Eva Vlaar­din­ger­broek: „Fügsam­keit der Euro­päer gegen­über staat­li­chem Macht­miß­brauch“, Teil 1

Image: Twitter Account Eva Vlaardingerbroek

Von JÖRG WOLLSCHLÄGER | Tucker Carlson inter­viewte die hübsche poli­ti­sche Kommen­ta­torin Eva Vlaar­din­ger­broek in seiner Today Sendung. Tucker versetzt sie in Erstaunen durch ihre Schil­de­rungen eines bizarren Quoten­system für die Haut­farbe von Konzert­be­su­chern im hollän­di­schen Kultur­be­trieb und den offenen Rassismus ihr gegen­über durch die Medien. Sie beschreibt ihre Suche nach der Wahr­heit und wie Wider­stände des Systems sie nur noch hart­nä­ckiger machten; bedin­gungs­losen Rück­halt und Stärke erhielt sie dabei immer durch ihre Familie. Die Unter­wür­fig­keit der Euro­päer gegen­über der Tyrannei durch ihre Regie­rungen regt sie auf.

 

Fox News wird auch in Europa zuneh­mend zum „West­fern­sehen“. Das folgende Inter­view wurde am 18.7. 2022 im Fox News Studio aufge­zeichnet und von Unser Mittel­eu­ropa tran­skri­biert und über­setzt, weitere Teile folgen. Auf Evas Twit­ter­ac­count ist ein kurzer Trailer zu sehen.

Ultra­li­be­ra­lismus führte bei Ihr zum radi­kalen Umdenken

TC: Will­kommen bei Tucker Carlson Today! Eva Vlaar­din­ger­broek ist eine Juristin aus den Nieder­landen, sie ist eine Rechts­phi­lo­so­phin. Sie war bei uns wieder­holt in unserer Abend­sen­dung. Wir haben sie zum ersten Mal in Ungarn getroffen, als wir eine Doku­men­ta­tion über Victor Orban drehten. Sie ist jetzt in den Verei­nigten Staaten, sie ist jemand, der von einer nieder­län­di­schen Zeitung als – wir nehmen jetzt auf – das stil­volle Gesicht der radi­kalen Rechten beschrieben wurde, also wollten wir sie natür­lich persön­lich treffen. Und hier ist sie. Schön, Sie zu sehen!

EV: Schön, Sie zu sehen! Ich danke Ihnen vielmals.

TK: Ich liebe das. Und Sie sind ein Dienst­mäd­chen der extremen Rechten.

EV: Nun… ein Dienst­mäd­chen der Weißen. Es ist schlimmer, und dann Prin­zessin der extremen Rechten, ach, ich weiß nicht einmal. So viele selt­same Dinge.

TK: Viele Belei­di­gungen, damit zeigen sie, daß sie dich nicht mögen. Die Medien in deinem eigenen Land. Sag uns, wer du bist, woher du kommst, ich möchte es hören!

EV: Ich bin 25, ich bin Nieder­länder, ich bin Anwalt, wie Sie sagten. Nun, ich bin ein poli­ti­scher Kommen­tator, das stil­volle Gesicht des rechten Flügels, wie man sagt, die radi­kale Rechte gewinnt.

TK: Wo sind Sie aufgewachsen?

EV: Ich bin in der Nähe von Amsterdam aufge­wachsen, in den Nieder­landen, also ganz in der Nähe der Hauptstadt.

TK: Die libe­ralste Stadt der Welt.

EV: Ja, auf jeden Fall. Und ich glaube, das ist der Grund, warum ich so bin, wie ich jetzt bin.

TK: Was haben Ihre Eltern gemacht?

EV: Meine Eltern sind beide in der klas­si­schen Musik­branche tätig. Also, sehr links, sehr liberal.

TK: Ja, natür­lich. Sie waren sich uneins.

EV: Was für sie nicht immer einfach für sie war.

TK: Wie haben Sie sich von allen anderen unterschieden?

