MdB Petr Bystron (AfD) – von ARD inter­viewt und nicht gesendet

MdB Petr Bystron (AfD) im Interview mit Alexander Wallasch © Foto: Petr Bystron

Der bayri­sche Minis­ter­prä­si­dent Markus Söder stellte gegen­über Robin Alex­ander für die Welt die These auf, dass sich aus dem Umfeld der AfD „ein Corona-Mob oder eine Art Corona-RAF bilden könnte.“ Ein Mob, der zuneh­mend aggres­siver und gewalt­tä­tiger werden könnte. Für Söder ist die AfD also der Steig­bü­gel­halter des Terrors. Und der Minis­ter­prä­si­dent sagt das mitten hinein in die Nach­wehen der Verwer­fungen in den USA, im Kapitol.

Was sagt die AfD selbst dazu? Wollte auch die ARD wissen und befragte dazu Petr Bystron (AfD). Warum Bystron? Der ist Obmann im Auswär­tigen Ausschuss, also in seiner Frak­tion erster Ansprech­partner. Und Bystron hatte via soziale Medien geschrieben, dass Twitter Donald Trumps Video-Aufruf an die Menschen, ruhig zu bleiben, verboten hätte.

Und Bystron fragte öffent­lich ahnungs­voll nach: „Warum wohl?“ Die ARD wollte gerne wissen, wie Bystron sich diese von ihm selbst gestellte Frage beant­wortet. Der Bundes­tags­ab­ge­ord­nete gab der ARD Antworten – aller­dings verzich­tete der Sender anschlie­ßend auf eine Ausstrahlung.

Warum nicht gesendet wurde, gibt Raum für Speku­la­tionen, ist aber auf der anderen Seite auch kein so unge­wöhn­li­cher Vorgang. Medien funk­tio­niert so: Es wird viel produ­ziert, um die rich­tige Auswahl zu bekommen. Petr Bystrons Antworten müssen aber deshalb nicht verloren gehen, wir bilden sie hier ab und ergänzen anschlie­ßend noch um Nach­fragen, die die ARD nicht gestellt hat.

Hier das nie gesen­dete ARD-Inter­view des ARD-Haupt­stadt­stu­dios für HR Rund­funk mit Petr Bystron:

ARD: Warum glauben Sie, wurde die Verbrei­tung des Videos von Präsi­dent Trump auf Twitter gestoppt?

Bystron: Es ist doch völlig egal, warum Twitter diese Meldung unter­bunden hat. Wichtig ist, dass hier ein privates Unter­nehmen eine Kommu­ni­ka­ti­ons­platt­form, die dafür da ist, dass Menschen ihre Meinungen austau­schen, hier eine Meinung zensiert – und zwar die des amtie­renden Präsi­denten der Verei­nigten Staaten von Amerika! Das ist eigent­lich völlig unge­heu­er­lich, was da gerade passiert. In diesem spezi­ellen Fall kommt noch erschwe­rend hinzu, dass die Botschaft in diesem kurzen Video Donald Trump Menschen an einer sehr kriti­schen Situa­tion zu Mäßi­gung aufge­rufen hat. Er hat seine Anhänger dazu aufge­rufen, sich fried­lich zu verhalten und nach Hause zu gehen. So eine Botschaft zu zensieren, ihre Weiter­ver­brei­tung zu unter­binden, das trägt nicht gerade zu Dees­ka­la­tion bei.

ARD: Trump spricht weiterhin von Wahl­be­trug – halten Sie auch daran fest?

Bystron: Ich maße mir nicht an, zu entscheiden, ob es in den USA Wahl­be­trug gab, oder nicht. Wichtig ist, dass es sehr viele Anhalts­punkte dafür gibt: Es haben Menschen unter Eid ausge­sagt, dass Wahl­zettel vernichtet wurden. Wahl­be­ob­achter haben unter Eid ausge­sagt, dass Auszäh­lungen weiter­liefen, nachdem sie raus­ge­schickt wurden. Es ist belegt, dass Tote per Brief­wahl abge­stimmt haben. Und gerade vor wenigen Tagen ist es bei der offi­zi­ellen Anhö­rung vor dem Justiz­aus­schuss des Senats von Georgia dem Team des Sicher­heits­ex­perten Jovan Pulitzer gelungen, sich live in das Domi­nions-System rein­zu­ha­cken – und zwar während der laufenden Wahl! Dabei hätten diese Domi­nion-Computer eigent­lich gar nicht online sein dürfen. Und trotzdem ist so etwas gelungen.

