Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde

Im Inter­net­radio mitge­hört und mitge­schrieben von Wilhelm Tell


Aser­bai­dschan.
Erster Flug­hafen in Kara­bach. Der Flug­hafen Fuzuli, ist nach 8 Monaten fertig­ge­stellt. TRT.tr

Äthio­piens Armee fliegt Luft­an­griffe auf Haupt­stadt von Tigray, Mek‘ele (200000 Ew.). SRF.ch

Belgien.Vielen dürfte gar nicht bewusst sein, dass sich auf dem weit­läu­figen Gelände des NATO-Haupt­sitzes in Brüssel eine russi­sche Mili­tär­bot­schaft befindet. Dort waren mehrere Mitar­beiter tätig. Die russi­sche Order, die Mission zu schließen, ist die direkte Antwort darauf, dass das west­liche Mili­tär­bündnis vor zehn Tagen acht Mitar­bei­tern der russi­schen NATO-Mission in Brüssel die Akkre­di­tie­rung entzogen hat. Damit wird eine zwan­zig­jäh­rige Verbin­dung zwischen Ost und West gekappt, SRF.ch

China. Schweiz unter­schreibt Xinjiang-Dekla­ra­tion nicht. SRF.ch Alumi­nium und Magne­sium, zu 85% in China, werden knapp. Preis versie­ben­facht. TRT.tr

Deutsch­land. Sorge um die Genera­tion Alpha. Was läuft schief bei der jüngsten Genera­tion? Zu behütet, sozial auffällig und sprach­lich defi­zitär: Eine Studie zeichnet ein erschre­ckendes Bild der unter 10-Jährigen. 40 % der Kinder zeigen Auffäl­lig­keiten im sprach­li­chen Bereich, 19 % im moto­ri­schen Bereich, 30 % im sozialen Bereich. Das sei nur eine kleine Auswahl der wich­tigsten Ergeb­nisse der Studie über die Genera­tion Alpha – also jener Kinder, die seit 2010 geboren wurden. All diese Ergeb­nisse sind besorg­nis­er­re­gend. Die Über­be­hü­tung durch soge­nannte «Heli­ko­pter-Eltern» oder auch «Rasen­mäher-Eltern» (so genannt, weil sie jedes Hindernis aus dem Weg räumen) kann ein Grund für die stei­gende Unselbst­stän­dig­keit der Kinder sein. 27 % der 8- bis 9‑jährigen Kinder werden von ihren Eltern über­be­hütet. Davon sind 75 % Knaben. Diese Über­be­hü­tung nehme mit stei­gendem Alter noch zu. Über­be­hü­tung könne sich gleich nach­teilig auf die Entwick­lung des Kindes auswirken wie Vernach­läs­si­gung. «Akti­ons­el­tern» über­fluten ihr Kind mit Events. Es dürfe sich nicht lang­weilen und habe keine Zeit mehr, um Erlebtes zu verar­beiten. Kinder könnten deshalb nicht mehr vertieft spielen. 17 % der Kinder werden nicht witte­rungs­gemäß ange­zogen, weil Eltern die Geduld und Zeit fehlen. Sprach­liche Auffäl­lig­keiten im Kinder­garten: Nur 7 % der Kinder spre­chen so deut­lich, dass es die Betreue­rinnen nicht als Auffäl­lig­keit defi­nieren. Im Hort sei die Beherr­schung der Gram­matik zu 78 % auffällig. Im Kinder­garten werden bei 87 % der Kinder moto­ri­sche Auffäl­lig­keiten beob­achtet. Auffäl­lig­keiten im sozialen Bereich: Beim Schließen von Freund­schaften zeigen 67 % im Kinder­garten Auffäl­lig­keiten. Beim Lösen von Konflikten 73 %, im Schul­alter 87 %. 56 % der 4- bis 5‑jährigen Kinder zeigen kein alters­ent­spre­chendes vertieftes Spielen. In Deutsch­land gab es noch nie so viele unglück­liche Kinder. (genera­tion-thin­king de/pos­t/­ge­nera­tion-alpha-studie) ● Merkel möchte bis 19.12. bleiben, um Kohls Rekord zu brechen. ● Stephan Mali­nowski (* 1966 in Berlin) ist ein deut­scher Histo­riker. Soeben erschien sein Buch Die Hohen­zol­lern und die Nazis. Geschichte einer Kolla­bo­ra­tion. Propy­läen, Berlin 2021, ISBN 9783549100295; Wilhelm begrüße den Zusam­men­schluß aller natio­nalen Kräfte, die sich in der schwarz-weiß-roten Front und der NS-Bewe­gung als Einheits­front verkör­pern. SWR.de

Ekuador. Ausnah­me­zu­stand wegen Drogen­kri­mi­na­lität. SRF.ch

El Salvador. Demos gegen Bitcoin als natio­nale Währung. SRF.ch

EU. Gipfel zu Ener­gie­kosten. Keine Antwort auf akut hohe Preise für Strom und Gas. Einige Mitglied­staaten wollen die euro­päi­sche Klima­po­litik verschieben, andere setzen auf gemein­same Reserven. SRF.ch

Frank­reich. Antwort auf hohe Ener­gie­preise. 38 Mio Fran­zosen erhalten 100-Euro-Scheck.SRF.ch

Haiti. 17 US-Missio­nare wurden entführt. SRF.ch

Hong­kong: Amnesty Inter­na­tional & Human Rights Watch schließen. NPO.nl

Italien. Ein Gericht in Siena hat den früheren Minis­ter­prä­si­denten Berlus­coni in einem Prozess im Zusam­men­hang mit seinen «Bunga-Bunga-Partys» frei­ge­spro­chen. Dem 85-jährigen Partei­chef der Forza Italia wurde vorge­worfen, Zeugen für Falsch­aus­sagen zu den Partys mit jungen Frauen besto­chen zu haben. ● Die besten Zeiten erlebte Triest als Hafen der Donau­mon­ar­chie. Damals war die Stadt wohl­ha­bend und bestens vernetzt. Die Mehr­heit sprach Italie­nisch. Aber auch die slowe­ni­sche und die deut­sche Minder­heit hatten ihren Raum und konnten sich entwi­ckeln. Dies änderte sich abrupt, als die Stadt 1918 italie­nisch wurde. Doch zumin­dest Spuren der eins­tigen Viel­falt sind geblieben. Man sieht sie in den Cafés der Stadt, nach Wiener Vorbild. Oder am Triester Dialekt, in dem es deut­sche und slowe­ni­sche Lehn­wörter gibt. China zeigt großes Inter­esse am Hafen, der Zufahrts­routen nach Mittel­eu­ropa verkürzt. Aufbruch­stim­mung. Mehr im Podcast Inter­na­tional. SRF.ch ● Gespräche zwischen der italie­ni­schen Regie­rung und UniCredit über den Verkauf der Banca Monte dei Paschi di Siena sind geschei­tert. Die Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) ist die älteste Bank der Welt. Sie wurde 1472 von der Repu­blik Siena gegründet. Der Firmen­sitz ist seit Jahr­hun­derten im Palazzo Salim­beni auf der gleich­na­migen Piazza in Siena ange­sie­delt. Im Jahr 2020 betreute die Bank rund 6 Millionen Kunden von 21.500 Mitar­bei­tern in mehr als 1.400 Filialen. RSI.ch

Jemen. 2 Mio Kinder können nicht zur Schule. 400000 drohen zu verhun­gern. SRF.ch

Kanada. Eine Analyse von Holz aus Fach­werk­häu­sern in Neufund­land zeigt, dass Wikinger 1021 ankamen. ● Umwelt­ka­ta­strophe: Das bren­nende Schiff vor Vancouver wurde gelöscht aber 40 Container mit hoch­gif­tigtem Inhalt fielen ins Meer. NPO.nl ● Weil er Kontrolle seiner Kirchge unter­sagte und Coro­na­maß­nahmen kriti­sierte, wurde Cave-of-Adullam-Pastor Artur Pawlowsky in Calgary einge­sperrt und zu 25000 $ Strafe verur­teilt. KFAR.us