Quoten nach Haut­farbe für Orches­ter­be­su­cher

EV: Ich glaube, sowohl mein Vater als auch meine Mutter schätzen die west­liche Kultur sehr. Denn offen­sicht­lich sind sie ihr so nahe. Die größten Dinge, die west­liche Kunst, die west­liche Kultur hat sie hervor­ge­bracht. Ich glaube, sie schätzen sie einfach als das, was sie ist. Sie sehen, dass diese neuen Regeln, diese neuen… die Art und Weise, wie die Regie­rung die Subven­tio­nie­rung von Orches­tern oder Museen und so weiter hand­habt, mit all diesen Regeln, wie viele verschie­dene Geschlechter man dort haben darf. Wissen Sie, wenn die Stadt… all diese selt­same neue libe­rale, linke Iden­ti­täts­po­litik. Sie haben sich wirk­lich gegen all das gewehrt.

TK: Sie regis­trieren die Haut­farbe der Besu­cher?

EV: Oh ja. Oh ja. Nicht nur die Leute, die spielen, die Musiker, sondern auch das Publikum.
Sie werden sagen, ihr bekommt weniger Geld von unserer Finan­zie­rung durch die Regie­rung. Wenn ihr nicht eine bestimmte Quote erreicht, die ihr erfüllen müsst.

TK: Im Publikum?

EV: Oh ja. Ja ja.

TK: Also ist es wie bei den Nazis, wo sie die Rasse jedes Einzelnen verfolgen?

EV: Sie verfolgen deine Rasse, sie verfolgen dein Geschlecht, sie verfolgen all das, absolut. Das ist auch das, was ich in der öffent­li­chen Debatte bemerkt habe. Wann immer sie über mich gespro­chen haben. Sie haben immer keine Probleme, über meine blauen Augen und mein blondes Haar zu spre­chen, wenn sie mich beschreiben. Nein, ganz bestimmt nicht.

TK: Ich glaube, das haben wir nach dem Zweiten Welt­krieg aufge­geben, als es als unmo­ra­lisch ange­sehen wurde, dass Regie­rungen die Gene und die ethni­sche Zuge­hö­rig­keit von Menschen verfolgen. Die Nazis haben das irgendwie diskre­di­tiert, das war meine Meinung, als ich aufwuchs. Das hat sich geän­dert. Offensichtlich.

EV: Das hat sich geän­dert. Das hat sich geän­dert. Und man kann sehr kritisch sein, wenn es um weiße Menschen geht. Wenn man also davon spricht, dass die Weißen die Arier sind. Wenn man davon spricht, dass Minder­heiten an der Spitze stehen, ist das eine gute Sache. Also reden sie auch darüber. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir den Spieß umdrehen. Richtig, so ist es schon einmal gemacht worden.

Demo­kratie in den Nieder­landen eine Show

TK: Sie sind also in diesem Umfeld aufge­wachsen. Aus einer tradi­tio­nellen ameri­ka­ni­schen Perspek­tive ist das eine konfor­mis­ti­sche Gesell­schaft. Das ist kein Angriff, aber dort wird viel Wert auf Zusam­men­ar­beit gelegt und darauf, dass alle mitein­ander auskommen. Gleiche Ansichten. Ist das richtig?

EV: Nein. Das würde ich nicht sagen, obwohl ich denke, dass man das immer noch über die Nieder­lande sagen kann, und wenn ich sehe, wie man in meinem Land über Amerika und die ameri­ka­ni­sche Debatte spricht. Es ist so pola­ri­siert, Sie wissen, Sie haben nur zwei Parteien und hier gibt es viel mehr, wenn das demo­kra­tisch ist, dann ist es unser Land, denn wir haben – das letzte Mal, als ich gezählt habe, hatten wir, glaube ich, 37 Parteien, die auf der Liste standen, aus der man wählen konnte. Aber ich finde, das ist über­haupt nicht die Realität. Die Debatte ist in den USA in vielerlei Hinsicht noch härter und die Oppo­si­tion ist weniger sichtbar, weniger stark. In gewisser Weise denke ich, dass die Debatte zu Hause sogar noch schlimmer ist, weil sie so… die Leute haben die Vorstel­lung, daß sie sich in einem fairen Gleich­ge­wicht befinden, was in Wirk­lich­keit nicht der Fall ist.

TK: Weil es so viele Parteien gibt, die die Illu­sion erwe­cken, dass es eine Viel­falt von Ansichten gibt. Die meisten Parteien sind alle mitein­ander verbündet. Sie bilden Blöcke.

