Das Schloss der Treue und der Liebe

Schloss Nádasdy · Foto: Civertan, Wikimedia CC BY-SA 3.0

Das reno­vierte Schloss Nádasdy bietet eine Viel­zahl von Attraktionen.

Heute fand die feier­liche Eröff­nung des Projekts „Entwick­lung der Burg Nádasdy in Nádasd­la­dány für touris­ti­sche Zwecke“ im Rahmen des Natio­nalen Schlösser- und Burgen­pro­gramms statt. Das Projekt wurde mit mehr als 2 Milli­arden Forint (ca. 5,6 Millionen Euro), haupt­säch­lich mit EU-Mitteln, realisiert.

An der Veran­stal­tung nahmen Kanz­ler­amts­mi­nister Gergely Gulyás sowie Gábor Törő, Parla­ments­ab­ge­ord­neter der Region, Zsolt Virág, Minis­te­ri­al­be­auf­tragter für das Natio­nale Schlösser- und Burg­pro­gramm, Tamás Glázer, Geschäfts­führer der NÖF National Heri­tage Protec­tion Deve­lo­p­ment Nonprofit Ltd, Graf Borbála Nádasdy als Vertreter der histo­ri­schen Familie und Tünde Varga, Bürger­meis­terin von Nádasd­la­dány (Komitat Fejér) teil.

In der ersten Phase des natio­nalen Programms für Schlösser und Burgen werden 30 Denk­mäler – 18 Schlösser und 12 Burgen – reno­viert, um nicht nur ihre frühere Schön­heit wieder­her­zu­stellen, sondern auch neue Funk­tionen hinzu­zu­fügen, die den Bedürf­nissen des modernen Tourismus entsprechen.

Schloss Nádasdy · Bild­quelle: origo.hu

Schloss Nádasdy in Nádasd­la­dány empfängt ab dem 3. August wieder Besu­cher. Die erste Phase der Revi­ta­li­sie­rung des Schloss­gar­tens ist abgeschlossen.

Der gesamte Bereich wurde unfall­si­cher zugäng­lich gemacht, vor allem der erneu­erte See und die ihn umge­bende Promenade.

Es ist, als befände man sich in diesem histo­ri­sie­renden, mit Türmen verse­henen neugo­ti­schen Schloss im England der Tudor­zeit. Das Gebäude ist noch immer von der uner­schüt­ter­li­chen Loya­lität und dem Enga­ge­ment für Land und Familie seiner Erbauer und deren Vorfahren geprägt. Es handelt sich um eine Familie, in der trotz der dama­ligen Gepflo­gen­heiten eine tiefe Bindung zwischen den Eheleuten über viele Genera­tionen hinweg üblich war.

Die Erbauer des Schlosses, Graf Ferenc Nádasdy und Gräfin Ilona Zichy, teilten diese Liebe zuein­ander und planten ihr gemein­sames Leben in dem Märchen­schloss, ein Leben, das leider schmerz­lich verkürzt wurde: Die junge Gräfin, Mutter von drei Kindern, starb im Alter von 24 Jahren an der Cholera. Der Graf heira­tete nie wieder, sondern plante das Schloss mit seiner Geliebten und rich­tete es nach ihrem Tod ein. Der Frau­en­salon und die Kapelle erin­nern an den Verstor­benen, und das Altar­bild der Heiligen Helena trägt seine Züge.

Das restau­rierte Schloss wird durch die Rück­kehr der Gemälde von Fami­li­en­mit­glie­dern aufge­wertet, die sich ursprüng­lich im Saal der Alten befanden. Die Besu­cher können nun Werke von berühmten Malern wie Gyula Benczúr, Miklós Barabás, János Valen­tiny und Emil Adam sehen.

Die Ausstel­lung ist eine inter­ak­tive Einfüh­rung in all dies, aber auch in das gesell­schaft­liche Leben jener Zeit und die strengen Sitten, die dort herrschten, und über die sich die Besu­cher eben­falls infor­mieren können.

Quelle: origo.hu

Das Nádasdy-Schloss entstand ab 1873 über drei Jahr­zehnte hinweg im Stil des roman­ti­schen Histo­rismus · Foto: MTI/ Noémi Bruzák
Der große Salon · Foto: MTI/ Noémi Bruzák

3 Kommentare

  1. „Das Schloss der Treue und der Liebe“

    Reichtum und Macht, gepaart mit Treue und der Liebe … habe ich noch nie gesehen und kann ich mir auch nicht vorstellen. Aber egal.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here