Der Zivil­fa­schismus und seine Ziele – Frank­furter Schule | Teil 5

Wie es der Kulturfaschismus befahl…

 Der Zivil­fa­schismus und seine Ziele
Eine Serie in 5 Teilen von Fried­rich P. Ost

Teil 5 – Der Zivil­fa­schismus & die 10 Korrekt­heiten

Gender­wahn und andere Verir­rungen

Herbert Marcuse, Theodor Adorno und Erich Selig­mann Fromm traten neben Hork­heimer als weitere Schlüs­sel­fi­guren des Insti­tuts für Sozio­logie in Frank­furt hervor. Basie­rend auf den Unter­su­chungen namhafter zeit­ge­nös­si­scher Anthro­po­logen, wie beispiels­weise des Briten Joseph Daniel Unwin (1895–1936) in seinem Buch „Sex und Kultur“ (1934), ist einschlä­gigen Fach­kreisen hinläng­lich bekannt, dass ausufernde Promis­kuität sowie Umkeh­rung der Geschlech­ter­rollen im Verlauf der mensch­li­chen Geschichte über die letzten 5000 Jahre in noch allen unter­suchten Fällen stets zum irrever­si­blen Unter­gang der betrof­fenen Kulturen geführt hatten. Unwin bezog in seine Unter­su­chungen, die sich über sieben Jahre erstreckten, insge­samt 80 verschie­dene Natur­völker sowie sechs Kultur­völker ein. Er beab­sich­tigte, die Theorie Sigmund Freuds zu veri­fi­zieren, wonach die Subli­mie­rung eines Urtriebs – z.B. sexu­eller Art – zur Frei­set­zung erhöhter „sozialer Energie“ führe und in Folge eine höhere zivi­li­sa­to­ri­sche Entwick­lungs­stufe nach sich ziehe. Unwin war selbst über­rascht, dass in allen unter­suchten Fällen ein Zusam­men­hang zwischen Kultur­ni­veau und gesell­schaft­li­cher Sexu­al­moral nach­ge­wiesen werden konnte: Gesell­schaften, die über mehrere Genera­tionen in mono­gamen Bezie­hungen lebten, erreichten alle­samt höhere Kultur­ni­veaus. Er konnte den Beweis antreten, dass eine öffent­lich tole­rierte Homo- und Trans­se­xua­lität stets in nur nieder­ge­henden Phasen von Kulturen auftraten, kurz bevor diese ganz in sich zusam­men­bra­chen oder feind­lich über­nommen wurden. Er wies nach, dass Werte­ver­schie­bungen erst nach zwei bis drei Genera­tionen in beide Rich­tungen einsetzten und unum­kehrbar(!) blieben.

Herbert Marcuse plagi­iert – doch nur in bereits gewohnter Verkeh­rung der Inhalte – in seiner Publi­ka­tion „Eros und Kultur“ (1955), das die unwis­sen­schaft­liche Anti­these zum Werk „Sex and Culture“(1934) von Joseph Daniel Unwin darstellt, wie könnte es anders sein, schran­ken­lose Sexua­lität mit seiner Forde­rung nach soge­nannter „poly­mor­pher Perver­sion“, wie sie beispiels­weise an „Love Paraden“ in nah und fern über die letzten Jahre zu bewun­dern galt.

Marcuse fordert die Retro­gres­sion des Menschen zur früh­kind­li­chen struk­tur­losen Sexua­lität. Geschlecht­liche Perver­sion ist für Marcuse der letzte Schlüssel zur Frei­heit in profaner Endbe­stim­mung, um das „repres­sive Leis­tungs­systemzu über­winden. Marcuse verspricht den Neuen Menschen zusammen mit Wilhelm Reich – seinem ehema­ligen trauten Assis­tenten (1922–1928), der in den USA als Kinder­schänder verur­teilt wurde und an Syphilis verstarb – die „Erlö­sung“ durch eine „sexu­elle“ Revo­lu­tion. Zugleich avan­cierte Marcuse – jener Philo­soph der Zerstö­rung – zum typi­schen Prot­ago­nisten der „Poli­tical Correct­ness“ und soge­nannten „repres­siven Tole­ranz“. Letz­tere besagt: Nur Kultur- und Links­fa­schisten dürfen Tole­ranz erwarten – alle Anstän­digen dagegen müssen mit Verfol­gung und Hetze unter einer Herr­schaft des Unrechts (Seehofer) bis zu ihrer völligen Ausschal­tung durch die Gewalt der Straße nur rechnen.