Libanon. Das Land steht wirt­schaft­lich und poli­tisch am Abgrund. So wurden in Beirut letzte Woche sieben Menschen getötet, mindes­tens 30 verletzt. Darunter Hisbollah-Anhänger. Ihr Chef, Hassan Nasrallah, beschul­digt eine christ­liche Grup­pie­rung, einen Bürger­krieg anzet­teln zu wollen. Zugleich behaup­tete er, er verfüge über 100000 Kämpfer. Im
Libanon bildet die Hisbollah einen Staat im Staat. Es gibt kaum Treib­stoff, der Strom fällt dauernd aus, die medi­zi­ni­sche Versor­gung funk­tio­niert kaum noch. Mega-Explo­sion im Hafen vom letzten Jahr noch nicht aufge­ar­beitet. SRF.ch

Libyen. Gadaffi-Nost­algie vor den Wahlen im Dezember. TRT.tr

Mosambik. CS-Kredit­skandal in Mosambik. Die Staats­an­walt­schaft von Mosambik hat der Korrup­tion den Kampf ange­sagt und sich dafür Hilfe aus der Schweiz geholt. Das Geld aus der Schweiz ging an ganz verschie­dene Seiten. 200 Millionen Dollar gingen an Bank­ge­bühren verloren. Drei ehema­lige CS-Mitar­beiter haben einge­standen, Bestechungs­gelder ange­nommen zu haben. Diverse Poli­tiker und Beamte in Mosambik sollen eben­falls solche Bestechungs­gelder entge­gen­ge­nommen haben. Die Firma Privin­vest hat wohl am meisten von diesen illegal erlangten Geldern profi­tiert. Das ist ein Schiffs­bau­un­ter­nehmen, das einem fran­zö­sisch-liba­ne­si­schen Milli­ardär gehört und das dieses ganze Szenario insze­niert hat. SRF.ch

Neusee­land. Neue Wege nach Brexit. Groß­bri­tan­nien und Neusee­land besie­geln Frei­han­dels­ab­kommen. SRF.ch

Nieder­lande. 65 Jahre dauerte Bernard Hait­inks (*1929) Bühnen­kar­riere: Amsterdam, Dresden, London, Chicago waren seine wich­tigsten Stationen – und immer wieder Luzern. Er ist am 22.10. in London verstorben. SRF.ch ● Die Tita­nen­wurz oder Penis­pflanze (Amor­pho­phallus decus-silvae) blüht im Leidener Hortus bota­nicus. Soweit die Pflan­zen­ex­perten von Hortus wissen, blüht diese Pflan­zenart erst zum dritten Mal in Europa. Sie blüht in zwei Phasen. Zuerst weib­lich. Der Spadix erwärmt sich und verbreitet einen stechenden Geruch von verrot­tendem Fleisch. Insekten mögen diesen Geruch und werden von ihm ange­zogen. Die Pflanze blüht dann männ­lich. NPO.nl

Nigeria. Schweizer fahren mit Benzin aus den USA. Die Verei­nigten Staaten sind in den vergan­genen Monaten zum zweit­wich­tigsten Liefe­ranten von Erdöl in der Schweiz aufge­stiegen – direkt hinter Nigeria, dem größten. SRF.ch