Alle diese und noch viele weitere Verdachts­mo­mente sind da. Und das führt im Endergebnis dazu, dass sehr viele Ameri­kaner an Wahl­be­trug glauben und mit dem Ergebnis der Wahl unzu­frieden sind. Je nach Umfra­ge­institut sind es zwischen 40 und 50 Prozent. All dem sollten die Behörden jetzt nach­gehen, um diese Unzu­frie­den­heit restlos zu entkräften. Damit würden sie es vermeiden, dass es zur weiteren Eska­la­tion kommt. Diese Demons­tra­tion in Washington, die ist Ausdruck eines tiefen Miss­trauens der Menschen gegen­über dem Staat, ein Ausdruck großer Frus­tra­tion. Und es ist ein Ausdruck eben einer großen Unzufriedenheit.

ARD: Wem glauben Sie nützt die Stür­mung des Capi­tols am meisten?

Bystron: Naja, also so eine Aktion nützt am Ende niemanden, auch wenn sich viel­leicht manche der Radi­kalen unter den Trump-Anhän­gern freuen, dass sie ikoni­sche Bilder erzeugt haben, die dem Sturm auf die Bastille ähneln. Das wird zwar in die Geschichte eingehen, denn es ist völlig präze­denzlos. In den letzten 150 Jahren ist sowas in Washington nicht passiert. Viele denken, dass es Joe Biden jetzt nutzen würde, weil es die Trump-Anhänger massiv diskre­di­tiert. Aber auch das ist ein Trug­schluss. Auch Joe Biden wird es auf lange Sicht nicht helfen. Er startet seine Präsi­dent­schaft mit einer sehr, sehr schweren Hypo­thek. Er über­nimmt ein absolut gespal­tenes Land. Über 54 Prozent der Ameri­kaner waren eigent­lich mit der Präsi­dent­schaft von Donald Trump zufrieden – In Umfragen haben sie gesagt, ihnen gehe es besser als vor vier Jahren. Es war ein außer­or­dent­lich umstrit­tener, aber auch außer­or­dent­lich erfolg­rei­cher Präsi­dent. Die Beschäf­ti­gungs­rate ist auf Rekord­stand. Die Beschäf­ti­gungs­zahlen von Schwarzen und Latinos sind auf Rekord­höhe. Er hat Amerika in keine Kriege verwi­ckelt. All das war sehr positiv. Und trotzdem ist das Land gespalten. Das geht auf die Kappe der Demo­kraten und der Main­stream-Medien, die trotz all dieser Erfolge von Trump während der gesamten Regie­rungs­zeit gegen ihn auf übelste Weise gehetzt haben. Das hat das Land so gespalten. Um Biden geht auch mit seiner Familie in einer sehr schwie­rigen Zeit. Die FBI und die ameri­ka­ni­sche Steu­er­be­hörde IRS ermit­teln gegen seine Familie – gegen seinen Sohn Hunter, gegen seinen Bruder. Das wird eine sehr schwie­rige Präsi­dent­schaft, während das Land in einer sehr, sehr gespalten ist. Also am Ende, denke ich, sehen wir nur Verlierer auf beiden Seiten.

Bystrons Antworten des Radio-Inter­views wurden vom Büro Bystron für die hier abge­bil­dete schrift­liche Form bear­beitet, geglättet und gekürzt.

Im Rahmen der Nicht­ver­öf­fent­li­chung eines ARD-Inter­views mit Petr Bystron, hat der Publi­zist Alex­ander Wall­asch den Bundes­tags­ab­ge­ord­neten der AfD interviewt:

Wall­asch: Sie haben Trump als einer der ersten in Deutsch­land zur Wieder­wahl gratu­liert. Verfrüht. Werden sie nun auch Biden gratu­lieren – gerade noch rechtzeitig?

Bystron: Sie spielen wohl auf eine Pres­se­mit­tei­lung vom Wahltag, in der ich geschrieben habe, dass, wenn der Trend anhält, Trump als Präsi­dent im Amt bestä­tigt wird. Der Stand der Auszäh­lungen war zu dem Zeit­punkt so, dass Trump in allen wich­tigen Swings-States weit vorne lag. In der Nacht wurden dann in den fünf entschei­denden Swing-States aus bisher unge­klärten Gründen die Auszäh­lungen gestoppt. In den nächsten Tagen tauchten dort wunder­sa­mer­weise ausge­rechnet so viele Stimmen auf, um Joe Biden zu einem knappen Sieg zu gereichen.

