Kanton Una-Sana (Bosnien): Verbot der Einreise und Beför­de­rung von Migranten bleibt wirkungslos

Foto: pressmedia.ba

Die Behörden des Kantons Una-Sana (Bosnien und Herze­go­wina) haben beschlossen, die Einreise und den Trans­port von Migranten in das Gebiet dieses Kantons zu verbieten.

Der Bürger­meister von Bihać, Šuhret Fazlić, erklärte, dass er die Proteste der Bürger in diesem Teil von Bosnien und Herze­go­wina unter­stütze, deren Forde­rungen nach einer Lösung der Migran­ten­krise immer lauter werden.

Auf der Sitzung des Exeku­tiv­rats der Regio­nal­re­gie­rung am 19.8. wurde die Anord­nung erlassen, die Verbrin­gung von Migranten außer­halb der tempo­rären Aufnah­me­zen­tren sowie jede andere Art von Bewe­gung zu verbieten.

Die drin­gende Umsied­lung von Migranten weg von Straßen, verlas­senen Gebäuden, privaten Unter­künften und anderen Orten wurde angeordnet.

Jede Art von Trans­port von Migranten mit jegli­chen Trans­port­mit­teln zum und inner­halb des Kantons ist ab sofort verboten.

Quelle: Pressmedia.ba

Wie machtlos die Regio­nal­be­hörden sind, zeigt jedoch diese aktu­elle Meldung:

Trotz des Verbots kommen Migranten massen­haft in den Kanton Una-Sana

Ille­gale Migranten kommen trotz des von den lokalen Behörden verhängten Verbots weiterhin in den über­füllten Kanton Una-Sana. Sie werden mit dem Bus von der Repu­blika Srpska nach Una-Sana gebracht, von wo aus sie zu Fuß weiter Kroa­tien und andere EU-Länder errei­chen wollen.

Wie Minis­ter­prä­si­dent Mustafa Ružnić bestä­tigte, gibt es trotz des Verbots der Ankunft von Migranten keine Möglich­keit, gegen­über der Repu­blika Srpska Sank­tionen zu verhängen, die syste­ma­tisch Migranten nach Una-Sana bringen lässt.

„In diesem Teil von Bosnien und Herze­go­wina hin wird die Entschei­dung einfach nicht respek­tiert. Busse aus der Repu­blika Srpska trans­por­tieren immer noch ille­gale Migranten hierher, die Migranten steigen aus und die Busse fahren zurück“, erklärte Ružnić.

Derzeit gibt es im Kanton Una-Sana mindes­tens zehn­tau­send ille­gale Migranten, die versu­chen, aus diesem Teil von Bosnien und Herze­go­wina nach Kroa­tien und in die EU zu gelangen.

Quelle: Glasistre.hr

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here