Öster­reich führt 3G-Regel am Arbeits­platz ein. Geimpft, genesen oder getestet. ● «20 Minuten»-Verlag profi­tiert von öster­rei­chi­schem Steu­er­geld. Sebas­tian Kurz verkün­dete den Rück­tritt vom Kanz­leramt, nachdem publik wurde, dass er in Korrup­ti­ons­ge­schäfte mit einer Medi­en­gruppe verstrickt ist. Konkret soll er Zeitungen mit staat­li­chen Anzeigen bezahlt und im Gegenzug eine wohl­wol­lende Bericht­erstat­tung und frisierte Meinungs­um­fragen erhalten haben. Sebas­tian Kurz und seine engsten Freunde haben Steu­er­geld genommen, um Studien zu bezahlen und damit Fake News zu produ­zieren. Danach habe man diese auch noch in Gratis­blät­tern verbreitet, indem man Regie­rungs­in­se­rate schalten liess. Der als «Inse­ra­ten­af­färe» bekannt gewor­dene Skandal zeigt einmal mehr die proble­ma­ti­sche Nähe von Boule­vard und Politik. Laut einer aktu­ellen Studie gaben das Bundes­kanz­leramt und die Minis­te­rien letztes Jahr insge­samt 33.5 Millionen Euro für Regie­rungs­in­se­rate aus. Am meisten – nämlich 57% der Regie­rungs­aus­gaben – erhielten die drei Boule­vard­blätter «Öster­reich», «Kronen Zeitung» und «Heute». Mit «Heute» profi­tiert auch ein Schweizer Medi­en­haus: Die TX Group ist an der Gratis­zei­tung «Heute» mit 25 % betei­ligt und am Online­portal heute.at mit einem Mehr­heits­an­teil von 51 %. SRF.ch ● Am Natio­nal­fei­ertag am 26.10. am Wiener Helden­platz statt Waffen­schau Impf­strasse. ORF.at Öster­reich droht Unge­impften mit Lock­down. SRF.ch ● Botschafter Johannes Peterlik suspen­diert wegen Weiter­gabe der Novit­chok­formel. ● Mit der falschen Darstel­lung der Ereig­nisse auf SKY will Strache aufräumen. Sein Buch „Ibiza-Attentat. Was wirk­lich geschah“ erscheint Anfang November. ● Neues Buch von Eva Demmerle bei Amal­thea: „Kaiser Karl Mythos und Wirk­lich­keit. 25 €. ● In der Nacht der Museen Anfang Oktober besuchten 700 das Wiener Poli­zei­mu­seum, im ganzen Jahr 2500, weil es unter Ausschluss der Öffent­lich­keit in der Marok­ka­ner­ka­serne in Wien 3 exis­tiert. Jetzt ist Inter­net­seite geplant. ORF.at

Paläs­tina. Wohn­bau­po­litik in Ostje­ru­salem. 80 paläs­ti­nen­si­sche Häuser seit Anfang Jahr abge­rissen. Die Ungleich­be­hand­lung von Arabern bei der Bewil­li­gung von Bauge­su­chen ist in Israel ein stän­diger Konflikt­herd. Fest­lich geklei­dete Kinder rennen an einem heissen Nach­mittag im August zum Haus der Familie Bashir im Quar­tier Jabal al-Mukaber in Ostje­ru­salem. Eltern, Nach­barn und Verwandte der Familie folgen ihnen. Mosa Bashirs ältester Sohn hat gehei­ratet. Der stolze Vater, ein paläs­ti­nen­si­scher Bürger Jeru­sa­lems, begrüsst die Gäste. Das Hoch­zeits­fest ist für den 50-jährigen Bauar­beiter Mosa Bashir ein freu­diges und zugleich beklem­mendes Ereignis. Seine Familie wächst, aber damit wird auch der Wohn­raum knapp. Alle Versuche, auf dem Land seines Vaters zu bauen, sind nämlich geschei­tert. Das schmale, einstö­ckige Haus nebenan wollte er vor zwei Jahren für seine gehbe­hin­derte Mutter vergrö­ßern. Legal sei das jedoch nicht möglich, sagt er und erzählte, wie es dazu kam. Geld für hohe Gebühren zusam­men­ge­kratzt «Das ganze büro­kra­ti­sche Proze­dere für eine Baube­wil­li­gung kostet um die 400’000 Schekel, rund die Hälfte davon müssen wir Paläs­ti­nenser bar bezahlen», erklärt Mosa Bashir. Umge­rechnet um die 50’000 Franken bar auf den Tisch. Das blät­tert man bei einem Ange­stell­ten­salär von monat­lich 1700 Franken nicht einfach so hin. Trotzdem hat er es versucht: Die Quit­tungen für seine Zahlungen von Zehn­tau­senden Schekel an die Gemeinde hat er aufbe­wahrt. Aber mit der Baube­wil­li­gung ging es auch nach mehr als einem halben Jahr nicht vorwärts. Also baute Mosa Bashir ohne Bewil­li­gung: «Es ist schliess­lich mein Land.» Nach einem Jahr kamen die Gemein­de­be­hörden und stellten ihn vor die Wahl: 70’000 Schekel Abriss­ge­bühren bezahlen oder selber einen Bull­dozer mieten und den Anbau selbst zerstören. Dazu kam eine saftige Busse von 30’000 Schekel: «Weder meine Mutter noch ich haben genug Geld, um das zu bezahlen», sagt Mosa Bashir bitter. Das Hoch­zeits­fest ist in vollem Gang. Mosa Bashir fragt sich, wo seine Kinder und Enkel alle einmal wohnen sollen, wenn er auf seinem Land nicht bauen darf: «Sie wollen nicht, dass wir Paläs­ti­nenser in Jeru­salem bauen. Sie wollen, dass wir ausziehen, nach Beth­lehem, möglichst weit weg.» Ich will ein größeres Jeru­salem, unter israe­li­scher Souve­rä­nität, mit einer jüdi­schen Bevöl­ke­rungs­mehr­heit von über 70 %, sagt Vize­bür­ger­meister Arieh King. Erst vor einer Woche haben die Gemein­de­be­hörden Baupläne in einer völker­rechts­wid­rigen jüdi­schen Sied­lung in Jeru­salem bewil­ligt. Gleich­zeitig haben die israe­li­schen Behörden dieses Jahr im Schnitt pro Woche zwei paläs­ti­nen­si­sche Häuser abge­rissen. Berichtet Susann Brunner auf SRF.ch

