15. Oktober: Chaos in Italien?

Auch die italienische Polizei rebelliert bereits · Bildquelle: MPI

Der 15. Oktober ist in Italien ein beson­ders span­nendes Datum. An diesem Tag tritt die Pflicht zum Besitz eines Gesund­heits­passes am Arbeits­platz, in den Alpen „Grüner Pass“ genannt, in Kraft. Diese Verpflich­tung gilt auch für die Polizei, den repres­siven Arm des Staates.

Aber es gibt Span­nungen in Poli­zei­kreisen. Dies zeigt sich auch in dem sehr harschen Ton, mit dem die Poli­zei­ge­werk­schaft FSP die Leiterin des italie­ni­schen Innen­mi­nis­te­riums, Luciana Lamor­gese, angreift. Der 15. Oktober rückt näher und die Forde­rung nach einem grünen Pass für Arbeit­nehmer auf den italie­ni­schen Straßen birgt die Gefahr eines Verkehrs­chaos. Es gibt Tausende von Arbeit­neh­mern, die nicht geimpft sind. inklu­sive Poli­zisten. Wochen sind vergangen, aber es wurde noch keine Lösung gefunden.“

Heute stand eine Sitzung im Innen­mi­nis­te­rium auf dem Programm, um die Ange­le­gen­heit mit den Gewerk­schaften zu klären, aber Minis­terin Lamor­gese, von der erwartet wurde, dass sie „sowohl auf die poli­ti­schen Fragen als auch auf die tech­ni­schen opera­tiven Grund­lagen eingeht“, „hat sich nicht herab­ge­lassen, anwe­send zu sein“, kriti­sieren die Poli­zei­ge­werk­schaften, „und sie hat uns nicht einmal eine Antwort geschickt. Die Poli­zei­ver­treter pran­gern die „abso­lute, totale Gering­schät­zung“ an, die die Minis­terin „allen Männern und Frauen der staat­li­chen Polizei“ entge­gen­bringt. „Die Sitzung endete in einer Sack­gasse, weil es immer noch keine Richt­li­nien des Minis­te­riums für öffent­liche Verwal­tung gibt, um die Situa­tion zu bewäl­tigen. In Bezug auf den Punkt „Sie sind nicht bereit“ gibt es „mehr Zweifel als Gewiss­heiten“ und „das Sicher­heits­system ist zu komplex, um in Bezug auf Teams, Dienste, Anwe­sen­heit, Tausende von Über­stunden, die entstehen, zu impro­vi­sieren“. Es wird geschätzt, dass es zwischen 15 und 19 Tausend unge­impfte Poli­zei­be­amte gibt. Aber die Polizei ist bereits unter­be­setzt. Auf den Straßen sind nur wenige Patrouillen unter­wegs. Da dies der Fall ist“, schreibt die FSP, „ist es nicht schwer, das Chaos vorher­zu­sehen. Ohne näher auf dieses Themas einzu­gehen, ist fest­zu­stellen, dass die Entschei­dung in Erman­ge­lung einer Verpflich­tung (Impfung, Anm. d. Red.) dem Willen des Einzelnen über­lassen wird. Es liegt jedoch auf der Hand, dass die Umset­zung dieser poli­ti­schen Entschei­dung für die italie­ni­sche Verwal­tung heute nahezu unwahr­schein­lich, wenn nicht gar unmög­lich ist.“

Die Möglich­keit von PCR-Tests für Poli­zisten ist nicht wirk­lich eine Option. Abge­sehen davon, dass sie teuer sind und die Kostern nicht erstattet werden, ist es ange­sichts der „Tausenden von Stunden außer­or­dent­li­chen tägli­chen Dienstes, die anfallen und obli­ga­to­risch sind“, prak­tisch unmög­lich, die Dienst­stunden mit der „strengen Gültig­keit des grünen Passes“ in Einklang zu bringen. „Bei der Poli­zei­ar­beit weiß man oft nicht, wann man anfängt und wann man aufhört, und eine Schicht kann sechs, zehn oder acht­zehn Stunden am Stück dauern. Und wenn der grüne Pass in der Zwischen­zeit abläuft, was tun Sie dann? Was passiert, wenn ein Poli­zei­be­amter, obwohl er sein Bestes tut, fest­stellt, dass die Apotheken verstopft sind und er keinen Anti­gen­test durch­führen lassen oder die Ergeb­nisse nicht recht­zeitig erhalten kann?“

Die Gewerk­schaften fordern seit langem, dass zumin­dest die Tests kostenlos sind. Aber bisher hat die Regie­rung Nein gesagt. Letzt­lich besteht die Gefahr, dass die nicht gegen Covid geimpften Poli­zisten zu Hause bleiben und die geimpften Poli­zisten einge­setzt werden, „um even­tu­elle orga­ni­sa­to­ri­sche und poli­ti­sche Störungen zu kompen­sieren“. Die Forde­rungen sind einfach: Die Gewerk­schaft möchte, dass „das Inkraft­treten des Geset­zes­de­krets“ über den grünen Pass verschoben wird, „weil das Sicher­heits­system in Erman­ge­lung von Gewiss­heit nicht bereit ist“.

