Groß­bri­tan­nien will nach Däne­mark und Austra­lien seine Asyl­be­wer­ber­zen­tren nach Afrika verlagern

Das Verei­nigte König­reich erwägt eben­falls die Einrich­tung von Offshore-Bear­bei­tungs­zen­tren für Migranten und Asyl­be­werber, mögli­cher­weise in Afrika. Wie mehrere briti­sche Medien berichten, soll die briti­sche Innen­mi­nis­terin Priti Patel nächste Woche einen entspre­chenden Gesetz­ent­wurf vorlegen.
 

In Europa wird es nach Däne­mark das zweite Land sein, das ein solches Gesetz verab­schiedet. Das skan­di­na­vi­sche Land, das eines der strengsten Einwan­de­rungs­sys­teme auf dem Alten Konti­nent hat, ist in Gesprä­chen mit Ruanda, einem mögli­chen Gast­land für dieses Bear­bei­tungs­zen­trum in Afrika. Außerdem ist die briti­sche Innen­mi­nis­terin Berichten zufolge in Gesprä­chen mit Däne­mark, um in diesem Punkt zusammenzuarbeiten.

Es ist anzu­merken, dass die von Austra­lien einge­führte Praxis der Verla­ge­rung von Asyl­an­trägen bereits von mehreren Menschen­rechts­or­ga­ni­sa­tionen und multi­la­te­ralen Gremien, insbe­son­dere der UN, kriti­siert worden ist. „Wir fordern das Verei­nigte König­reich (und andere Länder) drin­gend auf, diese Prak­tiken zu unter­lassen“, sagte Rossella Pagliuchi-Lor, die briti­sche Vertre­terin des UNHCR, die vor einigen Monaten vom Guar­dian zitiert wurde. „Diese Verpflich­tungen können nicht ausge­la­gert und über­tragen werden, ohne dass es wirk­same Schutz­maß­nahmen gibt, sowohl im Gesetz als auch in der Praxis.

Quelle: Fdes­ouche


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