Auch Erich Selig­mann Fromm, ein weiterer Prot­ago­nist der Frank­furter Schule, vertrat mit seinen Anti­thesen exakt das Gegen­teil der Thesen von D. J. Unwin als Rezept mit quasi Garan­tie­siegel zum kollek­tiven Unter­gang: Er propa­gierte die soge­nannte Geschlechter Befreiung und verstieg sich zur Annahme, dass das Geschlecht von der Gesell­schaft und den sozialen Umständen, nicht jedoch von Natur aus vorbe­stimmt wäre: Selbst­ver­ständ­lich blanker wissen­schaft­li­cher Unsinn, an dem nicht­des­to­trotz pseudo-wissen­schaft­liche und vom Steu­er­zahler finan­zierte „Gender Studien bis zum heutigen Tag unbe­irrt fest­halten.

Der Ausdruck „Gender“ soll nach engli­schem Sprach­ge­brauch und im Sinne eines Kultur­fa­schisten das Geschlecht nach sozialen Krite­rien, nicht jedoch nach biolo­gi­schen Merk­malen beschreiben. Der Ausdruck „Gender“ klingt weniger anzüg­lich als „Sex, was seine Annahme durch die 4. UN- Welt­frauen-Konfe­renz im Jahr 1995 in Peking erleich­terte. Dazu kommt, dass der Terminus nur von den Aller­we­nigsten richtig verstanden wird. Dies ermög­lichte den Demagogen der Frank­furter Schule ihre wahren Absichten hinter der Fassade hohl klin­gender Phrasen, wie z.B. „Geschlechter Gleich­heit“ oder „Geschlechter Befreiung, gegen die wohl niemand etwas einzu­wenden hat, geschickt zu verste­cken.

So konnten sich bis ins Jahr 2014 in Deutsch­land rund 200 „Profes­soren“ und tausende Assis­tenten an über 50 Univer­si­täten in das pseudo-wissen­schaft­liche Fach „Gender Studien“ einschlei­chen. Im Jahr 1998 sah sich ein anstän­diger und besorgter Bürger veran­lasst gegen die Humboldt Univer­sität in Berlin einen Prozess anzu­strengen, um eine Einsicht­nahme in die Lehr­pläne für soge­nannte Gender Studien zu erzwingen. Dies wurde von der Univer­sität ursprüng­lich abge­lehnt, weil man sich scheute, pseudo-wissen­schaft­li­ches Lehr­ma­te­rial der Allge­mein­heit zugäng­lich zu machen und ggf. dadurch den Beweis für eigene straf­bare Hand­lungen selbst liefern zu müssen. Das Verfahren förderte eine Viel­zahl an Indi­zien zutage, die Gender Studien einmal mehr unwis­sen­schaft­lich erscheinen lassen und die auf höchst zwei­fel­hafte staat­liche Hilfen im recht­li­chen Grenz­be­reich hindeuten.

Zwei­fels­ohne waren sich die Vertreter des IfS schon zu Weimarer Zeiten ihrer gesetz­wid­rigen und staats­feind­li­chen Hand­lungen voll und ganz bewusst: Daher ließ man bereits im Jahr 1931 unter Fried­rich Pollock, der auch die Finanzen des IfS betreute, in Genf ein Zwei­g­in­stitut errichten und parallel dazu das Kapital der Träger­ge­sell­schaft des Insti­tuts, die Gesell­schaft für Sozi­al­for­schung e.V., in die Nieder­lande ausla­gern. Dazu gesellten sich noch Depen­dancen in Paris und London. 1933 zogen die Vertreter der „Frank­furter Schule“ nach Genf und im Jahr darauf ging es weiter in die USA, wo der Präsi­dent der Columbia Univer­sität, Nicholas Murray Butler, Hork­heimer freund­liche Aufnahme gewährte und dem IfS auch Räum­lich­keiten an der Univer­sität in New York anbot.

