Silvester in Frankreich: Eine Mischung aus Köln 2015 und Hamburg beim G20 Gipfel

Telefonkiosk / wikimedia (CC-BY-SA 3.0)

Obwohl fast 100.000 Polizisten und Soldaten in Frankreich dafür sor­gen soll­ten, dass es zu kei­nem zwei­ten Köln 2015 kommt, wurde die Silvesternacht von aus­ufern­der Immigrantengewalt über­schat­tet.

Das fran­zö­si­sche Aufgebot der Polizei ent­spricht der fünf­fa­chen Anzahl an Polizisten, über die Österreich im Gesamten, ein­schließ­lich Verwaltungsdienst, ver­fügt, bei einer etwa sie­ben­fa­chen Größe: Vergleichend wären in Österreich 12.000 Polizisten für diese eine Nacht im Dienst gewe­sen – mehr als 50 Prozent aller hei­mi­schen Polizisten!

Mehr als 1.000 Fahrzeuge gin­gen in der Silvesternacht in Frankreich in Flammen auf, was einer Steigerung von mehr als zehn Prozent zum Vorjahr ent­spricht. Landesweit wur­den nach Angaben des Innenministeriums elf Polizisten und Gendarmen ver­letzt. 510 Menschen wur­den vor­läu­fig fest­ge­nom­men, 349 davon kamen in Polizeigewahrsam.

Besonders bru­tal ging es in einem Vorort von Paris zu. Die Polizei waren zu einem Veranstaltungslokal in Champigny-sur-Marne geru­fen wor­den, weil meh­rere Personen ver­sucht hat­ten, sich gewalt­sam Zugang zur Silvesterparty zu ver­schaf­fen. Dabei wur­den die zwei Polizisten ange­grif­fen und kran­ken­haus­reif geprü­gelt. Einem Beamten wurde die Nase gebro­chen, seine zu Boden gewor­fene Kollegin wurde von meh­re­ren Personen getre­ten und geschla­gen. Erst zu Hilfe eilende Polizisten konn­ten ihren Kameraden mit­tels Tränengas bei­ste­hen.

Präsident Emmanuel Macron ver­ur­teilte den Vorfall via Twitter als „feige und kri­mi­nelle Lynchjustiz“. Er werde die Schuldigen fin­den und bestra­fen, immer­hin „greife der unsere Republik an“, der die fran­zö­si­schen Sicherheitskräfte angreife, wie Innenminister Gérard Collomb erklärte.

Welche Taten den voll­mun­di­gen Ankündigungen fol­gen, wird inter­es­sant, wenn nicht ein­mal die Tätergruppe beim Namen genannt wird. Seit Jahren kommt es in Europa durch afri­ka­ni­sche und vor­der­asia­ti­sche Männer zu gewalt­tä­ti­gen Ausschreitungen und Übergriffen in der Silvesternacht. Präsident Macron ver­lau­tete im Spätherbst ledig­lich, Beamte mit Kameras aus­zu­stat­ten, die Ausweiskontrollen fil­men.

Ähnliches hatte schon François Hollande vor vier Jahren ver­spro­chen. ID-Checks soll­ten schrift­lich doku­men­tiert wer­den, um „Racial Profiling“ zu ver­mei­den. Außerdem will Macron eine „Polizei der all­täg­li­chen Sicherheit“ auf­bauen, die sich in den Banlieus „bes­ser um die Sorgen der Bürger küm­mert“ – statt Gewalttäter außer Gefecht zu set­zen? 10.000 Polizisten sol­len dafür in den kom­men­den Jahren neu ein­ge­stellt wer­den.

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