Beson­ders ekla­tant war dies in Atlanta, wo die Wahl­be­ob­achter um 22:30 Uhr mit der Begrün­dung heim­ge­schickt wurden, es hätte in der Früh einen Rohr­bruch gegeben, der das weitere Auszählen bis in die Nacht verzö­gern würde, und man möge sich daher auf den nächsten Tag vertagen. Nachdem die Beob­achter weggingen, blieben aber einige Wahl­helfer trotzdem in den Auszähl­räumen zurück und holten Koffer voller Stimmen aus einem Versteck hervor, um diese (teils mehr­fach) durch die Zähl­ma­schinen zu jagen. Diese „Auszäh­lung“ dauerte von 23:00 bis 1:30 Uhr in der Früh und ist komplett durch mehrere Über­wa­chungs­ka­meras aufge­zeichnet worden. Alleine durch diese eine Aktion kamen 18.000 Stimmen für Joe Biden dazu – der amtliche Vorsprung von Biden ist 12.670 Stimmen. Durch­ge­führt wurde diese „Zahlung“ von dem Wahl­leiter Ralph Jones, der Wahl­hel­ferin Ruby Freeman und ihre Tochter Shaye Moss – zufällig den glei­chen Personen, die zuvor die Wahl­be­ob­achter unter dem erfun­denen Vorwand eines Rohr­bruchs nach Hause geschickt hatten.

Es ist immer noch nicht geklärt, warum alle diese Bundes­staaten wie abge­spro­chen mit dem Zählen aufge­hört haben, es ist nicht geklärt, was Jones, Freeman und Moss da getrieben haben und vor allem, warum diese Leute nie vom FBI befragt wurden. So lange diese und viele weitere Fragen nicht beant­wortet sind, wird es erheb­liche Unsi­cher­heiten bezüg­lich der Recht­mä­ßig­keit der Wahl geben.

Wall­asch: Staats­be­amte, die das Video über­prüft haben, haben aller­dings eindeutig fest­ge­stellt, dass es sich hier um ganz normale Vorgänge handelt und in den Koffern ledig­lich Stimm­zettel der Brief­wahl gesam­melt waren. Die dort verstaut worden und dann einfach zur Zählung hervor­ge­holt. Dieselben Beamten haben fest­ge­stellt, dass auch niemand einen Raum verlassen musste, sondern dass die Leute frei­willig gegangen sind.

Bystron: Na ja, das ist, als wenn Andy Scheuer und Markus Söder baye­ri­sche Staats­be­amte schi­cken würden, die Unre­gel­mä­ßig­keiten bei dem Maut-Desaster zu unter­su­chen. Der Gouver­neur Brian Kemp warb aktiv um chine­si­sche Inves­ti­tionen, seine Leute fädelten einen Millionen-Deal mit der Firma Domi­nion an – da ist das Inter­esse relativ gering, einen Auszähl­skandal ausge­rechnet mit Hilfe der Domi­nion-Geräte in die Welt zu setzen. Entspre­chend steht die Behaup­tung dieser Beamten, alle Beob­achter hätten den Auszähl­raum aus freien Stücken verlassen, im Wider­spruch dazu, was die Betrof­fenen selbst unter Eid ausge­sagt haben. Wohl auch deswegen hat der Rechts­aus­schuss des Senats von Georgia eine unab­hän­gige Nach­prü­fung ange­ordnet. Diese steht noch aus.

Wall­asch: Nun ist aber Joe Biden neuer US-Präsi­dent. Werden Sie ihm auch gratulieren?

Bystron: Es gibt keinen Grund, warum ausge­rechnet ich Joe Biden gratu­lieren sollte. Bei Trump war es etwas ganz anderes. Sie dürfen nicht vergessen, dass der gesamte deut­sche poli­tisch-mediale Komplex gegen Trump vier Jahre lang gehetzt hatte. Der Bundes­prä­si­dent Frank Walter Stein­meier (SPD) beschimpfte ihn während des Wahl­kampfes und gratu­lierte ihm 2016 nicht einmal zur Inau­gu­ra­tion. Wir haben dadurch nach den vier Jahren die schlech­testen deutsch-ameri­ka­ni­schen Bezie­hungen seit dem Zweiten Welt­krieg. Da war es wichtig zu zeigen, dass es in Deutsch­land mit der größten Oppo­si­ti­ons­partei eine bedeu­tende poli­ti­sche Kraft gibt, die seine Wieder­wahl begrüßen würde. Biden hingegen wird von Glück­wün­schen der ganzen Stein­meiers, Maas‘ und Merkels nur so über­häuft. Ihm in dieser Situa­tion auch noch zu gratu­lieren, das wäre, wie im September 2015 zum Bahnhof mit einem Teddy­bären unterm Arm zu gehen.

Wall­asch: Die Paral­lelen sind nicht von der Hand zu weisen: Von der so genannten Stür­mung des Reichs­tages im Umfeld einer Quer­denken-Demo und der umstrit­tenen Auftritte von Gästen der AfD im Reichstag hin zur so genannten „Erstür­mung“ des Kapi­tols. Die deut­schen Aktionen wirken wie die kleine Gene­ral­probe der größeren Ausgabe in den USA – Zufall?