Bezeich­nend, dass die Väter der Frank­furter Schule niemals erwogen, das vermeint­liche Para­dies des Neuen Menschen in der Sowjet­union Stalins heim­zu­su­chen, sondern sich stets nur von den Hoch­burgen des Kapi­ta­lismus ange­zogen fühlten:

Es ist davon auszu­gehen, dass es den Verfas­sern der Kriti­schen Theorie stets bewusst war, dass ein Tete-à-Tete mit Josef Stalin höchst über­kri­tisch geendet haben dürfte. Die Frank­furter Freunde für abend­län­di­sche Kultur verschwen­deten keinen Gedanken in diese Rich­tung. Doch die latente Angst vor Stalin steckte ihnen zeit­le­bens in den Knochen, denn selbst aus den fernen USA hatten die größten Kritiker aller Zeiten zu den Verhält­nissen in der Sowjet­union erstaun­lich wenig Kriti­sches zu berichten.

Dagegen erkannten Marcuse und seine Mitstreiter ihr Allein­stel­lungs­merkmal für die USA und begannen sich als Kenner deut­scher Verhält­nisse und beson­dere Spezia­listen für künf­tige deut­sche Umer­zie­hungs­maß­nahmen gegen­über US-Regie­rungs­stellen zu empfehlen. Es klappte: Marcuse & Co. fanden in Washington D.C. Anstel­lungen in Regie­rungs­agen­turen, die  ihren gespal­tenen Psychen voll und ganz entspra­chen, wie im Büro für Kriegs­in­for­ma­tionen (Office for War Infor­ma­tion – OWI) sowie beim OSS (Office of Stra­tegic Services, R&A Rese­arch & Analyses Branch) – der Vorgänger-Orga­ni­sa­tion der CIA und nach dem Krieg im State Depart­ment als Leiter für das Büro „Intel­li­gence Rese­arch – Zentral­eu­ropa“. Im Jahr 1950 siedelte Marcuse nach Kali­for­nien, wo er an den Univer­si­täten von Brandeis und San Diego lehrte und bis zu seinem Tod im Jahr 1979 ansässig blieb.

Der neue Standort USA bot den „Frank­furter Kultur­freunden“ die unbe­grenzte Möglich­keit ihren „Bildungs­auf­trag“ – die Zerstö­rung bestehender Werte und Tradi­tionen, den Abbau der Auto­ri­täten, die Auflö­sung der Familie sowie die Zerset­zung des Natio­nal­staates – neben dem späteren Nach­kriegs­deutsch­land jetzt auch auf die Verei­nigten Staaten auszu­weiten. Die verderb­liche Saat scheint mitt­ler­weile voll aufge­gangen: Heute schlägt die Sturm­truppe der Zivil­fa­schisten, die soge­nannte ANTIFA, jeden Uni-Campus in den USA zu Klein­holz, sollten Vortra­gende mit unlieb­samer Agenda aufgrund der drohenden Schock­the­rapie nicht schon vorab recht­zeitig die Flucht ergriffen oder ihre Reden von sich aus abge­sagt haben.

Präsi­dent Donald Trump hat den Kultur­fa­schisten in den USA den Kampf ange­sagt, was die heftigen Reak­tionen des west­li­chen Medi­en­kar­tells der trans­kon­ti­nen­talen Eliten erklärt. Im Gegen­satz zur land­läu­figen Meinung lassen Eine-Welt-Eliten sehr gerne das linke Prole­ta­riat und Spek­trum für ihre Welt­re­pu­blik antreten. Weil die Hoch­fi­nanz vor allem den bürger­li­chen Mittel­stand als größte Konkur­renz und Bedro­hung ihrer Kartell- und Mono­pol­struk­turen ansieht, lässt sie den per se unter­or­ga­ni­sierten Mittel­stand – die klas­si­sche Bürger­ge­sell­schaft – mangels ausrei­chendem eigenen Personal vorzugs­weise über gut orga­ni­sierte linke Front­or­ga­ni­sa­tionen und deren Schach­fi­guren bekämpfen. Karl Marx hatte den Mittel­stand als Bour­geoisie bezeichnet und fälsch­li­cher­weise ihr rasches Ende vorher­ge­sagt. Das Gegen­teil trat ein: Über fünfzig Prozent der Bevöl­ke­rungen Mittel­eu­ropas heute zählen zum Mittel­stand und erwirt­schaften 2/3 allen Steu­er­auf­kom­mens im Gegen­satz zu den Groß­kon­zernen und hohen Politik, die wesent­lich weniger bis gar nichts erwirt­schaften, doch fast alles entscheiden.

