Opposition und Gewerkschaften führen Proteste gegen Orbán fort

Quelle: MTI

Oppositionsparteien und Gewerkschaften protestierten am Donnerstag in drei ungarischen Städten auf dem Land gegen die jüng­sten Maßnahmen der Regierung. In Zalaegerszeg, Westungarn, block­ierten Demonstranten die Hälfte einer Straße in der Nähe eines Industrieparks für über drei Stunden. An der Demonstration, die gemein­sam von Jobbik, der Sozialistischen Partei, der Demokratischen Koalition (DK), der LMP und der Metallarbeitergewerkschaft organ­isiert wurde, waren über dreißig Fahrzeuge und Demonstranten beteiligt, die ungarische und EU-Flaggen tru­gen sowie Partei- und Gewerkschaftsflaggen und Poster mit ihren Forderungen.

Der Leiter des lokalen Wahlkreises der Jobbik, Richárd Benke, sagte auf einer Pressekonferenz, dies sei die erste gemein­same Demonstration der Oppositionsparteien in der Stadt gewe­sen. Er sagte, das „Sklavengesetz“, die jüng­sten Änderungen des Arbeitsgesetzbuchs, hät­ten sie ver­an­lasst, Meinungsverschiedenheiten und Ideologien aufzuheben und gemein­sam im Interesse der Arbeitnehmer zu protestieren.

In Kecskemét, in Zentralungarn, ver­anstal­teten DK, LMP, die Sozialdemokraten, Jobbik, Momentum, Gewerkschaften und bürg­er­liche Organisationen eine Autoprozession. Sie forderten den sofor­ti­gen Rückzug des „Sklavengesetzes“, reduzierte Überstunden für Polizei, unab­hängige Gerichte, Ungarn, das der Europäischen Staatsanwaltschaft beitritt, und unab­hängige öffentliche Medien. In Békéscsaba im Südosten Ungarns ver­sam­melten sich rund hun­dert Menschen, um vor den Redaktionen der lokalen Tageszeitung gegen die Regierung zu demon­stri­eren. Sprecher der Sozialdemokraten, Jobbik, DK und der Liberalen protestierten gegen die „falschen Nachrichten aus der Propagandapresse und ein­seit­ige, irreführende Informationen“.

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