EV: Sie bilden Blöcke. Nach den Wahlen werden all diese Argu­mente der neoli­be­ralen Parteien einfach aus dem Fenster geworfen, das ist alles nur Show. Sie gehen Hand in Hand mit der Linken, ihren offenen Grenzen und ihrer libe­ralen Politik. Natür­lich haben wir auch die Euro­päi­sche Union, und die macht einen Groß­teil der Gesetze, denen wir unter­worfen sind. Und wir können jeden dieser Leute wählen, das sind nicht alle, die all diese Gesetze für uns machen. Sie sagen sie uns.

TK: Von Leuten regiert zu werden, die man nicht gewählt hat, nennt man jetzt Demo­kratie?

EV: Ja, oh ja, sie nennen es Demo­kratie. Und Leute wie ich und Leute wie Sie sind eine Bedro­hung für die Demo­kratie. Denn wir sind abwei­chende Stimmen. Das ist natür­lich ihre liebste Art, mit uns umzu­gehen. Sie sagen, ihr seid keine, ihr wisst schon, keine weitere Stimme in der Debatte, nein, was ihr sagt, ist eine Gefahr für die Demo­kratie, ist Fehl­in­for­ma­tion. Und sie benutzen eine Menge recht­li­cher Instru­mente, um gegen Leute wie uns vorzu­gehen. Denn wir haben keinen ersten Verfassungszusatz.

TK: Wie ist das zu verstehen. Sie haben keinen ersten Verfassungszusatz.

Unter­drü­ckung abwei­chender Meinungen im Bildungssystem

EV: Oh, das merkt man schon sehr früh. Ich glaube, ich habe das schon auf halbem Weg von der High­school an gemerkt, als ich anfing, mich an Dingen wie dem Debat­tier­club zu betei­ligen. Ich dachte, ich wäre eine Femi­nistin, weil ich ein Buch gelesen hatte von einer soma­li­schen Frau, Ayaan Hirsi, die beschnitten oder verstüm­melt war, um genau zu sein. Ganz allge­mein verstüm­melt, und ich dachte, das ist ja schreck­lich. Es gibt Kulturen auf der Welt, die Frauen nicht so behan­deln, wie wir sie behan­deln. Ich bin mir also nicht sicher… Ich muss eine Femi­nistin sein, dachte mein 16-jähriges Ich. Das ist es, wogegen Femi­nis­tinnen kämpfen sollten. Und ich fand sehr schnell heraus, dass man in femi­nis­ti­schen Gruppen nicht darüber reden durfte. Dass die Femi­nis­tinnen in den Medien nicht der Meinung waren, dass das Tragen von Kopf­tü­chern oder Verstüm­me­lung etwas Schlechtes sei. Nein, du als weiße Frau hast Du kein Recht, darüber zu spre­chen. Also denke ich…

TK: Das haben sie ganz offen gesagt?

EV: Natür­lich, ja, ich glaube, ich bin mein ganzes Leben lang in diese Art von Clubs gegangen, habe Femi­nis­tinnen getroffen, bin auch an die Univer­sität gegangen und habe gedacht: Jetzt ist es Zeit für eine akade­mi­sche, freie Debatte, und in der ersten Woche habe ich gemerkt, dass meine Lehrer merken, was du sagst, das ist keine Wissen­schaft. Das ist nur eine Meinung oder das ist eine gefähr­liche Ansicht oder ein gefähr­li­cher Gedanke. Ich glaube, ich bin einfach von einer Desil­lu­sion zur nächsten gekommen.

Suche nach der Wahrheit

TK: Die Menschen und das ganze System, das Sie beschreiben, vermit­teln den meisten Menschen die Botschaft, dass es nicht funk­tio­niert. Wenn du nicht einver­standen bist, sei einfach still, stell dich einfach hinten an.

EV: Ja.

TK: Weil die Konse­quenzen, wenn man anders ist, hart sind. Warum haben Sie sich also entschieden, nicht zu gehorchen?