Bystron: Herr Wall­asch. Wenn Sie so weiter machen, quali­fi­zieren Sie sich bald für die Mitar­beit bei ARD/ZDF. Die beiden Vorgänge kann man doch gar nicht gleich­setzen! Hier in Deutsch­land hat eine Hand­voll Blogger, die sich zuvor alle am Eingang ordent­lich ange­meldet hatten, im Bundestag gefilmt und Inter­views mit den Abge­ord­neten geführt. Hätten sie einen Pres­se­aus­weis statt des Besu­cher­aus­weises gehabt, wäre es genau das gewesen, was früher auch Reporter von RTL oder ZDF gemacht haben. Niemand kam dabei zu Schaden. Minister Altmeier hat öffent­lich verlaut­baren lassen, er hatte sich nicht bedrängt gefühlt, Bundes­tags­prä­si­dent Schäuble verglich die Ereig­nisse zuletzt in einem Inter­view mit den Aktionen von Green­peace und Extinc­tion Rebel­lion, die beide letztes Jahr im Bundestag demons­triert hatten. Bereits der Vergleich ist schon schief, denn diese Gruppen wurden tatsäch­lich in den Bundestag an den Poli­zei­kon­trollen vorbei „eigen­schleust“ und haben dort poli­tisch demons­triert, was bei den Blog­gern beides nicht der Fall war. Dies nun mit dem Sturm auf den Capitol gleich­zu­setzen, bei dem zig Demons­tranten in das Gebäude (teils gewaltsam) eindrangen, sich Range­leien mit der Polizei lieferten, bei denen eine Demons­trantin erschossen wurde, das machen nicht einmal Ralf Stegner und Claudia Roth. Und das will ja etwas heißen.

Dieser Beitrag erschien erst­mals im Blog von Alex­ander Wall­asch.

2 Kommentare

  1. Um was es wirk­lich geht – auch wenn es für die meisten Menschen noch utopisch und irreal anmutet – bitte weiter­geben, weiter­sagen, verbreiten, teilen, teilen, teilen solange das Video noch nicht gelöscht wurde.

    www.youtube.com/watch?v=zDzhZ6xCIPE&feature=youtu.be

    Auf dem Dollar­schein steht:

    Annuit Coeptis Novus ordo seclorum. – ANNUIT ist zusam­men­ge­setzt aus:

    AN = de.wikipedia.org/wiki/An_(Gottheit)

    NUIT = wiki.yoga-vidya.de/Nuit

    Wir haben es hier also mit den ANUNNAKI zu tun.

    COEPTIS heißt „Unter­nehmen“

    ANNUIT COEPTIS = de.wikipedia.org/wiki/Annuit_coeptis

    „Er war unserem Unter­nehmen gewogen“. – Wer war ihrem Unter­nehmen gewogen? AN-NUIT der ANUNNAKI.

    „Novus ordo seclorum“ heißt: „Eine neue Ordnung der Zeit­alter“ – de.wikipedia.org/wiki/Novus_ordo_seclorum

    ANNUIT COEPTIS NOVUS ORDO SECLORUM heißt also: „Er war unserem Unter­nehmen, eine neue Ordnung der Zeit­alter zu errichten, gewogen.“ und Er = AN-NUIT – und AN-NUIT scheint diesem ihrem Unter­nehmen noch immer gewogen zu sein.

    Niemand, der sich diesen Tatsa­chen verschließt, dass wir es hier nicht (nur) mit Menschen zu tun haben, wird verstehen, was hier in dieser Zeit wirk­lich vor sich geht und worauf es abzielt bzw. worauf DIESE abzielen.

    Sie wollen nicht weniger als die Erde für sich alleine.

  2. Der AfD MdB sollte einmal zu dem in Berlin neu gegrün­deten „Netz­werk kriti­scher Richter und Staats­an­wälte“ Kontakt aufnehmen, laut Impressum ist der Richter Dr. Pieter Schleiter für Kontakt­auf­nahmen zuständig.
    Auf ihrer Website stellen sich die Mitglieder des Netz­werkes mit folgendem Text vor: „Wir sind ein schnell wach­sendes Netz­werk von Rich­tern und Staats­an­wälten, die das poli­ti­sche Handeln und das Handeln der Gesetzes- und Verord­nungs­geber in der Coro­na­krise aus rechts­staat­li­cher Sicht mit großer Sorge beobachten“.
    Auf die Website sollen schon mehr als 55.000 Juristen zuge­griffen und viele von ihnen ihr Inter­esse bekundet haben.

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