Im Jahr 1946 – exakt im Jahr des Senat­an­tritts von Joseph Mc Carthy – schafften Hork­heimer und Adorno wieder einmal recht­zeitig den Absprung – dieses Mal auf beson­dere Einla­dung des Rektors der Univer­sität und der Stadt Frank­furt zurück in die West­zonen. Hork­heimer über­nahm den für ihn extra einge­rich­teten Lehr­stuhl für Sozio­logie und Philo­so­phie und brachte eine Reihe seiner Mitar­beiter aus den Verei­nigten Staaten mit.

Minder­heiten ersetzen die Arbeiter

Inzwi­schen hatte Marcuse, die Antwort auf die Frage nach dem geeig­neten Ersatz für die Arbei­ter­klasse gefunden. Sie lautete: Minder­heiten! Dies können Studenten, Arbeits­lose, Farbige, Frauen, Lern­be­hin­derte, Schwule, Lesben, Kinder­schänder, Krimi­nelle, Deser­teure, Hoch­ver­räter, Kultur­fa­schisten, Links­ex­treme, ille­gale Einwan­derer, Asyl­be­trüger, soge­nannte Schutz­be­dürf­tige, kurz: alle soge­nannten „Opfer­gruppen“ sein. Die sich solcherart von der Arbei­ter­klasse und Karl Marx abge­wandten Zivil­fa­schisten – von den ortho­doxen und links orien­tierten Marxisten mit Verach­tung, aber höchst tref­fend als „Pseu­do­linke“ oder „Salon-Sozia­listen“ bezeichnet – hatten erkannt, dass eine kultu­relle Revo­lu­tion nur mit einem staat­lich alimen­tierten akade­mi­schen Prole­ta­riat zu reali­sieren sei: Für die Arbeiter von Marx gab es keine Verwen­dung mehr. Dies erklärt nebenbei den Nieder­gang der Sozi­al­de­mo­kratie!


Die Arbei­ter­schaft hatte damit ausge­dient und Karl Marx nur noch einen Zweck: Die Zivilen Faschisten im Bauch des troja­ni­schen Pferdes namens Karl Marx getarnt als Gutmen­schen perfekt zu verbergen. Siehe obige Zeich­nung. Demnach sind die Apostel der Frank­furter Schule, welche die Arbei­ter­schaft verrieten, durch Minder­heiten ohne Bezug ersetzten und die Theo­rien eines Karl Marx auf den Kopf stellten, nur noch als Zivil­fa­schisten mit ihren Stand­säulen Kultur- und Links­fa­schismus zu begreifen. Der Name Karl Marx dient nur noch als Placebo, um das faschis­ti­sche Element der soge­nannten Neuen Linken perfekt zu verde­cken!

Herbert Marcuse stieg zum Helden jener „Neuen Linken“ auf und übte großen Einfluss auf die Entste­hung und Ausprä­gung der 68er Bewe­gung aus.