EV: Ich glaube, jedes Mal, wenn ich das ertragen habe, jedes Mal, wenn ich gemerkt habe, dass das System zurück­schlägt, war das für mich eher ein Hinweis, dass ich auf dem rich­tigen Weg bin. Und ich habe gesehen, und ich denke, jemand wie Sie sieht das die ganze Zeit. Sie kriti­sieren dich so sehr für Dinge, die… wenn du nur aufzählst was sie sagen, ist es eigent­lich das komplette Gegen­teil von dem, was sie predigen. Sie sagen: Oh, wir wollen, dass viele junge Frauen kommen und sich in der öffent­li­chen Debatte zu Wort melden. Und dass sie aktiv werden, und in dem Moment habe ich das zum ersten Mal getan.

TK: Sie greifen dich aufgrund deiner Haut­farbe an.

EV: Sie sagen, du bist eine arische Prin­zessin und du bist eine Rechts­ra­di­kale, wir brau­chen … du bist eine Gefahr für die Gesell­schaft. Und ich dachte mir, na ja, das kann doch nicht stimmen, also hast du recht. Was sie tun, ist eine klare Botschaft an die Menschen. Nur wenige tun dies, sie zeigen euch: Das werden wir mit euch machen. Wenn ihr euch zu Dingen äußert, von denen wir nicht wollen, dass ihr sie äußert, dann werden wir euch verfolgen. Und das ist ein sehr deut­li­ches Beispiel für andere junge Menschen oder über­haupt für jeden. Du kannst diesen Weg einschlagen, ohne vom Estab­lish­ment gemaß­re­gelt zu werden. Ja.

Image: Eva Vlaar­din­ger­broek in Vienna, Twitter

Unter­stüt­zung durch die Familie

TK: Was haben Ihre Eltern gesagt?

EV: Ich habe das große Glück, dass ich zwei Eltern habe, die mich unter­stützen, egal was passiert. Aber ich weiß, dass das bei vielen Menschen nicht der Fall ist. Selbst in den schwie­rigsten Tagen, als das gesamte poli­ti­sche Estab­lish­ment hinter mir her war oder Freunde sagten, dass sie wegen der Dinge, die du sagst, nicht mehr mit dir befreundet sein wollen. Meine Eltern waren immer da. Das hat mir im Grunde genommen geholfen, ein sicheres Zuhause und ein sicheres Funda­ment zu haben.

TK: Was für eine impo­sante Einstel­lung. Wie hoch schätzen Sie den Prozent­satz der hollän­di­schen Bevöl­ke­rung ein, der mit Ihnen übereinstimmt?

EV: Oh, ich denke, der Prozent­satz, der zustimmt, ist viel höher als das, was sich in der Art und Weise, wie sie wählen, wider­spie­gelt. Das. Es gab zum Beispiel diese Umfrage, die, glaube ich, bereits 1999 durch­ge­führt wurde. Da wurde die nieder­län­di­sche Bevöl­ke­rung zum Thema Massen­mi­gra­tion oder Einwan­de­rung befragt. Und sie sagten damals, dass eine große Mehr­heit sagte, dass dies einer der größten Fehler sei, den wir je in der nieder­län­di­schen Geschichte gemacht haben. Und das war lange vor dem Flüchtlingszustrom.

TK: Was wäre denn ein größerer Fehler gewesen?

EV: Ach, wissen Sie, sie hätten über vieles reden können. Über vieles.

TK: Fällt Ihnen ein größerer Fehler ein?

EV: Sie nehmen New .…Amsterdam mit dem Brexit auf. …New York

TK: Sehr klug. Das ist ein neuer Deal. Ich glaube aber nicht, dass sie es jetzt wollen. Ich war in letzter Zeit nicht dort.

EV: Ich war auch noch nicht dort, also sind wir weg…

TK: Ich bin sicher, dass Sie Ihre Urteile über New York City abgeben würden. Aber was…Wie hat die Massen­mi­gra­tion die Gesell­schaft, das Land verändert?

