me­ri­sa­tion können aber auch aus Methan Alkane (Dieselöl) entstehen. Man kann daher davon ausgehen, dass in der gesamten Erdrinde Öl und Gas in unbe­kannten Mengen vorhanden ist. Mit der Zeit wird natür­lich die Nutzung dieser Reserven immer teurer.

Zurzeit ist die Situa­tion die, dass Öl und Gas billiger werden. Soll den Konsu­menten eine um das Zigfach teurere Ener­gie­quelle aufok­troy­iert werden, so geht das nur mit gesetz­li­chem Zwang. Die Markt­wirt­schaft wird zu Gunsten eines Ökoso­zia­lismus ausgehebelt!

Um diesen Irrsinn zu argu­men­tieren, musste der Klima­schwindel erfunden werden!

Akti­en­fonds sind die neuen Tyrannen dieser Welt

In der Zwischen­zeit sind auf diesen Schwindel in Erman­ge­lung anderer Perspek­tiven für eine stabile Konjunk­tur­ent­wick­lung auch die meisten Akti­en­fonds dieser Welt aufgesprungen.

Der Groß­teil der Aktien wird heute von große (Pensions-)Fondgesellschaften wie z. B. Black Rock verwaltet. Black Rock verwaltet derzeit ein Anla­ge­ver­mögen von 7,4 Billionen (tausend Milli­arden) Dollar. Das gesamte welt­weite Akti­en­ver­mögen beträgt zurzeit in etwa 75 Billionen Dollar. Man kann sich gut vorstellen, welche unge­heure Markt­macht hinter so einer Gesell­schaft steckt.

Hinter solchen Fond­ge­sell­schaften verbergen sich nicht nur die vielen Milli­ar­däre dieser Welt, die sich ständig als Phil­an­thropen gebärden, sondern auch viele Millionen Pensi­ons­an­wärter, die für die Siche­rung ihres Lebens­abends sparen (vor allem in Länder ohne staat­liche Pensi­ons­vor­sorge). Die Pensi­ons­fonds stehen beson­ders unter Druck, weil ihren Anlagen ja Forde­rungen der Pensio­näre gegen­über­stehen und jetzt die Baby­boomer in Pension gehen. Ob diese Pensi­ons­aus­zah­lungen letzt­lich durch neue Einzah­lungen gedeckt sind, weiß niemand.

Diese Fonds erwarten von den Unter­nehmen deren Aktien sie halten, eine stän­dige Stei­ge­rung der Geschäfts­er­geb­nisse. Ande­ren­falls werden die Unter­nehmen durch Verkauf deren Aktien gnadenlos abge­straft, was dann einen entspre­chenden Kurs­sturz zur Folge hat und es den betref­fenden Unter­nehmen verun­mög­licht, frisches Geld von der Börse zu lukrieren.

Ohne „Ener­gie­wende“ fürchten diese Fonds mit Recht eine lang­an­dau­ernde Stagna­tion der Börsen­kurse und somit ihres Fonds­ver­mö­gens. Aus diesem Grund bringen diese Fonds ihre gesamte Markt­macht auch in den Medien zur Geltung und sorgen für eine entspre­chende Bericht­erstat­tung. Unter­nehmen der Öl- und Gasbranche werden regel­recht erpresst, ihr Kern­ge­schäft aufzu­geben und statt­dessen Wind­räder oder PV-Anlagen zu bauen (siehe z.B die Akti­vi­täten von „Global Action 100 plus www.bloomberg.com/news/features/2019–04-11/climate-group-with-32-trillion-pushes-companies-for-transparency

)

Die „Ener­gie­wende“ kann keinen neuen Konjunk­tur­zy­klus einleiten

Aller­dings ist auf der Basis stei­gender Ener­gie­preisen nicht wirk­lich mit einer lang­an­hal­tenden Konjunktur zu rechnen. Der Wohl­stand nach dem Krieg entwi­ckelte sich auf der Basis nied­riger Energiekosten.

Die Hoff­nung besteht daher in der Erwar­tung, dass die enormen Kosten der „Ener­gie­wende“ haupt­säch­lich über die Geld­presse der Noten­banken finan­ziert werden. Dem stand aber bisher das Para­digma einer auf Stabi­lität bedachten Geld- und Finanz­po­litik entgegen.

Soll die Corona-Pandemie die Ener­gie­wende ermöglichen?

Durch die „Corona-Pandemie“ wurden jedoch diese Grund­sätze erschüt­tert. Zur Bewäl­ti­gung einer künst­li­chen Krise werden jetzt die Geld­schleusen geöffnet und diese neue Geld­po­litik kann somit auch für die „Ener­gie­wende“ genutzt werden.

Schon in der Vergan­gen­heit hat die Politik, die Geld­presse anzu­werfen, nie auf Dauer funk­tio­niert. Es wird auch diesmal nicht anders sein.

Zwar kann man die Gegen­wart nicht exakt mit der Vergan­gen­heit verglei­chen: Erstens gelangt das frisch geschöpfte Geld nicht direkt in den Privat­konsum und zwei­tens sind die Produk­ti­ons­ka­pa­zi­täten für Gebrauchs­güter fast unbe­grenzt. Mit einem Preis­an­stieg bei Gebrauchs­gü­tern ist daher nicht unmit­telbar zu rechnen, zumal der Konsu­ment höhere Ener­gie­preise stemmen wird müssen.

Mit der Ener­gie­wende in die Rezession

Die Ener­gie­preise werden steigen, weil der Aufwand für die Ener­gie­pro­duk­tion auf das Zigfache steigen wird und sich höhere Ener­gie­preise letzt­lich in jedem einzelnen Produk­ti­ons­schritt auswirken und somit auch bei Gebrauchs­gü­tern länger­fristig zu Preis­stei­ge­rungen führen müssen.

Oben­drein wird die erhöhte Geld­menge alle begrenzten Güter wie z.B. Immo­bi­lien oder begrenzte Rohstoffe gnadenlos erhöhen. Auch die Zement­preise und damit Bau- und Wohnungs­preise werden gewaltig steigen. Beispiels­weise müsste die Kapa­zität der öster­rei­chi­schen Zement­pro­duk­tion etwa verdrei­facht werden um die notwen­dige Anzahl der Wind­räder (bis zu 100.000) in zwanzig Jahren zu errichten. Jedes 3 MW-Windrad besteht aus 7.000 Tonnen Stahlbeton!

Alle Staaten, die diese unsin­nige „Ener­gie­wende“ nicht mitma­chen, werden durch nied­ri­gere Ener­gie­preise einen Stand­ort­vor­teil haben. Die Ener­gie­wende wird also zu Stand­ort­ver­la­ge­rungen und somit jene Länder in die Rezes­sion führen, die diesen Unsinn mitmachen!

1 Kommentar

  1. Lieber Autor, schon mal was von Agenda21 gehört? Oder Agenda 2030? Oder Agenda 2050? Nein. Das wäre eine empfeh­lens­werte Lektüre. Oder auch nur die Sekun­där­li­te­ratur dazu. Dann verstehen auch Sie wozu das ganze gut ist. Viel Erfolg.

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