Die 68er Bewe­gung: Spiel­ball staat­li­cher Umer­zieher und Nach­rich­ten­dienste

Als am 9.11.1967 zwei Studenten es schafften, im Zuge der Feier­lich­keiten zur Amts­ein­füh­rung des neuen Rektors der Univer­sität Hamburg vor den ins Audimax einzie­henden Lehr­stuhl­in­ha­bern ihr rund drei Meter langes Trans­pa­rent mit dem Text „Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“ zu entfalten (siehe Bild ganz oben) und vor den Hono­ra­tioren einher zu tragen, durften die Prot­ago­nisten des Insti­tuts für Sozi­al­for­schung (IfS) an der Johann Wolf­gang Goethe Univer­sität in Frank­furt froh­lo­cken: Denn es war die soge­nannte Kriti­sche Theorie“ der Frank­furter Schule“, die schon seit dem Jahr 1923 als oberstes Ziel die Vernich­tung der christ­lich-abend­län­di­schen Kultur forderte und neben dem Kampf gegen Reli­gion, Tradi­tionen und die bürger­liche Gesell­schaft auch die Demon­tage bzw. Auflö­sung univer­si­tärer Struk­turen mit ihrer tausend­jäh­rigen Tradi­tion forderte.

Das sollte jedoch nicht bedeuten, dass die vermeint­li­chen revo­lu­tio­nären Akti­visten vom Hamburger Audimax sich nicht von der muffigen Bürger­ge­sell­schaft, die man zu bekämpfen einst vorgab, ihr Leben lang aushalten ließen: Der eine der beiden Kultur­fa­schisten, Detlev Albers, wurde Poli­tik­wis­sen­schaftler an der Univer­sität Bremen und der andere, namens Gert Hinnerk Behlmer, brachte es gar bis zum Staatsrat der Hamburger Kultur­be­hörde – welch Trep­pen­witz der BRD-Unkultur-Geschichte! Dazu erklärte am 2. September 1999 das ARD/NDR Magazin Panaroma – wie könnte es anders sein – den späteren neofa­schis­ti­schen Vordenker Rein­hold Ober­ler­cher als den Anführer jener Truppe der Front­männer. Das kleine Beispiel zeigt, dass die Grenzen vom Zivil­fa­schismus zum Neofa­schismus flie­ßend sind, doch als unlieb­samer Schön­heits­fehler umso mehr gegen Gesetz und Verfas­sung verstoßen: Trotzdem fördert das BRD Regime über Steu­er­gelder vorsätz­lich zivil­fa­schis­ti­sches Treiben!

In den 1960-er Jahren stieg Herbert Marcuse zur Leit­figur der anti­au­to­ri­tären Bewe­gung auf, welche sich gegen sämt­liche bürger­li­chen Konven­tionen und die indus­tri­elle Leis­tungs­ge­sell­schaft richtet. Marcuse fordert die Retro­gres­sion des Menschen zur früh­kind­li­chen struk­tur­losen Sexua­lität. Geschlecht­liche Perver­sion ist für ihn der ulti­ma­tive Schlüssel zur Frei­heit in profaner Endbe­stim­mung, um das repres­sive Leis­tungs­system“ zu über­winden. Er kündete vom Neuen Menschen  durch „Erlö­sung“ dank sexu­eller Revo­lu­tion“. Marcuse predigte Zivil­fa­schismus geprägt von poli­ti­scher Korrekt­heit“, erzwungen auch durch Gewalt und ledig­lich gerecht­fer­tigt durch den Doppel­stan­dard seiner soge­nannten repres­siven Tole­ranz“. Marcuse verstand es perfekt auf soziale Strö­mungen wie z.B. die Protest­be­we­gung der Hippies oder die Studen­ten­un­ruhen in den 60er Jahren aufzu­springen und mit seinem ideo­lo­gi­schen Gift als Brand­be­schleu­niger zu verseu­chen.

Während in den 60-er Jahren die USA mit Anti­kriegs- und Bürger­rechts­kra­wallen welt­weit für Schlag­zeilen sorgten, wurde Deutsch­land dagegen durch seine Wieder­auf­bau­leis­tung über ihr Attribut Wirt­schafts­wunder“ bekannt. So kam es, dass im Mai 1968 nur in Frank­eich der Gene­ral­streik vieler Millionen Arbeiter mit Studen­ten­un­ruhen verschmolz, doch ein solcher Schul­ter­schluss in der BRD gänz­lich ausge­blieben war. So mussten jetzt die Ausnah­me­ver­hält­nisse West­ber­lins als Folge der Nach­kriegs­zeit dank ihrer künst­li­chen Struk­turen durch außer­ge­wöhn­liche staat­liche Förde­rung als mögli­ches Biotop für die gewünschte Studen­ten­re­vo­lu­tion herhalten. Wie schon in Frank­furt lag die Hoff­nung auf der in Berlin im Jahr 1948 gegrün­deten Freien Univer­sität in Dahlem, um über ihre Fakul­täten für Poli­tik­wis­sen­schaften und Sozio­logie samt kultur­fa­schis­ti­scher Indok­tri­na­tion für Frank­furter Verhält­nisse“ mit Umer­zie­hung und Aufruhr zu sorgen.

