Soros-Univer­sität im Faden­kreuz in Ungarn

Foto: MTI

Das Bildungsamt, eine Abtei­lung inner­halb des Minis­te­riums für Human­res­sourcen, hat eine Verlaut­ba­rung veröf­fent­licht, in der zahl­reiche von der Behörde behaup­tete Unre­gel­mä­ßig­keiten beim Betrieb von 28 Univer­si­täten aufge­listet sind. Bei den Trägern sämt­li­cher dieser Univer­si­täten handelt es sich um im Ausland ansäs­sige Insti­tu­tionen. Die Central Euro­pean Univer­sity (auch durch George Soros geför­dert) wird in der Pres­se­mit­tei­lung nicht ausdrück­lich erwähnt. Das der Regie­rung nahe­ste­hende Inter­net­portal Origo.hu berichtet aller­dings, dass auch beim Betrieb der CEU Unre­gel­mä­ßig­keiten entdeckt worden seien. Der Rektor der Univer­sität, Michael Igna­tieff, wies die Beschul­di­gungen umge­hend zurück und sagte, die von der Regie­rung geplanten Regu­lie­rungen zielten ganz bewusst auf eine Schlie­ßung der CEU ab. Laut einer von der CEU am Diens­tag­abend veröf­fent­lichten Pres­se­ver­laut­ba­rung plant die in Buda­pest ansäs­sige Hoch­schule eine Verleum­dungs­klage gegen Origo. Die neuen Vorschriften würden unter anderem verlangen, dass die CEU ihren Namen und ihre Lehr­pläne ändert, in New York einen neuen Campus einrichtet sowie sich den Regie­rungen der USA und Ungarns unterstellt.

Unter­dessen hat der Minister für Human­res­sourcen, Zoltán Balog, eine Novel­lie­rung des Gesetzes über die Hoch­schul­aus­bil­dung vorge­legt. Demnach würden Univer­si­täten, deren Haupt­sitze in nicht der EU ange­hö­renden Ländern liegen, in Ungarn ausschließ­lich auf der Grund­lage von bila­te­ralen Regie­rungs­ver­ein­ba­rungen tätig sein dürfen. Die betrof­fenen Univer­si­täten müssten sich ab Januar 2018 an die neuen Vorschriften halten. Danach dürften sie keine Imma­tri­ku­la­tionen mehr vornehmen, aller­dings werde bereits einge­schrie­benen Studenten ein Abschluss ihre Studien gestattet.

Weiter­lesen: www.budapost.de/2017/03/ceu-im-fadenkreuz/

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