Massen­mi­gra­tion verän­dert Land bis zur Unkenntlichkeit

EV: Die nieder­län­di­sche Gesell­schaft hat sich als Ganzes bis zur Unkennt­lich­keit verän­dert. An manchen Orten. Wenn Sie also in eine große euro­päi­sche Stadt gehen, nur ein biss­chen außer­halb des histo­ri­schen Zentrums zum Beispiel. In einigen dieser Teile werden Sie nicht mehr wissen, dass Sie in Europa sind. Es wäre ein biss­chen Afrika. Und es hat sich so sehr verän­dert, dass eine junge Frau wie ich es nicht wüsste. Zunächst einmal ist es nicht ratsam, nach Einbruch der Dunkel­heit allein auszu­gehen. Aber es gibt bestimmte Gegenden, wo man einfach nicht alleine hingehen sollte. Zum Beispiel, weil es zu unsi­cher für dich ist. Das sieht man auch an der Art und Weise, wie die einhei­mi­sche Sprache in diesen Gegenden weiter­ge­geben wird. Man würde kein Nieder­län­disch oder Schwe­disch hören, sondern Arabisch. Man würde kein Nieder­län­disch oder Schwe­disch sehen, man würde Zeichen in diesen Spra­chen sehen, weil… Die Regie­rung kommu­ni­ziert mit diesen Menschen auch in ihren eigenen Spra­chen, weil sie alles mitma­chen. Ich würde also sagen, ja, es hat unseren Konti­nent wirk­lich verän­dert. Wir haben ihn sehr unsi­cher gemacht und wir haben in vielerlei Hinsicht unsere natio­nale und konti­nen­tale Iden­tität verloren.

TK: Es gibt also eine Strafe dafür, dass man sagt, warum die Hysterie, warum die… Das Leben in einer kohä­siven und sicheren Gesell­schaft ist das Ziel eines jeden, unab­hängig von seiner Haut­farbe und seiner Sprache. Jeder möchte an einem Ort leben, der fried­lich ist und wo alle mitein­ander auskommen.

EV: So sollte man meinen.

TK: Ich denke, das ist deutsch. Nige­rias Probleme … jeder weiß, was für Probleme… aber wenn man in einer harmo­ni­schen Gesell­schaft lebt. Ihr Heimat­land ist weniger harmo­nisch geworden, weniger sicher, wahr­schein­lich auch weniger wohl­ha­bend. Warum können Sie das nicht laut sagen?

EV: Man kann das nicht laut sagen, weil sie natür­lich sagen, dass es gegen die Politik geht, die sie haben, dass die Leute, die unsere Länder regiert haben, die libe­ralen Eliten, die unsere Länder in den letzten Jahr­zehnten regiert haben, dass … Es geht gegen diese Politik. Man greift sie also an, und das könnte ihre Macht bedrohen, deshalb denke ich, dass es sicher ist.

TK: Ja.

EV: Und die andere Sache ist, dass es auch gegen die Welt­an­schauung geht, die diese Leute haben werden. Und ich denke, es ist eine Art Allianz, eine selt­same Allianz, könnte man fast sagen, zwischen der neoli­be­ralen, kapi­ta­lis­ti­schen Elite Europas, die für offene Grenzen ist, aber aus wirt­schaft­li­chen Gründen, und dem linken Flügel, der sagt: Oh, wir sollten alle zusammen leben, eine Welt, eine Kultur, wir sind alle Menschen, wir schaffen das schon, ihr wisst schon, tanzt herum… Regen­bögen. Also diese Art von Bündnis…

TK: Aber sie passen nicht wirk­lich zusammen, es gibt 99 % Han-Chinesen, Korea ist über­wie­gend korea­nisch. Bukina Faso ist afri­ka­nisch. Sie entschul­digen sich über­haupt nicht. Sie sagen nicht, dass China zu chine­sisch ist. Sie erwähnen nie, dass es in Ordnung ist. Es ist nur Europa.

EV. Ich glaube, es hat viel damit zu tun, dass wir immer noch unter dem Fluch des Zweiten Welt­kriegs leben. Das Böse hat im kollek­tiven Gedächtnis der Euro­päer ein reales, sicht­bares Gesicht bekommen. Es ist offen­sicht­lich unter dem Nazi-Regime. Der weiße Mann ist also das Problem. Patri­ar­chale Struk­turen sind das Problem. Der Natio­na­lismus ist das Problem. Also ich denke, wenn du so bist wie ich. Wenn du eine blonde Frau auf der rechten Seite bist, bist du sofort in diesem Lager. Und das ist so ziem­lich das Einzige, woran die Leute heut­zu­tage zu denken scheinen. Ok, wenn du hier bist, um diese Werte zu vertreten, dann haben wir einen zweiten Welt­krieg oder einen Welt­krieg vor uns. So einfach ist das also. Wirk­lich diese Art von Denkweise.