Russ­land. Moskauer Treffen mit den afgha­ni­schen Taliban. Russ­land, China, Indien und Paki­stan. USA sagen ab. EU nicht einge­laden. Russ­land verlangt rasche huma­ni­täre Hilfe. SRF.ch ● Ange­sichts drama­tisch hoher Corona-Infek­ti­ons­zahlen hat Russ­lands Präsi­dent Putin eine arbeits­freie Woche (30.10–7.11.) ange­ordnet. VESTI.ru ● In der Moskauer U‑Bahn können Fahr­gäste mit Facepay, einem Blick in eine Kamera bezahlen. SWR.de ● Rostec hat seinen Anteil am Waffen­her­steller Kalasch­nikow auf gut ein Viertel redu­ziert. Der Produ­zent des gleich­na­migen Gewehrs betreibt neuer­dings auch Souve­nir­läden. Der russi­sche Staat hat beim Waffen­her­steller Kalasch­nikow die Kontrolle abge­geben. Der Anteil sank von 51% auf 25% plus eine Aktie, wie das Unter­nehmen am 21.10 mitteilte. Die Anteils­scheine kaufte demnach Unter­neh­mens­chef Alexej Kriwor­utschko, der auch schon vorher an Kalasch­nikow betei­ligt war. Wie hoch sein Anteil nun insge­samt ist, wurde nicht mitge­teilt. Kriwor­utschko erwarb den knapp 26%-Anteil für 1,5 Mrd. Rubel (24 Mio. Fr.) Man will wieder mit USA ins Geschäft kommen. SRF.ch

