Renais­sance der Kern­kraft durch den Klimaschwindel?

Wird durch den Klimaschwindel die Kernkraft andere Formen der Energiegewinnung in den Hintergrund drängen? | Bild: shutterstock

Es ist schon ein Trep­pen­witz der Geschichte, dass die Grün­be­we­gung, die ja seiner­zeit aus der Anti-AKW-Bewe­gung entstanden ist, durch ihren CO2-Dogma­tismus jetzt eine Wieder­be­le­bung der Kern­tech­no­logie, wenn auch unge­wollt, hervor­ge­rufen hat.

Außer den Regie­rungen von Deutsch­land und Öster­reich und natür­lich der EU-Kommis­sion glaubt welt­weit niemand ernst­haft, oder tut zumin­dest so, dass man mit Photo­vol­ta­ik­an­lagen und Wind­räder eine stabile Strom­ver­sor­gung gewähr­leisten zu könnte. Ob dieser Glaube wirk­lich so felsen­fest ist, darf sowieso bezwei­felt werden, denn wozu wäre sonst die heiß umstrit­tene Nord­stream 2 Gaslei­tung notwendig?

Deutsch­land beschreitet mit seinem Atom­aus­stieg 2022 wieder einmal einen euro­päi­schen Sonderweg, dem nur Öster­reich folgt!!!

Bis spätes­tens 2050 will man also klima­neu­tral werden. Öster­reich gebärdet sich wieder als Muster­schüler und will dieses Ziel bereits 2040 errei­chen (www.energiezukunft.eu/politik/bis-2040-will-oesterreich-klimaneutral-werden/). Man stellt sich das so vor, dass der größte Teil der verbrauchten Energie elek­trisch bereit­ge­stellt werden soll und diese elek­tri­sche Energie zu 62 Prozent (!!!, siehe www.dw.com/de/wie-wird-europas-energie-klimaneutral/a‑46686023) durch Photo­vol­taik gewonnen werden soll. Es wurde an dieser Stelle bereits gezeigt, dass es so gut wie unmög­lich ist, den derzei­tigen Strom­be­darf Europas durch Photo­vol­ta­ik­an­lagen in der Sahara zu gene­rieren (unser-mitteleuropa.com/energie-aus-der-wueste/). In Europa selbst ist die Deckung des Strom­be­darfs durch Solar­an­lagen schon wegen des extremen Jahres­ganges der Solar­energie in den meisten Gebieten undenkbar:
Jahres­gang einer Photo­vol­ta­ik­an­lage, Bild: wiki­pedia, SechWat

Gerade im Winter soll aber der Strom­ver­brauch durch die im Vormarsch befind­li­chen Wärme­pumpen stark ansteigen!

Aller­dings zeigt es sich langsam, dass die genannten drei Akteure Rufer in der Wüste sind. Jeder andere, mit einem Rest­ver­stand begabter Akteur, der sich der CO2-Hype beugen will oder besser muss, verbleibt nur eine Möglich­keit, die stei­gende Strom­ver­sor­gung sicher­zu­stellen, nämlich durch die Kern­kraft. Vor allem ärmere Länder setzten verstärkt auf Kern­kraft (siehe de.statista.com/statistik/daten/studie/157767/umfrage/anzahl-der-geplanten-atomkraftwerke-in-verschiedenen-laendern).

Geplant sind folgende Anzahl von Kraftwerken:

z.B: China 44, Russ­land 24, Indien 14, Ägypten 4, USA 3, Ukraine 2, Türkei 2, Usbe­ki­stan 2, Rumä­nien 2

 

Aber auch in Europa gibt es ein Umdenken zu Gunsten der Kernkraft:

Inves­toren setzen auf Kernkraft!

Offenbar findet heim­lich still und leise eine Neube­wer­tung der Kern­kraft statt:

Welt­weit sind etwa 450 Atom­kraft­werke seit mehr als einem halben Jahr­hun­dert in Betrieb. Es ist zu hoffen, dass man aus den schweren Unfällen gelernt hat. Absolut sicher Kern­kraft­werke wird es nie geben, aber auch grüne Tech­no­lo­gien sind nicht völlig risi­kolos. Beispiels­weise sind schon Stau­dämme geborsten mit tausenden Todes­op­fern. Trotzdem werden Stau­dämme weiter gebaut.

Insbe­son­dere ist das Risiko einer unzu­ver­läs­sigen Strom­ver­sor­gung durch die Zappel­strom­pro­du­zenten zu bewerten. Bei einem euro­pa­weiten Strom­aus­fall über mehrere Tage könnten hunderte oder sogar tausende Menschen sterben.

