Orbán: Das „Soros-Netzwerk“ drängt sich an die Macht

Quelle: MTI

Das Netzwerk des US-Finanziers George Soros habe sich für den ungarischen Wahlkampf „angemeldet“, sagte Ministerpräsident Viktor Orbán am Freitag in einem Radiointerview. „Das Soros-Netzwerk funk­tion­iert wie eine Partei: Es will Regierungen ablösen und schwächen, die sich für eine Remigration von Muslimen ein­setzt“, sagte Orbán gegenüber Kossuth Radio.

Der Ministerpräsident sagte, er erwarte von dem „Soros-Netzwerk“, Propaganda zu betreiben, zivile Gruppen zu stärken, „Hunderte oder Tausende von Menschen zu bezahlen“ und so genan­nte Zivilzentren im ganzen Land zu schaf­fen, die genau wie poli­tis­che Parteien während einer Kampagne funk­tion­ieren wür­den.

Orbán sagte, Soros habe es bere­its geschafft, seine Agenda durch das Europäische Parlament zu drän­gen. Jetzt, da dieser Körper Druck auf den Europäischen Rat ausübt, um die Premierminister der Blöcke dazu zu bewe­gen, seine Entscheidung zu bil­li­gen, damit die Ansiedlung von Migranten in Gang kom­men kann, bestand er darauf.

Orbán sagte, die ungarische Regierung müsse sich mit Soros befassen, sobald „seine riesige Maschinerie … sich plöt­zlich in die Migrationsfrage ein­mis­cht und der Finanzspekulant seinen Plan vor­legt, für dessen Umsetzung er sein Netzwerk mobil­isiert“. „Seither ist das für Ungarn zu einer Art Überlebenskampf gewor­den“, fügte der Ministerpräsident hinzu.

Das „Soros-Netzwerk“ will den Zaun an der Südgrenze Ungarns abbauen, weil es keine Trennungen zwis­chen den Ländern durch Grenzen geben soll, betonte Orbán. Er möchte, dass die Ungarn froh sind, Menschen aus anderen Kulturen zu emp­fan­gen und ihnen Geld zu geben, sagte er. „Aber wir wollen eine andere Art von Zukunft.“

Deshalb musste der Staat alle ihm zur Verfügung ste­hen­den Mittel ein­set­zen, ein­schließlich eines neuen Berichts der inländis­chen Geheimdienste über die Zusammensetzung, den Betrieb und den Einfluss der „Soros-Maschine“ hinzuge­fügt. Auf die Frage, wie viel von dem Bericht veröf­fentlicht würde, sagte Orbán, die Regierung müsse vor­sichtig sein, weil kein Land seine nachrich­t­en­di­en­stlichen Fähigkeiten in Bezug auf „schwer zu erlan­gende Informationen“ offen legen wolle.

Orbán zitierte einen Satz aus dem Bericht und sagte, der Bericht der Open Society Foundation vom let­zten August deute darauf hin, dass er „ein­flussre­iche Akteure“ rund um das Thema Migration unter­stützt habe, ein­schließlich Denkfabriken, poli­tis­che Analysezentren und zivile Gruppennetzwerke, um die Migrationspolitik zu gestal­ten und bee­in­flussen die Prozesse, die die Regulierung der Migration bes­tim­men.

Auf die Frage nach der Debatte um die Existenz eines so genan­nten Soros-Plans antwortete Orbán, er stamme aus einem „Interpretationsproblem“ und argu­men­tierte, dass Soros selbst das Dokument veröf­fentlicht habe, das er als „einen Plan“ beze­ich­net. In Bezug auf die öffentliche Umfrage „Nationale Konsultation“ der Regierung zum „Soros-Plan“ sagte Orbán, dass die Migrationsproblematik die Zukunft Ungarns bes­timmt.

Es schien, dass das ungarische Volk eine klare Position dazu hatte, sagte er und argu­men­tierte, dass es „Anstrengung“ erforderte, auf die Umfrage zu antworten, weil die Leute den Fragebogen lesen, ver­ste­hen und aus­füllen müssen, möglicher­weise sogar disku­tieren es mit ihren Frauen oder Freunden „, bevor es ver­schickt wird.

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