TK: Nun, das ist so hirnlos.

EV: Es ist sehr hirnlos, aber es ist ein sehr gutes Mittel zum Zweck, um Anders­den­kende zum Schweigen zu bringen. Es ist also ein sehr gutes Mittel, um an der Macht zu bleiben.

TK: Ah. Wurde Europa von den Nazis befreit, aber nicht die Chinesen?

EV: Nein.

TK: Wurde es nicht. Also macht es eigent­lich keinen Sinn.

EV: Nein.

TK: Aber es ist euro­paspe­zi­fisch. Alle Länder in Europa und in der englisch­spra­chigen Welt. Es ist nicht erlaubt,…

EV: Europa für Europäer.

TK: Richtig. Eine zusam­men­hän­gende Gesell­schaft. Wie viel Prozent der Befragten aus den 1990er Jahren sind der Meinung, dass die Massen­mi­gra­tion eine Gefahr für Europa darstellt?

EV: Das hängt von Land zu Land ab. Aber in einer Gesell­schaft wie Frank­reich würde man denken, dass sie viel höher ist. Seit der Migra­ti­ons­welle im Jahr 2015 gab es eine große Zahl von Terror­an­schlägen, und die Gesell­schaft hat sich in einer Weise aufge­löst, die man in kaum einem anderen Land in Europa beob­achten kann, viel­leicht abge­sehen von Schweden zum Beispiel. Und ich hoffe wirk­lich, dass dieses Mal Le Pen die Wahlen gewinnt oder dass jemand von ihrer Sorte einen Wandel herbeiführt.

TK: Ja.

EV: Aber das ist nicht passiert.

TK: Nein.

Fügsam­keit der Euro­päer gegen­über staat­li­chem Machtmißbrauch

EV: Das macht mir große Sorgen. Ich glaube, wenn ich eines sagen müsste, dann ist das für mich der Haupt­un­ter­schied zwischen Amerika und Europa: Wir leben unter dieser Art von Tyrannei und sehen sie nicht, weil wir unseren eigenen Regie­rungen nicht miss­trauen. Das euro­päi­sche Volk ist in dieser Hinsicht sehr fügsam. Und das spie­gelt sich auch in unseren Verfas­sungen wider, bei uns gibt es keinen zweiten Verfassungszusatz.

TK: Ich bin wieder einmal erstaunt, wie unsinnig das ist. Wenn Sie also Lehren aus dem Zweiten Welt­krieg ziehen, denke ich, dass es sich lohnt, das zu tun, sicher, aus der Tyrannei, die über Europa herein­brach. Eine der Lehren, die wich­tigste, wäre: Traue deiner Regie­rung nicht. Poli­tiker sagen nicht immer die Wahr­heit, manchmal haben sie schlechte Absichten, und die zweite Lektion wäre: Entwaffne deine Bevöl­ke­rung nicht, denn dann bist du machtlos.

EV: Richtig. Wir haben die Euro­päi­sche Union, Tucker, vergiss das nicht. Denn es sind nicht nur unsere natio­nalen Regie­rungen, wir haben eine Union all dieser Länder, die sich zusam­men­ge­schlossen haben, weil wir Frieden wollen. Das war die ganze Idee, die hinter der Euro­päi­schen Union steht, und die Menschen glauben das immer noch. Obwohl wir also eine ständig wach­sende Union haben.

TK: Denken sie das vielleicht?

