Polens Präsi­dent Duda: „Mittel­ost­eu­ropa, eine dyna­mi­sche Region in Europa und in der Welt“

Andrzej Duda · Foto: Facebook

Zu Beginn dieses Jahres veröf­fent­lichte der polni­sche Präsi­dent Andrzej Duda in der fran­zö­si­schen Tages­zei­tung L’opi­nion einen Leit­ar­tikel, in dem er ein Porträt Mittel­eu­ropas zeichnet, das sich nicht mehr als Raum „zwischen Deutsch­land und Russ­land“ defi­niert, sondern als „Gemein­schaft des Akti­vismus, des Erfolgs und der ehrgei­zigen Bestrebungen“.

Die Länder und Völker dieses „Raumes, der sich zwischen Ostsee, Adria und Schwarzem Meer erstreckt“, haben sicher­lich die Erfah­rung gemeinsam, im 20. Jahr­hun­dert „zwei Tota­li­ta­rismen – einen braunen und einen roten -“ erlebt zu haben, aber auch ältere Epochen wie das „Europa der Jagiel­lonen“ und die „Repu­blik der Viel­völker“, die „der Vorläufer der Euro­päi­schen Union“ war.

Mittel­eu­ropa, der Teil des Okzi­dents, der zu lange „entführt“ wurde, ist vor allem Träger der Grund­werte der „euro­päi­schen Kultur“ und weiß genau, dass Frei­heit, Rechte, Indi­vi­dua­lismus und Inno­va­tion mit Verant­wor­tung, Pflichten, Soli­da­rität und der „Bewah­rung unseres Erbes und der Tradi­tionen, die unsere Iden­tität bestimmen“, einher­gehen, so der polni­sche Präsi­dent Andrzej Duda.

Mittel­eu­ropa wird in diesem Forum als eine Art Zwil­lings­schwester West­eu­ropas darge­stellt und gibt diesem ein anderes Bild von sich selbst, indem es die „west­liche Welt aus ihren vom Kalten Krieg geerbten Denk­weisen“ heraus­reißt und nun eine wich­tige Rolle sowohl in der Euro­päi­schen Union als auch in der NATO spielt. Sie sei poli­tisch, aber auch wirt­schaft­lich eine „schöp­fe­ri­sche Kraft für die Frei­heit“, wie die „drei Jahr­zehnte seit dem Fall des Kommu­nismus“ gezeigt hätten, und verbinde „wirt­schaft­li­chen Erfolg“ und „sozialen Fort­schritt“, so Präsi­dent Duda.

Diese Dynamik in Mittel­eu­ropa spie­gelt sich auch in der Schaf­fung regio­naler Koope­ra­ti­ons­or­ga­ni­sa­tionen wie der 1991 gegrün­deten Visegrád-Gruppe (V4) und der 2015 gegrün­deten Gruppe der Neun (B9) wider, in der die osteu­ro­päi­schen Staaten der NATO zusam­men­ge­schlossen sind, und schließ­lich die 2015 von Andrzej Duda und der dama­ligen kroa­ti­schen Präsi­dentin Kolinda Grabar-Kita­rović ins Leben geru­fene Drei-Meere-Initia­tive (TMI) zur Verbes­se­rung der Zusam­men­ar­beit in den Berei­chen Infra­struktur, Verkehr, Ener­gie­wirt­schaft und neue Technologien.

Kurzum: Mittel­eu­ropa ist nicht oder nicht mehr „passiver Beob­achter“, sondern „ein faszi­nie­rendes Zeugnis für die Chancen der Freiheit“.

Dieser Artikel erschien zuerst in fran­zö­si­scher Sprache bei Visegrád Post.


1 Kommentar

  1. So wie seine Nach­barin Merkel gibt auch der polni­sche Präsi­dent das Signal seinem Master: „Ich bin ein Globa­list, Alles im Grif“

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here