Die Engländer beschul­digen die italie­ni­sche Natio­nal­mann­schaft des Rassismus

Bildquelle: El Correo de España

Von José Papparelli
 

„Das Auffäl­ligste an der italie­ni­schen Mann­schaft ist, dass sie als einzige der Teil­nehmer keine farbigen Spieler umfasst.“ So schrieb die briti­sche Wochen­zei­tung The Econo­mist in einem Tweet, in einer offenen Attacke „anti­ras­sis­ti­scher“ Empö­rung gegen Italien und seine Fußball­na­tio­nal­mann­schaft, Meister der Euro 2021, weil es ein Team sei, das „zu weiß“ ist.

Die Engländer bluten aus ihrer Wunde. Der Triumph der Azzurri im Londoner Wembley-Stadion ist noch nicht verdaut und wird es wohl auch nie sein. Eine Wunde, die sie sich selbst zufügen, wenn sie päpst­li­cher sein wollen als der Papst oder mit ihrer Version von Black Lives Matter den anti­ras­sis­ti­schen Kampf in Europa anführen.

Die Engländer waren die Pioniere beim Knie­fall auf dem Spiel­feld vor Beginn eines Premiership-Spiels und sie waren auch die Pioniere bei der Euro 2021. Und das ging nach hinten los. Die neuen Verfechter des Multi­kul­tu­ra­lismus, die vor dem modernen Totem des anti­ras­sis­ti­schen Rassen­hasses kapi­tu­lierten, sparten nicht mit ihrer Verach­tung und ihrem Hass auf die Italiener, griffen sie körper­lich an und luden sie ein, ihnen ihre Makka­roni, Pizzen und Calzone in den Rachen zu schieben. Die Engländer sind empört über den italie­ni­schen Rassismus, während ihre Ohnmacht in den sozialen Medien mit Belei­di­gungen gegen Rash­ford, Sancho und Saka, die drei schwarzen engli­schen Spieler, die Elfmeter verschossen haben, explodiert.

Die Untiefen der poli­ti­schen Korrekt­heit lassen keinen Raum für Selbst­ge­fäl­lig­keit, und gerade die Briten nehmen für sich in Anspruch, im Kampf gegen Rassismus führend zu sein und Lektionen in Inte­gra­tion mit außer­eu­ro­päi­schen Völkern und Rassen zu erteilen. In Wirk­lich­keit haben wir es mit einem Fall von typisch angel­säch­si­scher Heuchelei und schlechtem Geschmack zu tun, der sie nicht wirk­lich betrifft, da die Italiener weinend von zu Hause kommen. In England hat man sich immer noch nicht damit abge­funden, dass man das EM-Finale gegen das „weiße“ Italien, in dem sich unter den 26 von Roberto Mancini ausge­wählten Spie­lern keine Schwarzen befinden, verdien­ter­maßen verloren hat. Der Econo­mist akzep­tiert die Situa­tion nicht und schreibt weiter: „Die große Nacht des euro­päi­schen Fußballs war kein großer Moment für den Multi­kul­tu­ra­lismus“.

Die Wahr­heit ist, dass es nicht möglich wäre, in einem kurzen Artikel die verbre­che­ri­sche Geschichte des „Perf­idious Albion“ zu schreiben, seine Ausrot­tung von Völkern und seinen puri­ta­ni­schen Rassismus und die Skla­verei, die sich über die Jahr­hun­derte in der ganzen Welt verbrei­tete; aber es ist möglich, den gegen­wär­tigen briti­schen Phari­sä­ertum und seine Unter­wer­fung unter die Diktatur der „poli­tisch korrekten Globa­listen“ (damit sie es in ihrer Sprache verstehen) deut­lich zu machen, die das Wenige, das noch von der euro­päi­schen, nicht euro­päis­ti­schen, Würde seines Volkes übrig ist, auffrisst.

Italie­ni­scher Rassismus oder Frem­den­feind­lich­keit? Ganz und gar nicht. Die Azzurri haben drei Spieler brasi­lia­ni­scher Herkunft in ihrem Kader: Emerson Palmieri, Rafael Toloi, Jorginho. Sie haben auch Moise Kean, den Sohn ivori­scher Eltern, der kurz vor der Einbe­ru­fung stand. Der umstrit­tene Mario Balo­telli, der eben­falls schwarz ist, spielte eben­falls für die Natio­nal­mann­schaft. Also keine Lektionen von den Englän­dern, nicht eine einzige. In Italien gibt es keine „Rassen­quote“, sondern Verdienst und Italie­nisch­sein jenseits der Hautfarbe.

Zu sehen, wie die Triko­lore, die Flagge eines der von ihnen verach­teten PIGS, stolz und leiden­schaft­lich unter dem engli­schen Himmel weht, tut ihnen weh. In den Geschichts­bü­chern nach­schlagen zu müssen und zu erkennen, dass Rom, als die Bewohner der Inseln noch in rudi­men­täre Felle gehüllt waren und in Hütten lebten, das Impe­rium war, das die bekannte Welt zivi­li­siert hat, tut viel­leicht noch mehr weh. In der Zwischen­zeit ist der Euro­pa­pokal in der Città Eterna und dort wird er auch bleiben.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei EL CORREO DE ESPAÑA, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


10 Kommentare

  1. Was mich an den Italie­nern am meisten geär­gert hat, war das alberne Nieder­knien vor irgend­wel­chen imagi­nären Negern. Warum haben sie das bisher unter­lassen und bei den Englän­dern machen sie es? War für mich enttäu­schend. Gefallen hat mir, wie begeis­tert sie immer ihre Natio­nal­hymne singen! Ja, und mir gefällt eben auch, dass sie keinen Quoten­neger in ihrer Mann­schaft haben.

    • Eine kleine Neckerei: Ihr Name ist ja eine echte Heraus­for­de­rung, Ich kann keine Fremd­spra­chen, aber Einzel­heiten merke ich mr gerne. So habe ich einem hier lebenden Polen erzählt, daß ich einen LKW aus Pwozk gesehen hatte. Er staunte nicht schlecht, auf dem Fahr­zeug stand Plock. Den Schräg­strich ins l kann ich nicht einfügen. Da habe ich noch zu lernen.

    • Ich kannte noch Zeiten, da war Italien noch nicht „EUSAdSSR-verlot­tert“. Fürs Hinknien, hätte es saftige Schläge – und nicht nur verbale – gesetzt!

  2. Hallo die Über­schrift ist falsch.

    Nicht „Die Engländer“, sondern „Die [linke] engli­sche Presse“ sollte es heißen.

    Es fehlt mir (als Deut­scher) noch, dass mich andere an den Aussagen unserer deut­schen KACK-Presse messen !! Ich glaube kaum, dass das in anderen Ländern anders ist. Der im Kopf normal tickende Bürger wird in der Aufstel­lung einer Manschaft keinen Rassismus erkönnen können.

    Übri­gens: Was sagt denn die Frau­en­quote ? In keiner Manschaft der EM habe ich eine Frau gesehen .… das finde ich empö­rend. /SARKASMUS OFF

      • LOL! Ein super Tipp! Ein Partei­buch der Spacken­partei wird „ALLAH­dings“ nicht ausrei­chen, man muss auch mit Herz, aber dafür ohne Verstand „Gutmensch“ sein.

        „Gutmensch“ ist ja ganz ähnlich wie „gut gemeint“, was ja bekannt­lich das glatte Gegen­teil von „gut gemacht“ ist! Auch ist „Gutmensch“ ein Synonym für „Voll­idiot“…

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein