Muslima gibt nicht nach: Kopftuchverbot beim steirischen BFI droht zu scheitern

flickr.com/ Metropolico.org (CC BY-SA 2.0)

Obwohl der Europäische Gerichtshof im März die­ses Jahres ent­schie­den hat, dass Unternehmer für ihre Mitarbeiter ein Kopftuchverbot aus­spre­chen dür­fen, hat sich eine mus­li­mi­sche Deutschtrainerin beim stei­ri­schen Berufsförderungsinstitut (BFI) vor­erst durch­ge­setzt. Sie trägt wei­ter­hin ein Kopftuch.

Unzensuriert berich­tete über die Causa von Beginn an. Zur Vorgeschichte: Das BFI nahm den Gerichtsentscheid zum Anlass für eine Dienstanweisung, die ein Kopftuchverbot vor­sieht, weil man sich, laut Geschäftsführer Wilhelm Techt, „streng zur welt­an­schau­li­chen und reli­giö­sen Neutralität“ bekenne. Zudem meinte Techt, dass „wir und unsere Trainer in einer Vorbildfunktion unse­ren Teilnehmern west­li­che und huma­nis­ti­sche Wertvorstellungen ver­mit­teln wol­len“.

Arbeiterkammer unter­stützt Muslima mit Gutachten

Und den­noch: Helga Suleiman eine frei­be­ruf­li­che Trainerin, deren Auftrag im Mai aus­läuft, will wei­ter­hin mit Kopftuch unter­rich­ten. Sie wandte sich an die Arbeiterkammer, die wie­derum die Universität Innsbruck mit einem Rechtsgutachten beauf­tragt hat. Techt will nun die­ses Gutachten abwar­ten, die Dienstanweisung gelte zwar nach wie vor, sie werde aber nicht sank­tio­niert. Da die Arbeiterkammer die Ansicht ver­tritt, dass man der Muslima das Tragen des Kopftuchs trotz Entscheids des Europäischen Gerichtshof nicht ver­bie­ten könne, kann man sich leicht aus­ma­len, in wel­che Richtung das Gutachten ten­die­ren wird.

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