Schweiz. Um das archäo­lo­gi­sche Erbe der Schweiz zu bewahren, müsste weniger gebaut werden. Die beste Grabung ist die, die nicht gemacht werden muss. Auch die Fach­ge­sell­schaft Archäo­logie Schweiz blickt kritisch auf den Bauboom und insbe­son­dere auf den jüngsten Vorschlag aus dem Parla­ment: Bauen ausser­halb der Bauzonen, das im Grunde nicht zulässig ist. Der Anspruch, Land­schaft und Boden ausser­halb der Bauzone besser zu schützen, werde verfehlt. Der Berner Kantons­ar­chäo­loge Adriano Boschetti sagt, es sei sein Job, dieses Erbe zu sichern, bevor es durch den Bau zerstört werde, aber: «Was viel mehr schmerzt, ist das Bewusst­sein, dass auf x Baustellen täglich solche Dinge verloren gehen, ohne dass wir es wissen.» ● Trotz dem Ja zur «Ehe für alle»: Der Hass auf Homo­se­xu­elle ist in der Schweiz verbreitet, vor allem bei den Jungen. ● Seltene Wand­ma­le­reien in Zuger Altstadt­haus entdeckt. Uner­war­teter Fund bei Sanie­rungs­ar­beiten: Hinter einem Täfer liegen gut erhal­tene Male­reien aus dem 16. Jahr­hun­dert. ● Von Boos­ter­imp­fung rät die Schweiz ab. ● Wild­schweine werden in der Südbündner Land­schaft immer mehr zur Plage. Sie landen deshalb häufig auf dem Teller, zumin­dest jene, welche die Jäger erwi­schen. 40% der Wild­schweine in Südbünden sind aller­dings als Folge von Tscher­nobyl radio­aktiv verseucht. Das zeigten Messungen, die erst­mals an erlegten Wild­schweinen durch­ge­führt wurden. Bei 7 von 18 Tieren wurde der Grenz­wert über­schritten. Der Grund dafür sind die Pilze, welche die Wild­schweine fressen. Sie sind als Folge der Reak­tor­ka­ta­strophe von Tscher­nobyl in den 80er Jahren konta­mi­niert. Hohe Cäsium-Werte. Das Wild­schwein­fleisch wird deshalb für den Handel auch im Kanton Grau­bünden auf Cäsium 137 getestet. Was bisher kaum bekannt ist: Jäger, welche das Wild­schwein­fleisch selber essen, müssen die Wild­schweine nicht testen lassen. Sie gehen dabei ein gesund­heit­li­ches Risiko ein. Mehrere 1000 statt 600 Bequerel pro Kilo. Bis jetzt kommu­ni­zierte der Kanton Grau­bünden, dass konta­mi­nierte Wild­schweine rigoros entsorgt werden. Der Grenz­wert der Strah­len­be­las­tung werde relativ schnell erreicht. Bei 20 bis 30 kg Wild­schwein­fleisch pro Jahr kann es kritisch werden. Wer jähr­lich 20 bis 30 kg verstrahltes Wild­schwein­fleisch isst, konsu­miert rund 1/6
der empfoh­lenen maxi­malen Strah­len­be­las­tung pro Jahr. Der Kanton Grau­bünden setzt auf die Eigen­ver­ant­wor­tung. Im Kanton Grau­bünden gibt es prak­tisch ausschliess­lich in Südbünden Wild­schweine. Dass ihr Fleisch verseucht ist, wurde zuerst im benach­barten Italien fest­ge­stellt. Dort gibt es seit sieben Jahren syste­ma­ti­sche Unter­su­chungen. ● In den Nuller­jahren haben Banken – auch Schweizer Insti­tute, unter ihnen Kanto­nal­banken – Milli­arden an ille­galen Steu­er­tricks verdient. Es handelt sich dabei um soge­nannte Cum-Ex und Cum-Cum-Geschäfte, auch Divi­den­den­strip­ping genannt. Diese zielen darauf ab, ein Mehr­fa­ches an Verrech­nungs­steuern vom Fiskus zurück­zu­er­langen, als eigent­lich erlaubt ist (Cum Ex) oder sich Verrech­nungs­steuern vom Fiskus erstatten zu lassen, obschon gar kein Anrecht darauf besteht (Cum Cum). Neue Zahlen zeigen: 7.5 Milli­arden Franken Schaden für Fiskus. ● Vorerst gilt keine 3G-Regel in den Schweizer Skige­bieten. Die Zerti­fi­kats­pflicht könnte aber zum Thema werden. SRF.ch

Sudan. Darfur-Konflikt im Sudan. Ein Funke – und der Markt steht in Flammen. Brutale Über­griffe nehmen in Darfur wieder zu. Die Menschen haben Angst – und kehren trotzdem zurück. ● Mili­tär­coup stürzt Regie­rung. SRF.ch

