Die Burg Visegrád soll restau­riert werden

Bild: Facebook / Nemzeti Hauszmann Program

Der Zeit­punkt könnte aus symbo­li­scher Sicht nicht besser sein, auch wenn er viel­leicht zufällig ist. Nur fünf Tage nachdem der polni­sche Präsi­dent Andrzej Duda den Start­schuss für die Restau­rie­rung des Säch­si­schen Palais in Warschau gegeben hat, kündigte der für die Reno­vie­rung des Ofener Burg­vier­tels und der Zita­delle (in Buda­pest) zustän­dige Kommissar der unga­ri­schen Regie­rung, Gergely Fodor, auf einer Pres­se­kon­fe­renz am Montag, den 12. Juli, die Restau­rie­rung der Burg Visegrád an. Die Arbeiten sollen im Jahr 2035 zum 700. Jahrestag des Visegrád-Bünd­nisses abge­schlossen werden, das in derselben Burg 1335 zwischen den Königen Karl Robert von Anjou-Sizi­lien (Ungarn), Kasimir III. dem Großen (Polen) und Johann I. von Luxem­burg (Böhmen) geschlossen wurde.

Vorbe­rei­tungen für das 700-jährige Jubi­läum des Königs­tref­fens in Visegrád

Ungarn, „das den Vorsitz der V4 über­nommen hat, setzt sich dafür ein, die Burg Visegrád, die für alle vier Nationen von größter Bedeu­tung ist, in einer ihrer Bedeu­tung und Vergan­gen­heit würdigen Weise wiederherzustellen.

Dank des Programms Visegrád 700 können bis zum Jahr 2035, dem Jahr des 700-jährigen Jubi­läums des könig­li­chen Tref­fens von Visegrád, das die mittel­eu­ro­päi­sche Zusam­men­ar­beit [initi­ierte], die Burg, die damit verbun­denen histo­ri­schen Gebäude und ihre Umge­bung in ein dem Geist des Ortes würdiges Kleid gekleidet werden“, so Fodor. „Der Zustand der Gebäude hat sich in den letzten Jahr­zehnten erheb­lich verschlech­tert und die komplette Sanie­rung ist nicht mehr aufschiebbar. Dies wird gut durch die Tatsache veran­schau­licht, dass der Salomon-Turm durch das Eindringen von Wasser in Teilen der unteren Burg unsi­cher geworden ist. Ein Teil des Zita­del­len­be­reichs ist eben­falls unzu­gäng­lich. Es gibt Stellen, an denen ganze Bögen einge­stürzt sind.

„Ein wich­tiges intel­lek­tu­elles und künst­le­ri­sches Zentrum in Europa“

Die Staats­se­kre­tärin für Entwick­lungs­po­litik des EMMI (Minis­te­rium für Human­res­sourcen), Eszter Vitá­lyos, fügte hinzu, dass „das Haupt­ziel des Entwick­lungs­pro­gramms [Visegrád 700] darin besteht, einen quali­tativ hoch­wer­tigen, multi­di­men­sio­nalen Entwick­lungs­rahmen zu gewähr­leisten […]

Visegrád war einst die Haupt­stadt Ungarns, ein bedeu­tendes intel­lek­tu­elles und künst­le­ri­sches Zentrum in Europa, und wir arbeiten daran, es zu einem wich­tigen Ort im 21. Jahr­hun­dert zu machen.

während der Bürger­meister der Stadt Visegrád, Dénes Eöri, betonte, dass „die im Rahmen des Entwick­lungs­pro­gramms Visegrád 700 durch­ge­führten Projekte dazu dienen, dass sich die Bürger und Gäste von Visegrád in ihrem tägli­chen Leben besser fühlen. Während der Bauar­beiten ist die Aufrecht­erhal­tung der Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Stadt ein äußerst wich­tiger Aspekt.“

2 Kommentare

  1. Muss man denn die Burg über­haupt reno­vieren? Im Jahr 2035 kommt doch so gut wie kein Besu­cher mehr. Da gibts ja keine Autos mehr.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here