„Es geht um das Über­leben unseres Landes“ – Fran­zö­si­sche Soldaten veröf­fent­li­chen zweiten offenen Brief mit Warnung vor Bürgerkrieg

Emmanuel Macron und die Generäle · Foto: Centro Machiavelli

Ein zweiter offener Brief, der von über 200.000 Menschen unter­schrieben wurde und vor einem Bürger­krieg warnt, richtet sich an die linke Regie­rung von Emma­nuel Macron. Diesmal wurde der Brief von Soldaten im aktiven Dienst verfasst

Nach einem offenen Brief, den 26 pensio­nierte fran­zö­si­sche Gene­räle und 7.600 pensio­nierte Mili­tärs am 21. April an die Regie­rung von Präsi­dent Emma­nuel Macron gerichtet haben und in dem sie vor einem drohenden Bürger­krieg in Frank­reich warnen, hat das fran­zö­si­sche Nach­rich­ten­portal Valeurs Actu­elles einen weiteren Brief veröf­fent­licht, der diesmal von aktiven Mitglie­dern der fran­zö­si­schen Streit­kräfte unter­zeichnet wurde und im Wesent­li­chen die strenge Warnung des vorhe­rigen Briefes vor dem Islam, Paral­lel­ge­sell­schaften und einer Gewalt­spi­rale wieder­holt, die die fran­zö­si­sche Gesell­schaft zu zerstören droht.

In dem ursprüng­li­chen Brief, der landes­weit für Schlag­zeilen sorgte und eine heftige öffent­liche Debatte auslöste, warnten die Unter­zeichner, dass „wenn nichts unter­nommen wird, sich die Laxheit in der Gesell­schaft unauf­haltsam weiter ausbreiten und schließ­lich eine Explo­sion und das Eingreifen unserer aktiven Kame­raden in einer gefähr­li­chen Mission zum Schutz unserer zivi­li­sa­to­ri­schen Werte und zum Schutz unserer Lands­leute auf dem natio­nalen Terri­to­rium verur­sa­chen wird.“ Deshalb, so sagen sie, „ist es nicht mehr an der Zeit, zu zögern. Sonst wird morgen der Bürger­krieg diesem wach­senden Chaos ein Ende setzen, und die Toten, für die Sie die Verant­wor­tung tragen werden, werden in die Tausende gehen.“

Der jüngste Brief von aktiven Mili­tär­an­ge­hö­rigen beginnt damit, dass er die Unter­zeichner des ersten Briefes vertei­digt, die von der Regie­rung ange­griffen werden, die damit gedroht hat, die Renten derje­nigen zu kürzen, die den Brief unter­schrieben haben. Die Drohungen der Regie­rung kommen trotz einer von LCI veröf­fent­lichten Harris Inter­ac­tive Umfrage, die zeigt, dass 58 Prozent der Befragten mit dem Inhalt des Briefes einver­standen sind und fast die Hälfte ein mili­tä­ri­sches Eingreifen ohne Befehl der Exeku­tive befür­wortet, um die Ordnung wiederherzustellen.

„Unsere Vete­ranen sind Kämpfer, die es verdienen, respek­tiert zu werden. Das sind zum Beispiel die alten Soldaten, deren Ehre Sie in den letzten Wochen mit Füßen getreten haben. Es sind diese Tausende von Dienern Frank­reichs, Unter­zeichner einer Platt­form des gesunden Menschen­ver­standes, Soldaten, die ihre besten Jahre gegeben haben, um unsere Frei­heit zu vertei­digen, indem sie Ihren Befehlen gehorchten, um Ihre Kriege zu führen oder Ihre Haus­halts­be­schrän­kungen umzu­setzen, die Sie beschmutzt haben, während das fran­zö­si­sche Volk sie unter­stützte. Diese Menschen, die gegen alle Feinde Frank­reichs gekämpft haben, haben Sie als Queru­lanten behan­delt, obwohl ihr einziger Fehler darin besteht, ihr Land zu lieben und seinen sicht­baren Unter­gang zu beklagen.“

Der jüngste Brief von aktiven Mili­tär­an­ge­hö­rigen erklärte, sie seien Teil der „Feuer­ge­nera­tion“, die in mehreren afri­ka­ni­schen Ländern für ihr Land gekämpft habe.

„Wir sind von dem, was die Zeitungen ‚die Feuer­ge­nera­tion‘ genannt haben – Männer und Frauen, aktive Soldaten, aller Armeen und aller Ränge, aller Sensi­bi­li­täten, wir lieben unser Land. Das sind unsere einzigen Ansprüche an den Ruhm. Und wenn wir uns aufgrund eines Gesetzes nicht mit unbe­decktem Gesicht äußern können, ist es für uns ebenso unmög­lich, zu schweigen“, heißt es in dem Brief. „Ob in Afgha­ni­stan, Mali, der Zentral­afri­ka­ni­schen Repu­blik oder anderswo, einige von uns haben feind­li­ches Feuer erlebt. Einige haben Kame­raden dort zurück­ge­lassen. Sie haben ihre Haut geop­fert, um den Isla­mismus zu vernichten, dem Sie auf unserem Boden Zuge­ständ­nisse machen.

Handeln Sie, meine Damen und Herren. Diesmal geht es nicht um Emotionen unter Befehlen, vorge­fer­tigte Formeln oder Medi­en­be­richt­erstat­tung. Es geht nicht darum, Ihre Amts­zeiten zu verlän­gern oder neue zu gewinnen. Es geht um das Über­leben unseres Landes, um Ihr Land.“

Diesmal bot das Portal auch die Möglich­keit für Bürger, sich als Unter­zeichner anzu­schließen. Zum Zeit­punkt des Schrei­bens dieses Arti­kels lag die Zahl derje­nigen, die ihre Unter­schrift hinzu­ge­fügt haben, bei 211.189.

Anzahl der Unter­schriften für den Brief der Wehr­dienst­leis­tenden. Bild­quelle: valeursactuelles.com

Da es aktiven fran­zö­si­schen Mili­tär­an­ge­hö­rigen verboten ist, öffent­lich Kritik an der Politik zu üben, war der Brief anonym. In einem Fern­seh­in­ter­view am Montag­abend nannte Vertei­di­gungs­mi­nister Gérald Darmanin den Brief eine „krasse Mani­pu­la­tion“ und die „Feig­heit anonymer Leute“.

„Das sind anonyme Leute. Ist das Mut? Anonym zu sein?“ fragte Darmanin. In der Folge wurde der Brief auch von Wirt­schafts­mi­nister Bruno Le Maire und dem ehema­ligen sozia­lis­ti­schen Präsi­denten Fran­çois Hollande kritisiert.

Macrons Regie­rung hat ange­deutet, dass sie beab­sich­tigt, die aktiven Unter­zeichner beider Briefe zu iden­ti­fi­zieren und zu bestrafen.

Quelle: Remix News


3 Kommentare

  1. Macron will alle bestrafen. Bitte, Macron, Plan-B-Präsi­dent der Eliten, fange an, dies in die Tat umzu­setzen. Das Echo wird härter ausfallen, als dir Gut tun wird.

  2. Unglaub­lich wie sich Poli­tiker gegen das eigene Volk wenden.Es ist an der Zeit unab­hän­gige Gerichte im Sinne eines Nürn­berg 2.0 zu aktivieren !

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