Die andere Gefahr für die Regie­rung Draghi besteht darin, dass sich die Polizei auf die Seite der Hundert­tau­senden von Demons­tranten stellt, die Tag und Nacht die Straßen der italie­ni­schen Städte besetzen, um gegen das Gesund­heits­pass zu protes­tieren, und die für den 15. Oktober und die folgenden Tage weitere Blockaden in ganz Italien vorbereiten.

Außerdem hat das italie­ni­sche Innen­mi­nis­te­rium bereits einen Rück­zieher gemacht, indem es kosten­lose Tests für Hafen­ar­beiter, die die Häfen blockieren, in Betracht zieht. Harte Proteste, die die Wirt­schafts­zen­tren treffen, wie die, die in den letzten Tagen in Italien statt­fanden, zahlen sich also aus… das Chaos, das die globalen Eliten wissent­lich orga­ni­sieren, erschreckt immer noch die poli­ti­schen Mario­netten, die sie sowohl in Italien als auch in Frank­reich an die Macht gebracht haben…

Quelle: MPI


11 Kommentare

  1. Es gilt aufzu­passen! Das System kolla­biert auch in der nst. BRD und dann tobt das Chaos, oder denken die hohen Damen und Herren, das zornige Volk bleibt ewig still und gefügsam?

    Siehe auch, daß es seit 25 Jahren immer wieder Waffen­a­mnes­tien gab; jetzt wissen Sie auch warum…

    • Was heißt nst? neusteinzeitlich? 

      Die erste Waffen­a­mnestie war nach dem Amok­lauf von Winnenden. Also 2009, wo ein klein­wüch­siger Poli­zist sich als Schüler verkleidet und andere Schüler erschossen hat. Damals wusste man nicht, warum sich ein Poli­zist als Schüler verkleiden sollte – die Leute haben das als Spin­nerei aufge­fasst. Heute weiß man, dass die „Spinner“ damals verdammt nah an der Wahr­heit waren. Denn man kennt ja den Grund, warum Poli­zisten sich verkleiden und sowas tun sollten. 

      Ach ja, und natür­lich war am Tag des „Amok­laufs“ zufällig gerade ein großes Poli­zei­ma­növer. Und zwar in Winnenden. Wie ich gerade (zwar wenig, aber doch erstaunt) gesehen habe, scheint das Internet das Poli­zei­ma­növer „vergessen“ zu haben. Na ja, bei allen großen Anschlägen fanden parallel große Manöver statt, die Methode ist ja sowieso bekannt.

  2. „dass die Entschei­dung [..] dem Willen des Einzelnen über­lassen wird“
    Ja. Das nennt sich dann Anar­chie

    „Die andere Gefahr für die Regie­rung Draghi besteht darin, dass sich die Polizei auf die Seite der Hundert­tau­senden von Demons­tranten stellt“
    Oder die geimpfte Poliztei knüp­pelt die unge­impfte Polize zusammen.

    So wie in Paris am 28.01.2020: Die Polizei knüp­pelt die Feuer­wehr zusammen
    www.t‑online.de/nachrichten/id_87237862/gewaltsame-szenen-in-paris-polizei-pruegeln-bei-protesten-auf-feuerwehrleute-ein.html

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    • Die Pölizie sollte sich – geschlümpft oder unge­schlümpft – auf die Seite des Vülkes schlagen – denn auch die Geschlümpften stehen m. E. auf der Abschüs­s­liste – das sollten sie allmäh­lich mal raffen m. E..

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  3. Schade, dass die Meisten (auch Poli­tiker) diesen großen Plan nicht durchschauen…

    gebildet und infor­miert wollen alle sein – aber bei Blöd­heit nutzt das beste Studium nichts ..

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    • Was erwarten Sie denn von diesen deut­schen Politikern?
      Der Lebensweg eines Über­men­schens mit 3 Worten:

      Kreis­saal, Hörsaal, Plenarsaal

      (auch abge­bro­chene Studiengänge)

  4. „Die Poli­zei­ver­treter pran­gern die „abso­lute, totale Gering­schät­zung“ an, die die Minis­terin „allen Männern und Frauen der staat­li­chen Polizei“ entgegenbringt. “

    Ja ihr unifor­mierten Schnarch­nasen. Das geht schon fast zwei Jahre so.

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    • Hier­zu­lande schon seit mindes­tens 5, im Südwesten 10 Jahren: Ob Massen­im­mi­gra­tion oder S21, die Exeku­tive auf der Strasse darf ausbaden was sich reali­tät­signo­rante Nach­wuchs­fürsten (m/w/d) in ihrem schi­cken Kämmer­lein ausge­brütet und ompro­misslos durch­ge­drückt haben.

  5. Uns droht also das Chaos wenn die Huren dieses Systems mit den Folgen Ihres Handelns konfron­tiert werden? Welch Schre­cken, am Ende haben die nicht mehr genug Leute um Demonstanten zusammen zu schlagen oder Menschen das Essen zu verbieten.

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  6. Da wird es italie­ni­sche Lösungen geben. Vieler­orts regiert sowieso die Mafia. Span­nend wird es, wenn so etwas im deutsch­spra­chigen Mittel­eu­ropa durch­ge­drückt werden soll.

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