Taiwan. US-Präsi­dent Joe Biden will Taiwan bei Angriff vertei­digen. Sollte es in Taiwan zu einer Inva­sion durch China kommen, wollen die USA dem Insel­staat mili­tä­risch zur Seite stehen. SRF.ch

Türkei. Präsi­dent Erdoğan ist ein Freund Afrikas. Er hat heuer bereits 30 Länder dort besucht, Macron nur 11, Sanchez 7, Draghi eines, Biden keines. TRT.tr

Ungarn feierte am 23.10 Natio­nal­fei­ertag, war 1956 Revo­lu­ti­ons­be­ginn. ORF.at ● Ungarn liegt vorn bei Gesichts­er­ken­nung in EU. SRF.ch

USA. Die Platt­form «Truth Social» von Donald Trump werde im November als Test­ver­sion an den Start gehen, «um der Tyrannei von Big Tech die Stirn zu bieten. Online-Netz­werke wie Twitter und Face­book hatten den Ex-Präsi­denten von ihren Platt­formen verbannt, nicht aber die Taliban. ● Das welt­größte soziale Netz­werk Face­book will sich offenbar einen neuen Namen geben. Demzu­folge soll Unter­neh­mens­chef Mark Zucker­berg auf der jähr­li­chen Connect-Konfe­renz am 28. Oktober den neuen Marken­namen enthüllen. ● Mehr als 1.7 Millionen Migranten hat die US-Grenz­po­lizei dieses Jahr an der Grenze zu Mexiko ange­halten – so viele wie noch nie, seit eine Statistik dazu exis­tiert. Die «Washington Post» hat diese Zahlen diese Woche durch ein Leak erhalten und publi­ziert. Die anhal­tende Einwan­de­rungs­welle wird für Joe Biden und die Demo­kraten zuneh­mend zur Hypo­thek und könnte den Repu­bli­ka­nern bei den Kongress­wahlen nächstes Jahr helfen. Der Einwan­de­rungs-Hard­liner und texa­ni­sche Senator Ted Cruz ist derzeit alle paar Tage bei Fox News zu Gast. Joe Biden und Kamala Harris hätten ein Problem, denn mit ihrer Migra­ti­ons­po­litik hätten sie ein kata­stro­phales Chaos ange­richtet. ● Wie Los Angeles gegen die Obdach­lo­sig­keit vorgeht. Tiny Homes – ein winziges Obdach. SRF.ch ● Flixbus (DE) kauft um 150 Mio die US Firma Grey­hound mit 1300 Bussen. ● Kinder impfen 5–12 Jahre. SWR.de ● Dr. Fauci (*1940) sollte entlassen werden, nachdem das Bundes­ge­sund­heitsun­stitut NIH zuge­geben hat, dass die USA die Crona-Gain-of-Func­tion-Forschung in Wuhan bis 2025 finan­zieren. Gain-of-Func­tion-Forschung (GoFR) ist medi­zi­ni­sche Forschung, die Orga­nismen gene­tisch verän­dert in einer Weise, die die biolo­gi­schen Funk­tionen verbes­sern kann. ● Bezos baut eigene Welt­raum­sta­tion. ● Face­book wird sich auf Alters­gruppe 18–29 konzen­trieren. XTRA.us

Usbe­ki­stan wählte mit 80% Präsi­dent wieder. WB80% TRT.tr

Vene­zuela. Ein typi­sches Monats­ein­kommen liegt bei 200 Bolivar Digital (50 US$.)  SRF.ch


1 Kommentar

  1. Zu Susann Brunner: Anti­jü­di­sche Kommen­tare gibt es schon in jedem Medium. Paläs­tina? Das briti­sche Protek­torat mit diesem Namen ist schon sehr lange passé. Mosa Bashir will illegal bauen? Darf er. In jedem arabi­schen Staat, der das erlaubt. Jeru­salem ist die Haupt­stadt Israels, war nie eine arabi­sche Stadt. „Völker­rechts­widrig“ ist um nichts weniger falsch, denn völker­rechts­widrig war die Erobe­rung und Beset­zung Ost-Israels durch Jordanien.

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