Für die letzte Spreng­wir­kung hatten die Nach­rich­ten­dienste zu sorgen: So erschoss am 2. Juni 1967 Krimi­nal­ober­meister Karl-Heinz Kurras den Studenten Benno Ohnesorg am Rande einer Demons­tra­tion gegen den Schah von Persien, der auf Besuch in West­berlin weilte und gerade der Auffüh­rung Mozarts Zauber­flöte beiwohnte. Wie sich später heraus­stellte war Kurras als Geheimer Mitar­beiter des Minis­te­riums für Staats­si­cher­heit (MfS) der DDR als GM Otto Bohl geführt, was seine Doppel­agen­ten­rolle für sowohl West wie auch Ost belegte.

An der Trau­er­feier für Ohnesorg an der FU in Dahlem am 8.6.1967 nahmen 10.000 aufge­brachte Studenten teil. Rund 200 Autos bildeten den Trau­er­konvoi seiner Über­füh­rung von Berlin nach Hannover. Der Sozia­lis­ti­sche Deut­sche Studen­ten­bund (SDS) vermochte – den Nach­rich­ten­diensten beider deut­scher Besat­zungs­zonen sei Dank – seine Mitglie­der­zahl  zu verdop­peln: Die lokale Studen­ten­re­volte an der Freien Univer­sität Berlin griff danach, so wie seitens der Nach­rich­ten­dienste ersehnt, auch auf die west­deut­schen Univer­si­täten über.

Im Februar 1968 wurde Berlin zum Schau­platz eines Kongresses für Vietnam. Der italie­ni­sche Verleger, Poli­tiker und Links­ak­ti­vist Gian­gia­como Feltri­nelli teil­fi­nan­zierte die Veran­stal­tung und versorgte darüber Rudi Dutschke noch mit Dynamit. Die Geister, nach denen die Frank­furter Schule rief, rich­teten sich jetzt mehr und mehr gegen die USA und ihre willigen Voll­stre­cker, wie z.B. die Springer Presse. Den Behörden gelang es nur mit Mühe, einen geplanten Demons­tra­ti­onszug vom US-Haupt­quar­tier fern­zu­halten. Es kam, wie es in solchen Fällen kommen musste: Am 11.4.1968 über­lebte Rudi Dutschke nur knapp ein Attentat, doch erlitt schwerste Kopf­ver­let­zungen. So nahm man ihn wieder aus dem Spiel der Dienste.

In Reak­tion auf den Anschlag kommt es zu Ausschrei­tungen gegen das Verlags­ge­bäude des Axel-Springer-Verlages. Mehrere Auslie­fe­rungs­fahr­zeuge der BILD gehen in Flammen auf. Die Molotov-Cock­tails werden vom V‑Mann des Berliner Verfas­sungs­schutzes Peter Urbach an die Demons­tranten ausge­geben: Wieder sind es BRD-Dienste, die einmal mehr für die nötige Dreck­ar­beit vor Ort sorgen. Gut zu wissen, wer von Beginn an in der BRD seine Finger tief drinnen im schmut­zigen Spiel des soge­nannten rechten wie linken Terro­rismus hatte!

Die 10 Korrekt­heiten und 10 Verbote der unan­stän­digen Gesell­schaft

Im Jahr 1996 sah sich der deut­sche Staat genö­tigt, dem kollek­tiven Nieder­gang seines Staats­wesen neue Impulse zu verleihen und das Berlin Institut für kriti­sche Theorie e.V. (InkriT) als gemein­nüt­zige Einrich­tung getreu dem großen Vorbild der Frank­furter Schule (IfS) aus der Taufe zu heben: Der fleißig arbei­tende Steu­er­zahler wird es kaum bemerkt haben, durfte die hohe Politik und ihre Hinter­männer aus nah und fern wohl inständig hoffen!