Segre­ga­tion durch Covid

EV: Oh ja, leider schon. Viele Leute denken so, wenn sie über die Euro­päi­sche Union spre­chen, sogar in der rechten Mitte zum Beispiel. Sie denken auf diese Weise darüber. Sie denken, dass Natio­na­lismus etwas Schlechtes ist, das ausge­rottet werden muss, das zu Krieg führt. Die Euro­päi­sche Union ist dazu da, uns davor zu schützen. Das ist eine Lüge, die so oft und so laut in allen Teilen der Gesell­schaft, insbe­son­dere in der Wissen­schaft, wieder­holt wurde. Die Leute haben wirk­lich ange­fangen, sie zu glauben und sie nicht mehr zu hinter­fragen. Der Gedanke, dass die Regie­rung nicht dein Freund ist, ist vielen Menschen nicht bewusst, und das sogar während des Covid, als man sehen konnte, wie schlecht die Regie­rung ihre eigenen Bürger behan­deln kann. Und wie schnell… plötz­lich wurde diese Idee der Segre­ga­tion auf der Grund­lage medi­zi­ni­scher Unter­lagen zum Beispiel akzep­tiert. Es verblüfft mich, dass die Leute das nicht sehen.

TK: Sie sind also wegen Covid hierher gekommen?

EV: Auf jeden Fall. Ich war auf mich allein gestellt.

TK: Erzählen Sie uns, was Sie gesehen haben.

EV: Nun, wir haben einen Eingriff in unsere Menschen­rechte gesehen, der beispiellos ist, ich würde sagen, seit dem Zweiten Welt­krieg. Das ist auch etwas, das man absolut nicht sagen darf. Das darf man nicht sagen.

TK: Warum?

EV: Weil es nur um Ihre Sicher­heit geht. Es ist alles für Ihre Gesund­heit. Hinter der Art und Weise, wie die Regie­rungen uns während dieser Pandemie behan­delt haben, steckt kein böser, böser Plan.

TK: Bestimmte Teile der Bevöl­ke­rung werden als schmutzig und krank bezeichnet. Das haben wir in Europa noch nicht erlebt, oder? Wahrscheinlich?

EV: Nein, das haben wir nicht. Macron hat den Eindruck, dass er alle verär­gern will, die selbst entscheiden wollen, was sie mit ihrem Körper machen wollen. Nein, diese Leute sind keine echten Bürger. Und jeder scheint das einfach zu über­sehen. Wenn man diese Art von Rhetorik irgendwo anders auf der Welt hören würde, wäre man sicher, dass Amnesty Inter­na­tional Alarm schlagen würde.

TK: Natür­lich, vor allem in Europa. Noch­mals, wenn Sie sagen, dass diese Minder­heit unserer Bürger schmutzig ist.

EV: Richtig.

TK: Fassen Sie sie nicht an.

EV: Dreckig.

TK: Wie würde sich das äußern? Waren Sie in Amsterdam, Sie sagten Amsterdam…

EV: Ja. Es mani­fes­tiert sich im Grunde in einem Jahr der Abrie­ge­lung. Also diese Abrie­ge­lung, in Holland gab es eine Ausgangs­sperre. Ich war in Wien, um an einem Protest teil­zu­nehmen, als das alles seinen Höhe­punkt erreichte, als sie versuchten, in Öster­reich Pflicht­imp­fungen einzu­führen. Da war es sogar so, dass es einen Lock­down für die Unge­impften gab. Ich war in Wien unter­wegs, um gegen, nun ja, dieses Regime zu protes­tieren. Es war im Grunde illegal für mich, draußen zu sein.

Weitere Teile des langen Inter­views folgen in den nächsten Tagen.

 

 


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3 Kommentare

  1. Gift­spritzen-Zwangs­imp­fung durch Militär im Herbst

    Artkel 27.07.22:
    „Spiegel-Inter­view: Deut­scher General will im Herbst 50–60 Millionen Menschen impfen“:

    „Der Spiegel fragte: “Gerade wird um die Coro­na­re­geln für den Herbst gerungen. Sind Sie zufrieden mit der Vorbereitung?”

    General Breuer antwor­tete: “Poli­ti­sche Prozesse sind, wie sie sind. Für mich zählt: Dank der Arbeit aller in den letzten Monaten gibt es eine Grund­vor­be­rei­tung und Aufmerk­sam­keit, bei der jeder genau weiß, was er zu tun hat.
    Wir werden im Herbst zwischen 50 und 60 Millionen Menschen IMPFEN MÜSSEN und dafür die nötige Infra­struktur aufbauen.“

    report24.news/spiegel-interview-deutscher-general-will-im-herbst-50–60-millionen-menschen-impfen/

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