Orbáns Begründung, wieso Ungarn 1300 Migranten aufgenommen hat: „sie sind nicht mit der Tür ins Haus gefallen, sondern klopften an”

Viktor Orbán (Fotoquelle: visegradpost.com)

Die Politik Ungarns blieb unver­än­dert: es wür­den keine Einwanderer auf­ge­nom­men, nie­mand würde in Ungarn ange­sie­delt wer­den – erklärte der unga­ri­sche Ministerpräsident, Viktor Orbán am Freitag in dem­sel­ben Interview vom Kossuth-Rádió, in dem er auch ver­riet, dass Ungarn 1300 Menschen auf­ge­nom­men hat.

Endlich äußerte sich Viktor Orbán per­sön­lich im Hinblick auf die im Geheimen auf­ge­nom­me­nen Flüchtlinge. Der Regierungschef ver­suchte zu ret­ten, was es noch zu ret­ten gab, so ver­tei­digte er auch die meh­rere Dutzende Milliarden Forint kos­tende Propaganda, und ver­kün­dete stolz, dass die Betroffenen nicht infolge der EU-Quotenregelung ins Land kamen, da die unga­ri­sche Regierung diese nie­mals akzep­tierte.

Er sagte hin­ge­gen, dass sie dem vom unga­ri­schen Rechtssystem ange­nom­me­nen inter­na­tio­na­len asyl­po­li­ti­schen Abkommen nach­kom­men wür­den, wonach wenn sie sehen, dass jemand tat­säch­lich inter­na­tio­na­len Schutz bedarf, dann sichere Ungarn für ihn vor­über­ge­hend Schutz.

Laut Orbán wären die auf­ge­nom­me­nen 1300 Flüchtlinge nicht mit der Tür ins Haus gefal­len, son­dern klopf­ten an der Grenze an, um ihr Schutzbedürfnis zu äußern. Wenn sie wirk­lich Schutz benö­tig­ten, würde ihnen vor­über­ge­hend Schutz gewährt, doch in dem Moment, wenn sie keine Schutzbedürftigen mehr wären, müss­ten sie dort­hin zurück­keh­ren, woher sie kamen und sie wür­den nie unga­ri­sche Staatsbürger sein – so Orbán.

Seit 2015 betont die Propaganda der Orbán-Regierung Tag und Nacht, dass Pro-Einwanderungsorganisationen die Ansiedlung der Migranten mit Bargeld unter­stütz­ten. Sie star­te­ten eine Kampagne mit einem Kostenpunkt von meh­re­ren Dutzenden zehn Milliarden Forint, in der es hieß, dass die Migranten die Arbeitsplätze der Ungarn weg­neh­men wür­den. Bezüglich der Ansiedlung und der Integration war Viktor Orbán um die christ­li­che Kultur besorgt,  und er dekla­rierte mehr­mals, dass die Ungarn das Recht hät­ten selbst ent­schei­den zu dür­fen, mit wem sie zusam­men­le­ben wol­len.

Quelle: alfa​hir​.hu/​2​0​1​8​/​0​1​/​1​9​/​o​r​b​a​n​_​v​i​k​t​o​r​_​m​e​n​e​k​u​l​t​e​k​_​b​e​v​a​n​d​o​r​l​a​s​_​m​i​g​r​a​n​s​o​k​_​a​l​t​u​s​z​_​k​r​istof

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