Man bedenke nur was passiert, wenn:

  • den Kran­ken­häu­sern der Treib­stoff für die Notstrom­ver­sor­gung ausgeht,
  • jegliche Kommu­ni­ka­tion unter­bro­chen ist und krimi­nelle Banden das allge­meine Chaos für ihre Zwecke nutzen,
  • die Wasser­ver­sor­gung plötz­lich nicht mehr flächen­de­ckend gewähr­leistet ist,
  • die Lebens­mit­tel­ver­sor­gung unter­bro­chen wird
  • Völlig unbe­wertet ist noch das Risiko einer unver­meid­li­chen Wasser­stoff­tech­no­logie, ohne die die alter­na­tiven inter­mit­tie­renden Tech­no­lo­gien nicht funk­tio­nieren können.

Atom­müll:

Grund­sätz­lich bietet die Tech­no­logie der „Schnellen Brüter“ die Möglich­keit das Atom­müll­pro­blem dras­tisch zu redu­zieren (www.wiwo.de/technologie/green/atommuell-australien-will-radioaktiven-abfall-mit-neuem-kraftwerk-weiternutzen/13551992.html). Neben abge­brannten Brenn­ele­menten könnte diese Tech­no­logie sogar ausge­diente Atom­waffen sinn­voll entsorgen!

Diese Tech­no­logie benö­tigt kein mit U235 ange­rei­chertes Uran, sondern kann auch das normale Uran­isotop 238 nutzen. Die Uran­vor­räte würden noch für viele Jahr­hun­derte reichen.

Auch „grüne Tech­no­lo­gien“ wie z.B. das Elek­tro­auto oder Photo­vol­ta­ik­pa­neele produ­zieren Unmengen von Sonder­müll, über dessen Entsor­gung man sich vorerst keine Sorgen macht. Die Klima­hys­te­riker haben von den Kern­kraft­be­trei­bern gelernt!


8 Kommentare

  1. Das Zauber­wort heißt Dezen­tra­li­sie­rung. Aber irgendwie sind wir auf dem Weg in’s Mittel­alter: Die frühen „perpe­tuum mobile“ werden heute auch von echten Doktoren der Physi­kals „erneu­er­bare Energie“ bezeichnet…Nicht jedes politsch korrekte Schlag­wort ist funk­ti­ons­fähig. Block-Heiz-Kraft­werke sind die effek­tivste Form der Energieumwandlung.

  2. Im Falle eines Gaus kann ein schneller Brüter zu einer Atom­bombe werden und irrsin­nige Mengen Pluto­nium frei­setzen. Das habe ich in der Schule gelernt, als Atom­kraft noch als Zukunfts­tech­no­logie galt. Die Brüter­technik wurde wegen der Risiken weit­ge­hend aufge­geben. Aber es gelingt den Wissen­schaft­lern bestimmt, einen todsi­cheren schnellen Brüter zu entwickeln.
    Auch bei der konven­tio­nellen Kern­kraft werden die Risiken syste­ma­tisch verharm­lost. Es werden verschwin­dend geringe Risiken berechnet. Die Wirk­lich­keit sieht aber völlig anders aus.Wikipedia zählt an „nuklearen Ereig­nissen“ mit Kern­schmelze auf:
    INES 7:
    1957: Kyschtym-Unfall, Russland –
    1986: Tscher­nobyl, Ukraine
    2011: Fukushima
    INES 5
    1957: Windscale/Sellafield, Großbritannien
    1969: Kern­schmelze im Kavernen-Reaktor in Lucens, Schweiz
    1979: Three Mile Island, USA
    1982: Tscher­nobyl, Block 1, Ukraine
    7 Atom­ka­ta­stro­phen in 60 Jahren, also mindes­tens eine alle 10 Jahre, mit einer Wahr­schein­lich­keit von 100%. Nach Statista.com beträgt die Anzahl der betriebs­fä­higen Reak­toren in Kern­kraft­werken welt­weit im Juli 2019 441. In der EU befinden sich 133, d. h. unge­fähr 30%. In 10 Jahren 30% Ereig­nis­wahr­schein­lich­keit ergibt in 30 Jahren mit an Sicher­heit gren­zender Wahr­schein­lich­keit ein Ereignis. Da haben wir anschei­nend noch mal Glück gehabt.

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  3. Die Scha­den­freude, dass der „böse Klima­schwindel“ der Rück­kehr der Kern­kraft förder­lich ist, ist unan­ge­bracht. Unab­hängig vom Klima­ge­schehen ist die fried­liche Nutzung des Atom­zer­falls als Voraus­set­zung der krie­ge­ri­schen Nutzung auf jeden Fall zu bekämpfen. Siehe wasistdasproblem.de/erneuerbare/35-jahre-tschernobyl/.
    Die fried­liche Nutzung der Kern­fu­sion wird genü­gend erforscht und wird noch dauern. Ebenso ist Scha­den­freude über die Dunkel­flaute so was von gestern. Erneu­er­bare Ener­gien plus Spei­cher sind zur Versor­gung 24/7 an 365 Tagen tech­nisch von heute. Wird nur nicht gewollt.

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