Tugend- und Stra­ßen­terror sowie repres­sive Tole­ranz sollen den anstän­digen Bürger zwingen zur unan­stän­digen Gesell­schaft zu konver­tieren, um als ein zum Gutmensch Bekehrter und strammer Mate­ria­list, ausge­stattet mit „kollek­tivem-Ich“ früh­kind­liche poly­morphe Perver­sion (Marcuse) ausle­bend, dem Kanon der „10 Korrekt­heiten“ des Neuen Menschen huldigen zu dürfen. Die Hysterie Pandemie im Zuge von covid-19 soll helfen, jenen sozio­lo­gi­schen Umbau der Gesell­schaft zu beschleu­nigen und vor allem den Wider­stand aus dem bürger­li­chen Milieu – dem nicht-prole­ta­ri­schen Mittel­stand – schluss­end­lich zu brechen:

  1. Korrekt­heit: Du sollst an keinen Gott glauben
  2. Korrekt­heit: Du sollst die Kirchen zerstören
  3. Korrekt­heit: Du sollst Krimi­nelle lieben wie Dich selbst
  4. Korrekt­heit: Du sollst die Familie zerstören
  5. Korrekt­heit: Du sollst neues Leben töten
  6. Korrekt­heit: Du sollst poly­morphe Perver­sionen ausleben
  7. Korrekt­heit: Du sollst der Herr­schaft des Unrechts huldigen
  8. Korrekt­heit: Du sollst die Anstän­digen und allen Fort­schritt bekämpfen
  9. Korrekt­heit: Du sollst dem Gender­wahn und Geschlech­ter­kampf huldigen
  10. Korrekt­heit: Du sollst immer­wäh­render abhän­giger Staats­knecht bleiben

Der Bildungs­auf­trag der Vernei­nung, wie ihn der Frank­furter Schule vorgibt, beför­dert eine Verbots­kultur, wie es die Grünen vorleben. Als im Jahr 2017 die Öster­rei­chi­sche Volks­partei (ÖVP) es wagte, in einer 58-seitigen Broschüre kultur­fa­schis­ti­sche Tendenzen einer rot/grünen Verbots­po­litik aus Wien zu thema­ti­sieren, ging ein Aufschrei der Empö­rung sowohl durch die Lügen­presse wie auch die „Wahr­heits­mi­nis­te­rien“ unter der Herr­schaft der soge­nannten „Poli­tik­wis­sen­schaftler“ im Land. Der Nuntius der Großen Brüder meldete sich im Staats­fern­sehen ORF hyper­ven­ti­lie­rend zu Wort. Die Drohung der feinen Gesell­schaft sollte genügen: Landes­or­ga­ni­sa­tionen der ÖVP erklärten eilfer­tigst, die geäch­tete Broschüre nicht mehr verteilen zu wollen. Soviel zur freien Meinung in einer soge­nannten Demo­kratie.

Denn Gesin­nungs­terror ist mitt­ler­weile fester Bestand­teil der Methode, wenn es darum geht den Bildungs­auf­trag der Kultur­fa­schisten zu beför­dern und vor Demas­kie­rung zu bewahren. Die 10 Kapitel, der als „Rot-Grün Mani­fest“ beti­telten Broschüre, die dem mündigen Bürger nicht zumutbar schienen und der Zensur zum Opfer fielen, lauteten wie folgt:

  1. Verbot: Du darfst keine Leis­tung zulassen
  2. Verbot: Du darfst von Zuwan­de­rern nichts einfor­dern
  3. Verbot: Du darfst die Bürger nicht entlasten
  4. Verbot: Du darfst den Jungen keine Chance geben
  5. Verbot: Du darfst Unter­neh­mern keinen Erfolg erlauben
  6. Verbot: Du darfst keinen schlanken Staat zulassen
  7. Verbot: Du darfst Bega­bungen nicht fördern
  8. Verbot: Du darfst Werte und Tradi­tionen nicht erhalten
  9. Verbot: Du darfst nichts über den eigenen Vorteil stellen
  10. Verbot: Du darfst die Macht nicht aus der Hand geben

