Das slowakische Staatsbürgerschaftsgesetz kostet vielen die Staatsbürgerschaft

Bisher 1.529 Menschen haben ihre slowakische Staatsbürgerschaft verloren - Fotoquelle: Hírek.sk

Den aktuellen sta­tis­tis­chen Daten des Pressburger Innenministeriums ist fol­gen­des zu ent­nehmen: auf Grund des slowakischen Staatsbürgerschaftsgesetzes ver­loren 1529 Personen durch Annahme einer anderen Staatsbürgerschaft ihre slowakische Staatsbürgerschaft.

Die meis­ten davon, näm­lich ins­ge­samt 421 Personen, wegen der Annahme der tschechis­chen Staatsbürgerschaft.

Die slowakische Staatsbürgerschaft ver­loren auch jene Personen ver­loren, welche die deutsche (363), öster­re­ichis­che (225), britis­che (144), ungarische (76), amerikanis­che (61), nor­wegis­che und nieder­ländis­che (jew­eils 34), bel­gis­che (26), schweiz­erische (23), ital­ienis­che (22), irländis­che (21), kanadis­che (17), aus­tralis­che (16), finnis­che und schwedis­che (jew­eils 10), franzö­sis­che (9), chi­ne­sis­che und rus­sis­che (jew­eils 3), isländis­che, pol­nis­che und ukrainis­che (jew­eils 2) und in je einem Fall die lux­em­bur­gis­che, dänis­che, neuseeländis­che, israelis­che und die ser­bis­che Staatsbürgerschaft annah­men.

Das von der ersten Fico-Regierung ver­ab­schiedete Gesetz galt als Reaktion auf das ungarische Gesetz aus dem Jahre 2010, welches seit 2011 für die in Ausland leben­den Ungarn die Zuerkennung der ungarischen Staatsbürgerschaft vere­in­facht hat und eine Doppelstaatsbürgerschaft, jeden­falls aus ungarischer Sicht, toleriert.

Nach dem gel­tenden slowakischen Gesetz ver­lieren hinge­gen alle, die eine fremde Staatsbürgerschaft erwer­ben, die slowakische.

Seit der Verabschiedung des Gesetzes wurde öfters der Versuch unter­nom­men, die Gesetzgebung zu präzisieren, aber keiner war bisher von Erfolg gekrönt. Mit dem gegen­wär­ti­gen Gesetz hat sich auch das Verfassungsgericht der Slowakei beschäftigt, sich jedoch darüber, ob es ver­fas­sungswidrig ist oder nicht, nicht geäußert. Das slowakische Innenministerium hat einen bere­its früher angekündigte Gesetzesänderungsentwurf bis dato nicht vorgelegt, und anhand jüng­ster Informationen steht es ziem­lich sicher fest, dass dieser vor­läu­fig auch nicht auf der Tagesordnung steht.

Quelle: www.hirek.sk/belfold/20161016171124/Eddig-1–529-szemely-veszitette-el-szlovak- allampolgarsagat.html

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