Die sechs Gegen­maß­nahmen

Die gras­sie­rende Seuche des Zivil­fa­schismus mit ihrem Bildungs­auf­trag zur kollek­tiven Selbst­ver­nich­tung und dem trans­at­lan­ti­schen Protek­torat BRD im ihrem Zentrum stellt insbe­son­dere für die Nach­bar­staaten im Süden, Norden und Osten eine tödliche und unmit­tel­bare Bedro­hung ihrer natio­nalen Sicher­heit dar. Aufgrund der fort­ge­schrit­tenen Krank­heits­sym­ptome, die sich unge­hin­dert über vier Genera­tionen ausbreiten konnten, ist die etwaige opera­tive Entfer­nung oder weitere Para­si­tie­rung des Frank­furter Karzi­noms nur den trans­na­tio­nalen Urhe­bern und ihren atlan­ti­schen Hand­la­gern zu über­lassen. Für die Nach­bar­staaten ist jene tödliche Bedro­hung aus dem Protek­to­rats­ge­biet BRD viel besser nur über strikte Abschot­tung mit Hilfe neu zu bildender Alli­anz­sys­teme über den Osten zu begegnen. Eine solche Neufor­ma­tie­rung verlangt zugleich nach einer klaren roten Linie im Sand, die den Zivil­fa­schisten deut­lich macht: Bis exakt hierher, doch keinen Schritt weiter!

Für alle jene Staaten, die sich frei­willig dafür entscheiden sollten, sich nicht gemeinsam mit Rest­deutsch­land ausschlachten zu lassen bzw. ungleich der BRD keinerlei Drang verspüren, dem Schicksal Preu­ßens blind nach­folgen zu müssen, stellt sich die Frage nach wirk­samen Präven­tiv­maß­nahmen, um dem tödli­chen Schicksal made in Germany endgültig zu entrinnen:

  1. Nachdem der Zivil­fa­schismus sich im Westen über öffent­liche Mittel finan­ziert, gilt es solche Prak­tiken in den gesund geblie­benen Staaten zu verbieten.
  2. Nachdem der Links­fa­schismus sich über die Gewalt gegen alle Anstän­digen defi­niert, hat die noch intakt geblie­bene Justiz in gesund geblie­benen Staaten dagegen vorzu­gehen, getreu dem Motto: Wehret den Anfängen!
  3. Nachdem der Zivil­fa­schismus eine nur typisch west­liche Verfalls­er­schei­nung darstellt, ist sein Export in nicht befal­lene Staaten der Riegel vorzu­schieben.
  4. Nachdem der Kultur­fa­schismus auf Nega­tion und Vernich­tung setzt, gilt es der kollek­tiven Selbst­ver­nich­tung all seiner Apostel nicht im Wege zu stehen.
  5. Nachdem der Anste­ckungs­herd des Kultur­fa­schismus vor allem über die Kultur- und Sozi­al­wis­sen­schaften seinen Ausgang nimmt, ist in Bezug auf Kontakte mit befal­lenen Einrich­tungen im Westen ein striktes social distancing zu befolgen.
  6. Nachdem Baphomet nicht nur das Weih­wasser, sondern auch Licht
    und Trans­pa­renz ebenso scheut, gilt es über gezielte Aufklä­rungs­ar­beit alle Anstän­digen gegen die Frank­furter Irrlehren zu immu­ni­sieren und vor dem Bildungs­auf­trag der Vernei­nung und des drohenden kollek­tiven Unter­gangs entspre­chend  zu bewahren.

ENDE

Die Teile 1 bis 4 finden Sie in unserer Kate­gorie „Studien“.

Zum Autor: Fried­rich P. Ost ist diplo­mierter Wirt­schafts­ex­perte und beschäf­tigt sich mit Fragen der Politik und Zeit­ge­schichte. Er ist Autor zahl­rei­cher Publi­ka­tionen und Analysen über globale Entwick­lungen, Hinter­gründe sowie poli­ti­sche Trends.

 

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